Werbung

Nachricht vom 24.08.2024    

Trägergesellschaft schafft in Altenkirchen Fakten: Inventar wird transferiert

Von Klaus Köhnen

Aus unterschiedlichen Quellen ist zu erfahren gewesen, dass die Trägergesellschaft, noch vor dem Termin bei Minister Hoch, Fakten schaffen will. Dieser Umgang mit den Mitarbeitenden, aber auch den Bürgern, ist mit den Grundsätzen der Rot-Kreuz-Gesellschaften nicht vereinbar.

Ein Schriftzug, der mehr verspricht

Altenkirchen. Waren es in der "ersten Runde" die potenziellen Patienten, die, aus Sicht des Trägers, die gebotenen Möglichkeiten nicht angenommen hätten, wird nun die Personalsituation als Ursache beschrieben. Wie bereits an anderer Stelle berichtet, macht es auf viele Menschen den Eindruck, als sei der Träger von Anbeginn an mit der Intension angetreten, das Krankenhaus in der Kreisstadt zu schließen. Die Mitarbeitenden, die derzeit an anderen Standorten eingesetzt sind, werden das Verhalten, das ihnen entgegengebracht wird, auf Dauer nicht ertragen, so viele der Betroffenen.

Der Standort Hachenburg verweist in einem Facebook-Beitrag auf die Einrichtung einer sogenannten Intermediate Care (IMC) Station mit sechs Betten. Eine IMC ist eine Station, auf der Patienten versorgt werden, die einer medizinischen "Überwachung", aber keiner intensivmedizinischen Behandlung, bedürfen. Man kann es auch als "Zwischenintensiv" bezeichnen. In diesem Zusammenhang gab es, aus verschiedenen Quellen, Informationen, dass hierzu auch Geräte aus Altenkirchen genutzt werden.

Die Frage, ob man nun Vertrauen in die Aussagen bezüglich Bestehenbleibens eines MVZ des Trägers haben kann, wird in der Bevölkerung diskutiert. Gab es doch schon mehrere Beteuerungen der Verantwortlichen der Trägergesellschaft zum Bestand und Fortführung einer stationären Versorgung, die nicht eingehalten wurden.

Gespräch in Mainz soll Klarheit bringen
Zwischenzeitlich gab es am Freitag (23. August) eine Pressemitteilung der Kreisverwaltung zu dem bereits länger angekündigten Gespräch mit dem Gesundheitsminister. Zitat: "Am kommenden Dienstag (27. August) findet im Mainzer Gesundheitsministerium ein Runder Tisch zum Krankenhausstandort Altenkirchen statt. Auf dieses Gesprächsformat hatten sich Gesundheitsminister Clemens Hoch und Landrat Dr. Peter Enders unmittelbar nach Bekanntwerden der Schließungsabsichten der DRK-Trägergesellschaft Süd-West für das Altenkirchener Krankenhaus Mitte Juli verständigt. Aus dem Kreis Altenkirchen werden der Landrat, die Bürgermeister Fred Jüngerich und Andreas Hundhausen sowie der Altenkirchener Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz teilnehmen." Zitat Ende




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Meister/Techniker/Obermonteur für Elektrotechnik (m/w/d)

Alhäuser + König Ingenieurbüro GmbH
57627 Hachenburg

Sanitär-Ausstellungsfachberater (m/w/d) in Wissen

Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG
57537 Wissen

Sanitär-Ausstellungsfachberater (m/w/d) in Andernach

Dr. Kurt Korsing GmbH & Co. KG
56626 Andernach

Fachkraft für Arbeits- und Gesundheitsschutz (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57537 Mittelhof

Gruppenleitung Wohnstätte (m/w/d)

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Landrat Dr. Peter Enders formuliert seine Erwartungen an diese Runde mit: "Wir brauchen jetzt unmissverständlich Klarheit, nicht nur in der Frage, ob das Land die stationäre Versorgung für Altenkirchen als gesichert betrachtet, sondern ganz konkret, wie diese sich gestaltet. Wohin kann sich die Bevölkerung wenden, wer ist wo zuständig, und vor allem: Wie ist die Notfall-Versorgung geregelt? Und wie stellt sich das Krankenhaus in Kirchen zukunftsfest auf? Das sind die berechtigten Fragen der Menschen, die nun dringend Antworten benötigen." In Richtung Trägergesellschaft sagt Enders: Die DRK-Trägergesellschaft, die in hohem Maß Vertrauen sowohl in der Bevölkerung als auch bei den kommunalen Vertretern verspielt habe, müsse sich hierzu äußern. Zitat: "Ich habe meine Zweifel, ob ein Träger mit dem Label DRK im Westerwald noch eine Zukunft hat."

Mit Blick auf ein Westerwaldklinikum führt der Landrat aus: "Auch hier brauchen wir Klarheit: Ist die Finanzierung verbindlich gesichert?" Mit Blick auf den Standort ist Müschenbach für ihn überholt: "In Altenkirchen steht ein vergleichsweise neues Haus zur Verfügung. Viele, die sich in der Materie auskennen, halten dieses Gebäude für geeignet, es aus- und anzubauen, um dieses Westerwaldklinikum hier zu verwirklichen. Ich favorisiere diese Variante ausdrücklich." Über die Ergebnisse des Gespräches sollen die Spitzen-Kreistagsfraktionen in der kommenden Woche, also vor der nächsten Sitzung des Kreistages (3. September), informiert werden, so die Pressemeldung.

Was für viele Bürger bleibt, ist die Frage, ob es Möglichkeiten gibt, das Krankenhaus in Altenkirchen als Eckpfeiler der medizinischen Versorgung, die viele derzeit entgegen anderslautenden Informationen aus dem Ministerium als mindestens gefährdet ansehen, zu erhalten. Dass es auch anders geht, zeigt das Krankenhaus in Eitorf. Dieses derzeit 100-Betten Haus ist als Grund-Notfallversorger von allen politisch Verantwortlichen als notwendig anerkannt. (kkö)


Mehr dazu:   Insolvenz DRK Trägergesellschaft  
Lokales: Altenkirchen & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Staunen im digitalen Zeitalter: Ein Abend voller Inspirationen im Regionalladen UNIKUM

Roland Böhringer präsentiert am Freitag, 8. Mai, um 19.30 Uhr, in den Regionalladen UNIKUM sein Buch ...

Modernisierung der MittelrheinBahn: Ein neuer Komfortstandard für Fahrgäste

Nach umfassenden Modernisierungsarbeiten erstrahlt die Flotte der MittelrheinBahn in neuem Glanz. Die ...

St. Marien-Krankenhaus Siegen: Neues Verfahren zur Therapie von Vorhofflimmern etabliert sich

Die Klinik für Rhythmologie am St. Marien-Krankenhaus Siegen hat seit Jahresbeginn mehr als 200 Patienten ...

Warnung vor Starkregen im Westerwald

Der Deutsche Wetterdienst hat eine amtliche Warnung für die Region um Neuwied, Altenkirchen und den Westerwaldkreis ...

Kritik an Einsparungen: Landeselternausschuss fordert echte Inklusion

Der kürzlich veröffentlichte Entwurf für das neue Inklusionsgesetz sorgt für Aufregung. Der Landeselternausschuss ...

50 Jahre Frauenselbsthilfe Krebs: Eine Radtour als Zeichen der Stärke

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) setzten sich 30 engagierte Krebsbetroffene ...

Weitere Artikel


Verkehrsbehinderungen auf Bahnstrecke: Linie RE 9 aus Richtung Siegen beginnt und endet in Köln Messe Deutz

Ein Lastkraftwagen (Lkw) blockiert die Bahnstrecke zwischen Horrem und Köln-Ehrenfeld. Aktuell kommt ...

"Solawi Wisserland" lädt ein zum Tag des offenen Hofes nach Schützenkamp

Von Ende August bis Anfang September finden in diesem Jahr die "BioWochen" statt. Auch der Demeter-Hof ...

Technikcamps der Universität Koblenz mit großem Zulauf: "Ein lebendes Lehr-Lern-Labor"

Positives Fazit nach Abschluss von insgesamt 27 Wochenkursen: Das Projekt "technikcamps" der Universität ...

Fahrplanänderungen auf der Linie RE 9 zwischen Siegen und Köln

Pendler aufgepasst: Wer die Linie RE 9 im Berufsverkehr zwischen Siegen Hauptbahnhof und Köln Hauptbahnhof ...

Mangel an Wohnungen: Politische Verlässlichkeit und finanzielle Unterstützung gefordert

Es muss gebaut werden: Bis 2028 braucht der Landkreis Altenkirchen den Neubau von rund 330 Wohnungen ...

Mehrere Vorfälle im Straßenverkehr: Polizei Betzdorf sucht Zeugen und Beteiligte

Eine Reihe von Verkehrsdelikten hielten die Polizei in Betzdorf am Freitag (23. August) und Samstag (24. ...

Werbung