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Pressemitteilung vom 16.10.2024    

Universität Siegen erhält erneut das Diversity-Zertifikat

Die Universität Siegen wurde im September 2024 erneut mit dem Diversity-Zertifikat des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft ausgezeichnet. Dieses Zertifikat hebt die Vielfalt als Chance hervor und betont den systematischen Schutz vor Diskriminierung und Machtmissbrauch. Die Universität hatte das Zertifikat erstmals im Jahr 2018 erhalten und hat nun erfolgreich ein Re-Audit durchlaufen.

Symbolbild (Quelle: pixabay)

Siegen. Das Re-Audit mit dem Titel "Vielfalt gestalten" dient der Überprüfung, Konsolidierung und Weiterentwicklung der Diversitätsstrategie sowie der entsprechenden Maßnahmen an der Hochschule. Das Ziel ist es, bereits auditierte Hochschulen zu unterstützen, ihre spezifischen Diversitätsziele konsequent weiterzuverfolgen. Zudem sollen alle Mitgliedsgruppen der Hochschule aktiv in die Diversitätsarbeit einbezogen werden. Das neu erhaltene Zertifikat ist drei Jahre gültig und zeigt das Engagement der Universität Siegen im Bereich Diversität.

Motivation und Engagement
Im Rahmen des Audits wurde die beeindruckende Motivation in der Diversitätsarbeit an der Universität Siegen hervorgehoben. Sowohl die Diversity-Akteure als auch die Hochschulbeschäftigten und Studierenden zeigen ein starkes Interesse an diesem Thema. Die Hochschule hat es geschafft, eine große Gruppe aktiver und intrinsisch motivierter Personen zu mobilisieren, die bereit sind, Veränderungen herbeizuführen. Viele dieser Personen bringen zudem eine hohe fachliche Expertise mit, was das Potenzial der Initiative weiter stärkt.

Verantwortung und Neuausrichtung
Seit März 2024 liegt die Verantwortung für Diversity im Prorektorat für Nachwuchs, Diversity und Internationales (NDI), das von Prof. Dr. Petra M. Vogel geleitet wird. Gemeinsam mit Katharina Miketta, der Referentin für Diversity Policies, und den Mitgliedern der Kommission für Diversity Policies wird nun an einer zukunftsfähigen Neuausrichtung der Diversitätsarbeit gearbeitet. „Hierzu zählen die Herausstellung von Diversity als Unique Selling Point im Studierendenmarketing, die Realisierung einer stärkeren Durchdringung und Dezentralisierung der Diversity Policies sowie der Ausbau des systematischen Schutzes vor Diskriminierung“, erklärt Prorektorin Vogel.

Chance für Veränderung
Die neue Zusammensetzung des Rektorats wird im Audit als große Chance für positive Veränderungen hervorgehoben. Ein Commitment der Hochschulleitung sei essenziell für den Erfolg von Initiativen zur Förderung von Chancengerechtigkeit, Inklusion und Antidiskriminierung. Diese Unterstützung der Hochschulleitung hat Vorbildcharakter und ist für die erfolgreiche Umsetzung der Diversitätsstrategien von großer Bedeutung.




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Identifizierte Verbesserungspotenziale
Das Audit hat auch Verbesserungspotenziale aufgezeigt. So wurde die Schaffung einer eigenen Organisationseinheit für Diversity empfohlen, die nachhaltig strukturell verankert und mit entsprechenden Ressourcen ausgestattet werden sollte. Ein professioneller Auf- und Ausbau der Antidiskriminierungsberatung sowie eine transparentere Gestaltung des Beratungs- und Beschwerdemanagements sind ebenfalls angestrebt. Zudem wurde die baldige Implementierung eines Aktionsplans Inklusion begrüßt.

Der Ablauf des Re-Audits
Das Re-Audit setzt sich aus einem Selbstreport und einem Peer Review Tag zusammen. Der schriftliche Selbstreport bildete den Auftakt des Peer Review Tages, der am Donnerstag (20. Juni) stattfand und von den Vertretern des Stifterverbandes moderiert wurde. Während des Peer Review Tags führten vier externe Peers, allesamt ausgewiesene Diversity-Expertinnen, Gespräche mit verschiedenen Akteurinnen der Universität, darunter Hochschulleitung, Studierende und Fachleute im Bereich Diversität.

Zu den Peers gehörten Prof. Dr. Klaus Sandmann von der Universität Bonn, Prof. Dr. Maike Tietjens von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Georg Teichert von der Universität Leipzig sowie Tanja Beck, Koordinatorin für Diversity an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Nach den Gesprächen erhielten die Hochschulleitung und die Projektleitung ein erstes mündliches Feedback der Peers, während der schriftliche Feedback-Bericht im September 2024 der Universität zugegangen ist.

Fazit
Die erneute Auszeichnung mit dem Diversity-Zertifikat zeigt, dass die Universität Siegen sich aktiv für Vielfalt und Chancengleichheit einsetzt. Durch kontinuierliche Arbeit an der Diversitätsstrategie und der Einbeziehung aller Hochschulmitglieder wird eine inklusive Atmosphäre geschaffen, die für alle Beteiligten von Vorteil ist. Die Universität hat sich damit als Vorreiter im Bereich Diversity positioniert und zeigt, dass Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern als wertvolle Ressource angesehen wird. (PM/Red)


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