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Nachricht vom 17.01.2012 - 10:24 Uhr    

Ausstellung "Kunst trotz(t) Armut" im Landkreis

Die bundesweit vielbeachtete Wanderausstellung "Kunst trotz(t) Armut" ist vom 20. Januar bis 9. Februar im Landkreis Altenkirchen zu sehen. Es geht in der Ausstellung um Armut, soziale Ausgrenzung und Wohungslosigkeit. Die Ausstellung umfasst Werke bekannter Künstler und Exponate betroffener Menschen. An zwei Orten, in der Kreissparkasse und der Kreisverwaltung ist die Ausstellung zu sehen.

Am Freitag, 20. Januar wird die Ausstellung in der Kreissparkasse eröffnet.

Altenkirchen. Die bundesweite Wanderausstellung "Kunst trotz(t) Armut" macht vom 20. Januar bis zum 9. Februar Station in Altenkirchen. Dies ist der Initiative der Wohlfahrtsverbände im Kreis Altenkirchen zu verdanken. Die umfangreiche Sammlung an Kunstwerken zum Thema Wohnungslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung wird parallel an zwei verschiedenen Orten gezeigt: in der Kreissparkasse und in der Kreisverwaltung.
Am Freitag, den 20. Januar, um 18 Uhr findet die Vernissage für die Öffentlichkeit in der Kundenhalle der Kreissparkasse statt. (Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon: 02681 812015).

An diesem Abend übernimmt der Kurator Andreas Pitz die thematische Einführung gemeinsam mit den Gastgebern, Dr. Andreas Reingen und Landrat Michael Lieber.

In Zeiten knapper Kassen werden Kunst und Kultur gerne und oft gegen Soziales ausgespielt. Dabei kann Kunst als Medium helfen, um auf unkonventionelle Art und Weise gesellschaftliche Missstände und soziale Probleme sichtbar zu machen. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler, die sich in ihren Arbeiten mit Armut und Obdachlosigkeit befasst haben, stellten hierfür ihre Werke zur Verfügung. Neben renommierten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunstszene, wie Jörg Immendorff oder Katharina Fritsch, erregen auch die Exponate Betroffener viel Aufmerksamkeit beim Betrachter.
Seit 2007 findet die Ausstellung an unterschiedlichen Orten, wie beispielsweise Berlin, Potsdam, Frankfurt am Main, Hannover, Heidelberg, Köln, Bremen, Nürnberg, Leipzig und Mainz, viel Zuspruch und Beachtung.

Um das Thema in der Kreisstadt über den Ausstellungszeitraum in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, werden drei Begleitveranstaltungen angeboten:
Donnerstag, 26. Januar, 18 Uhr, Kreisverwaltung (Saal 111):
"Reichtum ist gewollt. Armut auch!" – Plädoyer für eine gerechte Verteilung
Vortrag von Prof. Franz Segbers, Sprecher der Landesarmutskonferenz in Rheinland-Pfalz und Professor für Sozialethik am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Marburg. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon: 02681 812015

Mittwoch, 1. Februar, 10-12 Uhr, Diakonisches Werk Altenkirchen (Gruppenraum):
Infoveranstaltung zum Insolvenzverfahren. Die Schuldner- und Insolvenzberatung bietet für Betroffene und Interessierte eine Veranstaltung zum Thema „Verbraucherinsolvenzverfahren und Restschuldbefreiung“ an. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon: 02681/800820.

Donnerstag, 9. Februar, 18 Uhr, Kreisverwaltung Altenkirchen (Saal 111):
Finissage mit einer Filmvorführung "Arm und Reich in Deutschland" inklusive anschließender Diskussion. Der Dokumentarfilm von Gerhard Faul, "Arm und Reich in Deutschland" aus dem Jahr 2008 beleuchtet die gegenwärtige soziale Wirklichkeit in unserem Land aus verschiedenen Blickwinkeln. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon: 02681/812015.
Der Eintritt zur Ausstellung ist frei.

Öffnungszeiten Kreisverwaltung:
Montags bis mittwochs von 7.30 bis 17.30 Uhr, donnerstags von 7.30 bis 18.00 Uhr und freitags von 7.30 bis 13.00 Uhr.

Öffnungszeiten Kreissparkasse:
Montags bis mittwochs und freitags von 8.30 bis 16.30 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 18.00 Uhr



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Kommentare zu: Ausstellung "Kunst trotz(t) Armut" im Landkreis

1 Kommentar

Jene Sichtbarmachung von sozialer Problematik sprich, Armut, Obdachlosigkeit und Ausgrenzung, in Form von Kunst, ist ein wichtiger Bestandteil der Thematik näherzukommen somit auch den Betroffenen und ihrer Lebenswelt. Sie bedürfen unserer Aufmerksamkeit und Wertschätzung, nicht nur in künstlerischer Darstellungsweise, denn sie sind ein Teil unserer Gesellschaft.

Ein harter Schlag
du liegst auf dem kalten Boden
der Ausweglosigkeit
zerbrochen
mit blutleeren Augen
dürftigem Gepäck
alles verloren
die Haut eingerollt
in die Decke der Einsamkeit
von Menschen be- und entwertet
umzingelt von ihrem Missfallen
ungeachtet
deine bettelnde Hand
dein stummer Schrei
nach L(l)eben
vergeblich die Suche
nach einem Schlupfwinkel
nach grünem Erdenfleck
nach Nischenglück
niedergedrückt
vom Würgegriff der Gefühls- und Hoffnungsleere
legst du den Nebelschleier um dich
nicht flüchtig -
der Morgen wirft ein weißes Blatt Papier auf dich
es bleibt -
unbeschrieben

©Edeltrud Wisser 4.12.2011


#1 von Edeltrud Wisser, am 18.01.2012 um 08:02 Uhr

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