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Nachricht vom 29.02.2012 - 23:55 Uhr    

Gemeinderat Oberdreis tagte und bewertet das Votum der Bürger

Große Mehrheit stimmte für die Erstellung eines avifaunistischen Gutachtens – Bürgermeister Kunz sieht große Zustimmung für Windkraft in der Bevölkerung

Oberdreis. Direkt nach der Bürgerbefragung zur Windkraft am Sonntag (26.2., wir berichteten), tagte am Montagabend (27.2.) der Gemeinderat von Oberdreis. Einer der Tagesordnungspunkte war: „Beratung und Beschlussfassung über die Teilnahme an dem avifaunistischen Gutachten der Verbandsgemeinde Hachenburg zur Überprüfung von potentiellen Windkraftstandorten.“

Wie die Bürger stimmt der Gemeinderat überwiegend mit „Ja“, also für die Windkraftplanung. Foto: Wolfgang Tischler

Die Fraktion Gläser-Wolf verlas in der Sitzung folgende Stellungnahme: „Wir haben uns über die relativ hohe Beteiligung gefreut, was darauf hindeutet, dass dieses Thema den Bürgern doch wichtig ist. Wir nehmen das Ergebnis dieser Abstimmung zur Kenntnis. Von einem klaren Votum für eine Beteiligung können wir jedoch nur im Ortsteil Lautzert sprechen. Die anderen Ortsteile, Dendert, Oberdreis und Tonzeche konnten sich nicht eindeutig für oder gegen eine Beteiligung aussprechen. Wir werden die Untersuchungen und das Ergebnis des Gutachters abwarten.“

Oliver Leicher meinte zu dem Tagesordnungspunkt: „Als Sprecher der Fraktion und einer der Getreuen bin ich natürlich mit dem Ausgang der Bürgerbefragung vom gestrigen Tag, angesichts der doch vielleicht nicht in dieser Höhe zu erwartenden klaren Mehrheit für ein Engagement, sich am avifaunistischen Gutachten und am Verfahren in Zusammenarbeit mit der VG- Hachenburg zu beteiligen, sehr zufrieden. Das Votum bestärkt uns in der Meinung auf dem richtigen Weg zu sein und ein Zeichen für unsere Bürgerinnen und Bürger, gerade auch für die Kinder und Jugendlichen, zu setzen und in eine starke Gemeinde mit Zukunft zu investieren. Die hohe Wahlbeteiligung in allen Ortsteilen zeugt von einem großen Interesse am Dialog zum Thema Windkraft, diesen wollen wir auch führen und weiter ausbauen.

Auch den Ausgang der Befragung in Berod sehen wir positiv und als echtes Zeichen von Demokratie über die Gemeindegrenzen hinaus zusammenzuarbeiten, um ein solches Projekt gemeinschaftlich umzusetzen. Die Fraktionsgemeinschaft Klein-Ventur/Leicher wird deshalb geschlossen dafür Stimmen sich am Verfahren zu beteiligen.“
Das Abstimmungsergebnis im Rat spiegelte die Statements der beiden Fraktionen wieder. Von der Gruppe Klein-Ventur/Leicher stimmten alle Mitglieder für das Gutachten. Ansonsten gab es eine Gegenstimme bei vier Enthaltungen.

Bereits vor der Sitzung hatte sich der Puderbacher Verbandsbürgermeister Wolfgang Kunz gegenüber dem NR-Kurier wie folgt geäußert: „Ich finde es sehr positiv, dass man den Bürgern die Möglichkeit gegeben hat mit über die Windkraft in ihrem Umfeld zu entscheiden. Da die Windkraftgegner eher zur Wahl gehen als die Befürworter, ist das positive Ergebnis um so höher zu bewerten. Ich möchte darauf hinweisen, dass noch lange keine Entscheidung für die Windkraft gefallen ist. Diese Entscheidung wird ganz klar von den noch zu erstellenden avifaunistischen Gutachten abhängig sein.“ Wolfgang Tischler

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