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Nachricht vom 23.02.2012    

Sterne des Sports: Montabaurer Konzept überzeugte

Die Westerwald Bank und die Sportkreise Altenkirchen und Westerwald zeichneten die regionalen Sieger des Wettbewerbs "Sterne des Sports" aus: Der Regionalsieger 1. FFC Montabaur schaffte es bis zum Bundesfinale nach Berlin, die Plätze zwei und drei in der Region gingen an den TuS Hilgert und den TC Grün-Weiß Betzdorf.

Ransbach-Baumbach/Montabaur. Was den deutschen Fußballfrauen im letzten Jahr bei der Fußball-Weltmeisterschaft nicht vergönnt war, schaffte der 1. FFC Montabaur beim Wettbewerb „Sterne des Sports“: der Durchmarsch bis ins Finale. Bei dem vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volks- und Raiffeisenbanken durchgeführten Wettbewerb hatte das Konzept „Sport bewegt - Sport verbindet“, ein Integrationsprojekt, bei dem Mädchen mit Migrationshintergrund in Kooperation mit heimischen Schulen für den Mädchenfußball gewonnen und im Verein integriert werden, zunächst Platz eins in den Kreisen Westerwald und Altenkirchen und später auf Landesebene belegt.

„Leider hat es dann im Bundesfinale in Berlin nicht zum ganz großen Wurf gereicht, aber wir sind alle sehr stolz, dass das bei uns eingereichte Konzept so viel Zuspruch erfahren hat“, sagte Westerwald Bank Vorstand Paul-Josef Schmitt anlässlich einer Feierstunde für die Sieger auf regionaler Ebene in Ransbach-Baumbach. Außerdem unterstrich er die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements im Sport: „Das Ehrenamt ist ein wichtiges Fundament. Ohne ehrenamtliche Arbeit der ungezählten Aktiven in den Sportvereinen wäre die Gesellschaft als Ganzes, wäre aber auch der Spitzensport ärmer.“

In Berlin hatte die Delegation um Alfred Müllers, Vorstandssprecher des 1. FFC Montabaur, für den zehnten Platz unter insgesamt 18 Finalisten einen „Goldenen Stern des Sports“ durch Bundeskanzlerin Angela Merkel erhalten. In Ransbach-Baumbach skizzierte Bankvorstand Schmitt noch einmal das Montabaurer Konzept der Integration von Mädchen mit Migrationshintergrund im Mädchenfußball. Unter anderem wurde hierzu ein Kooperationsvertrag mit dem Türkisch-Moslemischen Moscheeverein zu Selters geschlossen. Wo es das soziale Umfeld erfordert, sichern Patenschaften die Beitragsleistungen für den Verein. Zudem wurde ein Nachhilfesystem eingerichtet, um schulische Defizite der Spielerinnen aufzufangen. Für den ersten Platz auf regionaler Ebene gab es nun den „Großen Stern des Sports“ in Bronze sowie 500 Euro für die Vereinskasse. Der „Große Stern des Sports“ in Silber für den Landessieg, der dem Verein zudem 2.500 Euro für die Vereinskasse bescherte, wurde bereits durch Innenminister Roger Lewentz in Mainz übergeben. Eingespielte Filmaufnahmen hiervon wie vom Bundesfinale in Berlin vermittelten einige Impressionen von den Preisverleihungen. Müllers dankte im Namen seiner Mitstreiter: „Die Arbeit wird natürlich von vielen Schultern gemeinsam getragen.“ Die Auszeichnungen, nicht nur im Rahmen der „Sterne des Sports“, wertete er als Bestätigung des eingeschlagenen Wegs.




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Platz zwei in der regionalen Wertung sicherte sich der Turn- und Sportverein (TuS) Hilgert, der mit der Entwicklung eines ganzheitlichen Jugendkonzepts überzeugte. Der Verein versucht, schon ab dem Kindesalter geeignete sportliche Angebote zu machen. Die Auszeichnung nahmen Geschäftsführerin Hanni Klein und Schatzmeisterin Martina Thier entgegen. Auf den dritten Rang schließlich wählte die Jury den Tennis-Club TC Grün-Weiß Betzdorf, der 2008 ein Trainingsprogramm initiiert hat, um Kinder an Sport im Allgemeinen und an den Tennissport im Besonderen heranzuführen. Beide Vereine erhielten den „Kleinen Stern des Sports“ in Bronze, dazu kommen 350 bzw. 250 Euro Vereinszuschuss. Zudem erhalten alle drei ausgezeichneten Vereine einen weiteren Zuschuss über 250 Euro für ihre Jugendarbeit.

„Die Jury hatte es auch diesmal nicht leicht, die herausragenden Projekte zu würdigen“, resümierte Paul-Josef Schmitt. 21 Bewerbungen aus den Landkreisen Altenkirchen und Westerwald markierten beim diesjährigen Wettbewerb einen Teilnehmerrekord. „Wir werden auch weiterhin mit der Beteiligung an den ‚Sternen des Sports’ bewusst immer wieder die gesellschaftliche Bedeutung der Sportvereine unterstreichen. Und der Westerwald hat viele solcher Sterne“, so Schmitt in Anwesenheit des Kreisbeigeordneten Kurt Schüler, des Montabaurer Verbandsbürgermeisters Edmund Schaaf und des Stadtbürgermeisters Klaus Mies sowie Ransbach-Baumbachs Bürgermeister Michael Merz, die ihrerseits die Arbeit der erfolgreichen Vereine würdigten und ihre Verdienste unterstrichen. Schüler und Schaaf unterstrichen dabei insbesondere die Bedeutung des Mannschaftssports für die Entwicklung des einzelnen Jugendlichen und dankten zudem der Westerwald Bank für ihr Engagement. Gratulationen überbrachte auch Herbert Rimpler, Vorsitzender des Sportkreises Westerwald, der wie Kreisjugendwart Hans-Werner Rörig nach Ransbach-Baumbach gekommen war.

Insgesamt beteiligten sich bundesweit gut 2.500 Sportvereine mit einer Bewerbung bei den Volks- und Raiffeisenbanken. Der Wettbewerb „Sterne des Sports“ umfasst zehn Bewertungskategorien von Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen über Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien und Senioren bis zur Förderung der Leistungsmotivation. Seit 2004 vergeben der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und die Volks- und Raiffeisenbanken die Auszeichnung, verbunden mit einer Geldprämie auf kommunaler, Landes- und Bundesebene.


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