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Pressemitteilung vom 17.10.2024    

West-Nil-Virus in Rheinland-Pfalz: Landesuntersuchungsamt empfiehlt Pferdeimpfung

Das West Nil-Virus breitet sich weiterhin in Deutschland aus und hat nun auch Rheinland-Pfalz erreicht. Als Reaktion darauf empfiehlt das Landesuntersuchungsamt (LUA) den Pferdehaltern, ihre Tiere gegen den Erreger impfen zu lassen.

Symbolfoto (Quelle: Pixabay)

Region. Der erste Nachweis einer Infektion mit dem West-Nil-Virus bei einem Pferd in Rheinland-Pfalz alarmiert das Landesuntersuchungsamt. Dieser Fall ist der zweite im südlichen Rheinland-Pfalz, nachdem der Erreger bereits im September 2023 bei einer Schnee-Eule aus einem Vogelpark nachgewiesen wurde.

Das betroffene Pferd zeigte neurologische Symptome und wurde in einer Tierklinik behandelt. Untersuchungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) bestätigten den Verdacht auf eine kürzlich erfolgte Infektion durch den Nachweis von spezifischen Antikörpern gegen das Virus. Trotz der Erkrankung überlebte das Tier.

Neurologische Langzeitschäden bei Pferden
Laut FLI verbreitet sich das West-Nil-Virus verstärkt in Deutschland. Als Gründe werden das anhaltend warme und feuchte Klima sowie ein Anstieg der Stechmückenpopulation, die als Überträger des Virus fungieren, genannt. Im Laufe des Jahres wurden bereits mehr als 150 Fälle bei Pferden und über 70 Fälle bei Vögeln festgestellt.

Von den infizierten Pferden erkranken nur etwa acht Prozent klinisch. Diese Tiere zeigen jedoch deutliche Symptome einer Hirnhaut- oder Hirnentzündung, die bis zum Festliegen führen können. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 20 bis 40 Prozent der klinisch erkrankten Tiere, überlebende Tiere weisen oft bleibende neurologische Schäden auf.




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Impfung schützt nur vor schweren Symptomen
Zum Schutz der Pferde empfiehlt das LUA eine rechtzeitige Impfung, die schwere klinische Symptome verhindern kann. In Deutschland sind aktuell drei Impfstoffe gegen West-Nil-Fieber für Pferde zugelassen. Sie schützen nicht vor einer Infektion, verhindern aber die Entwicklung schwerer Krankheitssymptome. Die Tierseuchenkasse Rheinland-Pfalz unterstützt Pferdehalter dabei mit zehn Euro pro Impfung und Pferd.

Das LUA rät allen Pferdehaltern in Rheinland-Pfalz, ihre Tiere impfen zu lassen und sich bei ihrem Veterinäramt sowie der Tierseuchenkasse anzumelden.

Auch Menschen können sich anstecken
Während die Infektion bei Menschen meist symptomlos oder mit milden Symptomen wie Fieber und Hautausschlägen verläuft, kann sie bei etwa einem Prozent der Infizierten - vor allem Ältere oder Menschen mit einer Immunschwäche - zu einer tödlichen Hirnhaut- oder Hirnentzündung führen. Für Menschen gibt es keine spezifische Therapie oder Impfung, lediglich das Vermeiden von Mückenstichen stellt einen Schutz dar. (PM/Red)


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