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Nachricht vom 21.11.2007    

Viele wollten Lauterbach sehen

Volles Haus bei "Sabine trifft...Professor Karl Lauterbach". Der prominente Gesundheitsökonom Professor Dr. Karl Lauterbach sprachin Engers im bis auf den letzten Platz besetzten Heinrich-Heine-Haus über die Pflegereform.

Region. Im Rahmen der Veranstaltungsreiche "Sabine trifft..." erläuterte der prominente Gesundheitsökonom Professor Dr. Karl Lauterbach im bis auf den letzten Platz besetzten Heinrich-Haus in Engers die Grundzüge der Pflegereform.
In seinem strukturierten Vortrag zeigte Lauterbach zunächst auf, welche "Konstruktionsfehler" die bisherige Pflegeversicherung enthielt, um sich dann den Punkten zu widmen, die in der jetzigen Reform geändert werden sollen. Er kritisierte, dass Demenz bisher zu wenig berücksichtigt wurde, jeder dritte zu Pflegende einem Qualitätsdefizit ausgesetzt sei und die bisherige Finanzierung als nicht ausreichend angesehen werden müsse. Besonders notwendig sei es, einen umfassenden Pflegebegriff zu bekommen, der sich mehr auf die allgemeine Lebensfähigkeit und nicht so sehr auf die rein medizinischen Aspekte gründe. Im neuen Gesetzentwurf seien einige Bereiche deutlich besser geworden. Insbesondere sei die ambulante Pflege bessergestellt worden und Menschen mit Demenz könnten nun deutlich mehr Leistungen bekommen als früher.
Lauterbach ging allerdings auch kritisch auf die, seiner Ansicht nach noch nicht optimal gelösten Bereiche der Pflegereform ein. So sei für das Problem der demografischen Entwicklung noch keine zufriedenstellende Lösung gefunden worden. "Im Moment haben wir eine Atempause bei den finanziellen Belastungen, aber wenn die geburtenstarken Jahrgänge Pflege benötigen, müssen wir neue Lösungen finden", so Lauterbach. Als besonders ungerecht hob der Abgeordnetenkollege von Bätzing hervor, dass die Privatversicherten nicht in ausreichendem Maße zur Finanzierung der Pflegeversicherung herangezogen würden. "Wir brauchen die solidarische Bürgerversicherung", so der Gesundheitsökomom, der damit auch die Zustimmung seiner Kollegin Bätzing fand.
Im Anschluss an das Referat entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit dem sach- und fachkundigen Publikum. "Wir haben noch Hausaufgaben zu machen, aber der heutige Abend hat auch gezeigt, dass die ersten Eckpunkte im Bereich der Pflegereform richtig gesetzt sind – damit können wir weiter arbeiten," resümierte die Veranstalterin Sabine Bätzing den erfolgreichen Abend.


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