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Nachricht vom 30.11.2024    

Weihnachtsdorf Waldbreitbach erscheint nun acht Wochen lang in festlichem Glanz

Von Helmi Tischler-Venter

Am Freitagabend, dem 29. November stand Martin Lerbs, der erste Vorsitzende des Weihnachtsdorf-Vereins, mit dem Christkind Anna Lena Haakert, Gästeführerin Ulrike Kesselheim und Bürgermeisterin Monika Kukla auf dem Waldbreitbacher Marktplatz am Mikrofon des Feuerwehrautos, um die zahlreichen Gäste zu informieren und zusammen mit den anwesenden Kindern die vielen Attraktionen zum Leuchten zu bringen.

Fotos: Wolfgang Tischler

Waldbreitbach. Die Kinder waren mit selbstgebastelten Fackeln, Leuchtkugeln und Laternen erschienen. Der Veranstalter gab zusätzlich Feuerfackeln aus. In der Dunkelheit kamen die Lichter ausgezeichnet zur Geltung. Der Musikverein Wiedklang, der den Fackelzug bis zum Ende begleitete, stimmte "Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen" an, als auf das Kommando der Kinderschar die 10.000 LED-Lichter am 18 Meter hohen Zunftbaum aufleuchteten. Eine Krippenszene läuft rund um den Ständebaum, der seit 2018 die erste Attraktion des Krippenwegs darstellt. Zu allen Stationen gab Ulrike Kesselheim kurze Erklärungen zur Geschichte ab.

Die Weihnachtsfreunde bewegten sich in den Schmidtepark auf die gegenüberliegende Straßenseite. Dort wurde 2012 eine Freiland-Wurzelkrippe aufgebaut, weil damals die Wurzelkrippe in der Pfarrkirche wegen Renovierungsarbeiten nicht aufgebaut werden konnte. Seither kann man jedes Jahr die große Krippe mit Heiligen- und Tierfiguren im Park bewundern.

Das Christkind animierte die Kinder, mit Angehörigen zum Weihnachtsmarkt wiederzukommen und die Leuchtkugeln wieder mitzubringen. Im Gegenzug versprach das Christkind, die Wünsche auf den Wunschzetteln zu beachten.

Ein langer Menschenzug zog zur Weihnachtspyramide an der Kirchtreppe, die 1997 als erstes Weihnachtssymbol aufgestellt wurde. Da die Kinder sich an Weihnachten am meisten auf die Geschenke freuen, wurde erst einmal ein großer Geschenkestapel um den Wunschbrunnen illuminiert, bevor die Kerzen an der großen Weihnachtspyramide mit Drehelementen leuchteten. Kesselheim erläuterte, dass die acht Meter hohe Pyramide nach den Plänen der Pyramiden erbaut wurde, die zum ersten Mal im Erzgebirge kreiert und in die Häuser gebracht worden waren. Vier große Figuren aus dem Erzgebirge flankieren die Kirchtreppe selbst.

Viele Elemente haben mit dem Bergbau zu tun, so auch die Schwippbogen-Krippe in einer Vitrine. Ganz im Freien leuchtet der Stolz der Gemeinde Waldbreitbach, der riesengroße "Stern von Bethlehem" - ein weithin sichtbarer Komet, bestehend aus einer 3,5 Kilometer langen Lichterkette mit 3.500 Glühbirnen, die seit 25 Jahren erstrahlen. Für diese Attraktion werden ganz viele Helfer benötigt, die die Lichterkette an 3,5 Meter hohen Stangen aufhängen.




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Drei Schaukästen am Wiedufer werden alljährlich von privater Seite bestückt und gepflegt. Überhaupt fühlen sich die Einwohner des Weihnachtsdorfs zur Mitarbeit verpflichtet: In vielen Vorgärten, in Schaufenstern, an Häusern und Hecken findet man liebevoll gestaltete Krippen-Ensembles, als Beweis für die 2018 zurecht verliehene Auszeichnung "Best Christmas City".

Mit "Kling Glöckchen" lockten die Wiedklang-Musiker die Prozession zu weiteren großen Attraktionen an die Wied. Der voll erleuchtete Adventskranz spiegelte sich prächtig im Wasser und bildete mit den dekorierten Gebäuden im Hintergrund ein festliches Bild, besonders gut von der Brücke aus zu sehen. Auf der gegenüberliegenden Brückenseite zieht die "schwimmende Krippe" seit zehn Jahren die Blicke auf sich. Sie ist einem Scherenschnitt nachempfunden, eine edle, acht Meter breite Silhouette mit Weihnachtsbaum und 1,80 Meter hohen Figuren.

Zwar spielten die Musiker mehrfach "Schneeglöckchen, weiß Flöckchen", aber der Schnee blieb in den Wolken. Stattdessen war es trocken, knackig kalt und klar, optimal für eine Wanderung mit Christkind.

Die Krippe und der Adventskranz sind die häufigsten Fotomotive. Alle Attraktionen sind über 35 Jahre hinweg gewachsen. Den Abschluss bildete der Adventskalender am Handwerksmuseum in der Ölmühle. An der Endstation waren zur Freude der Besucher bei Wiedklang-Sound Getränke und Döppekuchen erhältlich.

Bis zum letzten Sonntag im Januar bleibt der stimmungsvolle Krippenweg im Weihnachtsdorf aufgebaut, kann täglich besucht werden und der Eintritt ist frei. Offene Führungen finden samstags und sonntags statt. Gruppenführungen können jederzeit gebucht werden. Am 2. und 3. Adventwochenende findet der Christkindchenmarkt mit regionalen Ausstellern statt. Das Christkind schaut dort mit kleinen Geschenken vorbei und steht für Fotos bereit. Auf der Bühne spielen Musikvereine und Musiker aus der Region. Das Weihnachtsdorf Waldbreitbach hat sich auf viele Besucher vorbereitet. htv


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