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Pressemitteilung vom 28.10.2024    

Gefahr durch Afrikanische Schweinepest: Landwirte im Kreis Altenkirchen in Sorge

Die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) sorgt bei Landwirten im Kreis Altenkirchen für Besorgnis. Bereits im Juni 2024 wurden erste Fälle in Hessen bestätigt, und mittlerweile hat das Virus auch Rheinland-Pfalz erreicht. Die Auswirkungen eines Ausbruchs könnten weitreichende Einschränkungen nach sich ziehen.

(Foto: Wolfgang Tischler)

Altenkirchen. Landwirte im Kreis Altenkirchen sind besorgt über die näherrückende Afrikanische Schweinepest (ASP). Josef Schwan, Kreisvorsitzender, erklärt: "Die hochansteckende Tierseuche tötet nicht nur Haus- und Wildschweinbestände, sondern gefährdet auch die Betriebsgrundlage der nicht Schweine haltenden Landwirte." Auch die Jagd, der Tourismus und Freizeitaktivitäten im Freien könnten erheblich eingeschränkt werden. Schwan betont: "Daher sind Vorbeugung und Vorbereitung oberstes Gebot."

Im Juni 2024 wurden die ersten ASP-Fälle in Hessen bestätigt, und kurz darauf erreichte die Krankheit Rheinland-Pfalz. Die Bekämpfung der Seuche gestaltet sich schwierig, da das Virus in Kadavern und verarbeitetem Fleisch lange überleben kann. Übertragungen können über kontaminierte Oberflächen, Wildschweinkadaver und Speiseabfälle erfolgen.

Zur Risikominimierung beitragen
Landwirte, Jäger und Personen in der Feldflur können zur Risikominimierung beitragen. Eine Schlüsselrolle kommt den Jägern zu, die aufgefundene oder verunfallte Wildschweine dem Landesuntersuchungsamt melden sollen. Dies gilt auch für Fallwild von Straßenmeistereien. Schwan ruft zu einer intensiven Bejagung des Schwarzwildes auf, um die Ausbreitung der Seuche zu verhindern: "Insbesondere ist der Staatsforst gefordert, hier vorbildlich voranzugehen."



Wichtig sind auch Hygienemaßnahmen für alle, die in infizierten Regionen unterwegs waren. Kleidung, Lappen, Schuhwerk, Gerätschaften und Hunde sollten gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Zudem müssen Speise- und Küchenabfälle sowie tierische Nebenprodukte von der Feldflur ferngehalten werden, besonders an stark befahrenen Straßen wie der A3 und der B8.

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Kreis Altenkirchen hätte erhebliche Konsequenzen. Landwirte müssten mit Bewirtschaftungs- und Erntebeschränkungen rechnen. Dies könnte existenzielle Folgen haben, auch für Rinder haltende Betriebe. Jäger hätten mit Einschränkungen und verminderter Jagdpacht zu kämpfen. Der Kreisbauernverband warnt, dass auch Bürger durch Kosten der Tierseuchenbekämpfung sowie mögliche Betretungseinschränkungen und Anleinpflichten für Hunde betroffen wären. (PM)


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