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Nachricht vom 18.11.2024    

Gedenkfeier zum Volkstrauertag mit der Reservisten-Kameradschaft Dreisbacher Land in Steimel

Von Wolfgang Rabsch

Vorab eine Information der Redaktion: Der NR-Kurier berichtet exemplarisch von der Gedenkveranstaltung in Steimel, stellvertretend für alle anderen Gedenkfeiern, die zum Volkstrauertag in den Kreisen Neuwied, Altenkirchen und Westerwald stattgefunden haben.

Die Reservisten-Kameradschaft Dreisbacher Land war zum Volkstrauertag in Steimel. (Foto: Wolfgang Rabsch)

Steimel. Auch in diesem Jahr richtete die Reservisten-Kameradschaft Dreisbacher Land (RKDL) eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag aus. Der Ort, an dem die Gedenkfeier durchgeführt wurde, konnte nicht passender ausgewählt werden, denn am Volkstrauertag wird auch den in unnötigen Kriegen gefallenen Soldaten gedacht: Das "Steimeler Fliegerkreuz". Das Fliegerkreuz ist zu Ehren des Feldwebels Johannes Kellner errichtet worden, der am 23. Dezember 1944 beim Luftkampf über Steimel abgeschossen wurde und den Fliegertod fand. Bis 2003 stand an dieser Stelle ein einfaches Birkenholzkreuz zum Gedenken an Johannes Kellner, die Reservistenkameradschaft Dreisbacher Land hat stattdessen ein massives Kreuz aus Holz und Metall errichtet und ein provisorisches Grab gestaltet. Gestern (17.November) fand am Fliegerkreuz bereits im 16. Jahr die Gedenkfeier statt.

Das trübe, regnerische Wetter passte sich dem eher traurigen Anlass an, was aber die erschienenen Besucher nicht abschreckte, der Gedenkfeier einen zwar kleinen, aber würdigen Rahmen zu verleihen.

Die Gedenkfeier wurde von Klaus Grollius geleitet
Klaus Grollius, Vorsitzender der RKDL und Stabsfeldwebel der Reserve, begrüßte zunächst die erschienenen Gäste, darunter Vertreter aus der Kommunalpolitik und mehrere Mitglieder der Reservisten-Kameradschaft. In den von Klaus Grollius vorgetragenen Fürbitten findet sich ein Passus, der den Anlass nicht besser beschreiben kann: "Lasst uns beten für alle, die um einen Menschen trauern, den Sie verloren haben, für alle, die entmutigt und verbittert sind durch die Härten ihres Schicksals, die ihren Schmerz nicht überwinden können, die vereinsamt sind, dass sie Menschen finden, die zuhören trösten und mittragen können. Gib, dass wir uns nicht abfinden mit den Kriegen in dieser Welt, hilf uns, Zeichen der Hoffnung zu setzen durch Taten der Liebe. Lehre uns, einander das Leben zu können und Frieden zu machen. Lasst uns rufen: Herr, Herr erbarme dich."

In seiner Gedenkrede zum Volkstrauertag, prangerte Grollius die Umstände der aktuellen Kriege in der Ukraine, im Libanon und den Überfall im GAZA-Streifen an. Kriege würden immer zivile Opfer fordern, die nur unnötiges Leid über die Menschen bringen. Durch Kriege würde nicht nur der Verteidiger, sondern auch der Angreifer und die gesamte Menschheit in Mitleidenschaft gezogen. Die unerträglichen Folgen von Kriegen sind Hungersnöte, Hungertod, Erfrierungen, Isolationen, Gefangenschaft und Flucht. Machtgier, Neid und Religionen wären die Gründe, warum einzelnen Menschen oder Gruppen, sich das Recht herausnähme, Kriege anzuzetteln.




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Michael Schäfer gedachte in seiner Rede den Opfern der Weltkriege, der Soldaten, der Vertriebenen und der Flüchtlinge, aber auch denen, die ums Leben kamen, weil sie Widerstand gegen Gewaltherrschaft geleistet haben, oder weil sie an ihrer Überzeugung, oder an ihrem Glauben festhielten. "Wir trauern um die Opfer der Kriege und Bürgerkriege unserer Tage, um die Opfer von Terrorismus und politischer Verfolgung, um die Bundeswehrsoldaten und anderen Einsatzkräfte, die im Ausland ihr Leben verloren haben", sagte Schäfer.

Anschließend erfolgte die Kranzbiederlegung am Fliegerkreuz, begleitet von dem Trompetensolo "Der gute Kamerad", gespielt von Daniel Marschall vom Posaunenchor Dreisbach. Vor den Schlussworten von Klaus Grollius intonierte Daniel Marschall die deutsche Nationalhymne, mitgesungen von den Besuchern, wie immer, ein unter die Haut gehender Moment.

Mahnende Worte zum Abschluss der Gedenkfeier
In seinem Schlusswort zitierte Klaus Grollius unter anderem John F. Kennedy: "Die Menschheit muss dem Krieg ein Ende setzen, oder der Krieg setzt der Menschheit ein Ende." Auch die Worte von Albert Schweitzer ergaben Sinn: "Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens und ihre Bedeutung als solche, wird immer mehr zunehmen."

Mit diesen Worten endete eine würdevolle Veranstaltung, die das Angedenken und die Erinnerung an die Verstorbenen in Ehren hielt. (Wolfgang Rabsch)



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