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Pressemitteilung vom 18.12.2024    

Gedenkkreuz für abgestürzten B-17 Bomber restauriert – Erinnerung an die Luftschlacht von 1944

Am 22. Februar 1944 wurde der Himmel über Deutschland von einer gewaltigen Luftschlacht erleuchtet. Inmitten dieser dramatischen Auseinandersetzungen stürzte eine B-17 "Fliegende Festung" nahe Daaden ab, was den Tod vieler Besatzungsmitglieder zur Folge hatte. Ein Gedenkkreuz erinnert nun an den Absturz, das kürzlich restauriert wurde.

Michael Güdelhöfer (2.v.r.) ist vor einiger Zeit auf Stadtbürgermeister Walter Strunk und Haubergsvorsteher Fritz-Otto Klotz (2.v.l.) zugekommen. Es war sein Ansinnen, die verfallene Gedenkstätte wieder herzurichten. Der Stadtbürgermeister hat diesem Plan natürlich gerne zugestimmt. Im Herbst konnte die restaurierte Gedenkstätte mit dem von Andreas Heidrich (rechts) neu angefertigten Kreuz wieder ihrer Bestimmung übergeben werden. Die Messingtafel wurde mit Unterstützung von Dieter Hild (Geschichtsverein Herborn, links) und Michael Güdelhöfer hergestellt. (Bildquelle: Verbandsgemeindeverwaltung Daaden-Herdorf)

Daaden. Die B-17, die während eines Angriffs auf Deutschland unterwegs war, wurde von deutschen Jagdflugzeugen des Typs Focke-Wulf 190 und Messerschmitt 109 attackiert. Die Besatzung kämpfte bis zum letzten Moment, doch die Maschine konnte nicht mehr gerettet werden und stürzte in einem Waldstück bei Daaden ab. Acht der Besatzungsmitglieder starben sofort, während ein weiterer schwer verletzt wurde und später an seinen Verletzungen verstarb.

Ein Zeitzeuge erzählt
William L. Huddelston war damals Bordschütze in einer dieser "Fliegenden Festungen". Er berichtet von dem Tag, als eine B-17 von deutschen Jagdflugzeugen abgeschossen wurde:

"Wir starteten an diesem Tag von dem englischen Flugplatz Thurleigh aus, um Bernburg anzugreifen. Gegen 15 Uhr wurden wir von deutschen Jagdflugzeugen des Typs Focke Wulf 190 und Messerschmitt 109 angegriffen. In einer Höhe von etwa 20.000 Fuß (6,1 km) wurden wir von den Geschossen eines Jagdflugzeuges getroffen. Die 2 cm Geschosse schlugen in den Rumpf sowie Tragfläche und Motoren ein. Ich wusste, dass unser Flugzeug jeden Moment explodieren konnte, also legte ich mir meinen Fallschirm an und wollte aus der Maschine springen. Als ich mich umdrehte, sah ich meinen Kameraden Jack Osborn am Boden liegen. Ich wollte zu ihm gehen, um ihm zu helfen, als das Heck der Maschine abbrach und ich herausgeschleudert wurde.

Während ich zur Erde glitt, schaute ich mich um, in der Hoffnung, noch andere Fallschirme zu sehen, aber ich war der einzige. Ich landete auf einem Berg in kniehohem Schnee. Um einer Festnahme zu entgehen, wickelte ich mich in meinen Fallschirm ein. Nach einer kurzen Weile hörte ich Stimmen. Da wusste ich, dass sie mich gefunden hatten. Ich wurde von Soldaten festgenommen und zum Verhör in den kleinen Ort Daaden (er kannte den Ort nicht) am Fuße des Berges gebracht. Bei meinem Sprung aus der Maschine hatte ich meine Stiefel verloren, und so musste ich ohne Schuhe von der Spitze des Berges zu Fuß durch den Schnee ins Tal gehen.




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Das Verhör wurde von einer englisch sprechenden Frau unter Aufsicht meiner Bewacher durchgeführt. Nach Beendigung des Verhöres fragte ich, ob man mir ein Paar Stiefel besorgen könne, denn ich fror sehr an meinen Füßen. Zu meiner Überraschung bekam ich nach einer Weile ein Paar Militärstiefel Größe 12. Ich trug nur Größe 8, war aber dankbar für die warmen Schuhe.“

Der Gedenkort und die Restaurierung
An der Absturzstelle wurde 1993 ein Gedenkkreuz errichtet, das nun nach Jahren der Witterungseinflüsse restauriert wurde. Michael Güdelhöfer, ein Forscher der Luftkriegsgeschichte, spielte dabei eine entscheidende Rolle. Er verfolgt seit über 30 Jahren die Geschichte der Luftschlachten im Landkreis Altenkirchen und hat zahlreiche Kontakte zu Überlebenden und deren Familien aufgebaut.

Gedenken an die Opfer und ihre Familien
Der Gedenkort bei Daaden erinnert nicht nur an die gefallenen Soldaten, sondern auch an die tiefen Verbindungen, die durch die jahrelange Recherche und die Pflege der Erinnerung entstanden sind. Besonders für Bill Huddleston, einen der Überlebenden der Crew, war der Besuch des Gedenkorts eine emotionale Reise zurück zu den Ereignissen, die sein Leben für immer prägten.

Forschung und Erinnerung bewahren
Güdelhöfer setzt seine Arbeit fort, um weitere Informationen über die Absturzstellen und die Geschichten der betroffenen Soldaten zu sammeln. Durch die kontinuierliche Forschung bleibt das Erbe dieser dramatischen Zeit lebendig, und es wird sichergestellt, dass auch zukünftige Generationen sich der Opfer und Helden des Zweiten Weltkriegs bewusst bleiben.

Weitere Informationen zur Luftkriegsgeschichte und zur Erforschung der Absturzstellen können bei Michael Güdelhöfer eingeholt werden. (PM/Red)


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