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Nachricht vom 07.06.2024    

Herbert Knebels "Affentheater" rockte den Kultursalon in Altenkirchen

Von Wolfgang Rabsch

Helmut Nöllgen, Geschäftsführer vom "Haus Felsenkeller", durfte sich bei der Begrüßung über einen hervorragend gefüllten Kultursalon freuen. Nach fünf Jahren Abstinenz beglückten endlich wieder Herbert Knebel und sein Team mit dem "Affentheater" die Kreisstadt.

Das Affentheater. (Alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Altenkirchen. Die vier Originale des "Affentheaters" mit Frontmann Herbert Knebel haben sich komplett dem Ruhrpott-Slang verschrieben, sie tragen diese unnachahmliche Mischung aus derbem Humor und purer Lebensfreude ins Publikum. Ohne viel Geschnörkel und schwurbelnden Worthülsen begeistern sie mit viel Witz und ehrlichen Geschichten aus den für das Ruhrgebiet typischen Wohnsiedlungen.
Ergänzt wurden die teils skurrilen Geschichten mit viel Musik, bei denen die Künstler so richtig die "Sau rauslassen" konnten. Die Liebe zu Handmade Rock bestimmte den musikalischen Teil des Programms, unnachahmlich performten sie Hits weltbekannter Bands, jedoch nicht in englischer Sprache, sondern auf Deutsch im typischen Ruhrpott-Dialekt.

Damit wurde der Geschmack des Publikums voll getroffen, denn einige Hits von AC/DC ließen den Kultursalon beben: "Hells Bells" und "Highway to hell". Unnachahmlich die Interpretation von Joe Cockers Welthit "You can leave your hat on", als Herbert Knebel mit den typischen Bewegungen von Cocker auf Ruhrpott-Deutsch sang "Lass die Schuhe an", belohnten wahre Beifallsstürme das "Affentheater".

Fahr zur Hölle, Baby, so lautet das neue Programm
Als Herbert Knebel die Bühne betrat und im abgedunkelten Kultursalon auf allen Tischen Kerzen brennen sah, meinte er ganz trocken: "Sind wir hier auf dem Friedhof von Altenkirchen?" Eigentlich wäre es seit seiner Jugend sein Traum gewesen, Elektrogitarrist zu werden. Einen Künstlernamen hätte er sich auch ausgedacht, nämlich "The Animal" (Das Tier), in Anlehnung an "Erich Börden" (Eric Burdon) mit seinen Animals. Nach und nach betraten die übrigen Mitglieder des "Affentheaters" die Bühne und rockten, was das Zeug hielt. "Bye, bye Johnny", ein echter Rock'n Roll-Klassiker, wurde umgedichtet in "Go, Ozzy, go". Der Name Ozzy ist Programm, denn der Gitarrist Georg Göbel-Jakobi ist beim "Affentheater" in die Rolle des Ozzy Ostermann geschlüpft.
Da gerade Künstlernamen genannt werden, sollen an dieser Stelle alle Mitglieder des "Affentheaters" vorgestellt werden: Uwe Lyko alias "Herbert Knebel"; Georg Göbel-Jakobi (Ozzy Ostermann), Martin Breuer (Ernst Pichl) und Detlef Hinte (Der Trainer).

Frauengeschichten im Ruhrpott
Im Laufe der Vorstellung erzählte Herbert Knebel teils skurrile Geschichten, die sich mit seiner Ehefrau, die "Guste", und der Influencerin Lola Hasenkamp beschäftigten. Wie es sich für einen Malocher aus dem Ruhrpott gehört, hatte Knebel ein Faible für die holde Weiblichkeit. Unlängst hätte er Lola Hasenkamp, seine große Jugendliebe wiedergetroffen, mit der er kurz liiert gewesen wäre. Lola würde jetzt eine blonde Haarpracht tragen, die sich später jedoch als Perücke herausstellte und Kurven wie der Nürburgring. Herbert wäre auch zu einem "Käffchen" mit in ihre Wohnung gegangen. Dort wäre ihre Perücke verrutscht, von ihrer blonden Haarpracht war nicht mehr viel zu sehen, denn auf ihrem Kopf würden die Haare aussehen "Wie ein Flusensieb in der Waschmaschine". Mit seiner Gattin "Guste" haderte er, weil es im Liebesleben nicht immer so klappt, wie er es sich wünscht. Aber Herbert war Manns genug, die Schuld daran nicht nur bei "Guste" zu suchen.



Mit der Helmut-Schmidt-Kappe auf dem Kopf, der hellen Polyester-Jacke und einem Nyltest-Hemd sah Knebel optisch aus, wie ein Überbleibsel aus den 50er- und 60er-Jahren. Seine Mitstreiter ähnelten ihm in ihrem stilistischen Erscheinungsbild. In Verbindung mit der nostalgischen Bühnendekoration erinnerten sich viele Besucher an längst vergangene Zeiten. Der Mix aus rhythmischer Musik, Comedy und Kabarett passte ideal zusammen und versetzte das begeisterte Publikum ein ums andere Mal in Jubelstimmung. Durch die authentischen Geschichten und Anekdoten, die Knebel erzählte, entdeckten viele im Publikum Parallelen zu eigenen Erlebnissen in ihrer Vergangenheit.

Mehrere Zugaben und Standing Ovation
Bei den heftig geforderten Zugaben ließ sich das "Affentheater" nicht zweimal bitten: Herbert Knebel schlüpfte äußerlich in die Rollen von Tina Turner und Udo Jürgens. Gemeinsam erzeugten die Künstler jubelnden Beifall und Standing Ovationa, bevor das "Affentheater" letztendlich die Bühne verlassen durfte.

Alles in allem konnte die Vorstellung die Erwartungen des Publikums vollumfänglich erfüllen, was während der gesamten Show häufig an Sympathie - und Beifallsbekundungen feststellbar war.

Bis Ende September finden noch viele spannende und unterhaltende Veranstaltungen statt, insbesondere erfolgt ein Hinweis zum Konzert mit "Sasha" und seiner Band am Samstag, 10. August, im Kultursalon. Weitere Veranstaltungshinweise sind hier zu finden. (Wolfgang Rabsch)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke   Kirche & Religion  
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