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Nachricht vom 06.03.2012 - 09:02 Uhr    

BUND startet Projekt "Wiesenbotschafter"

Das Projekt "Wiesenbotschafter" des BUND Rheinland-Pfalz startet mit reger Beteiligung im Forstlichen Bildungszentrum Hachenburg. Blumenwiesen als Biotope zu erhalten und zu schützen, ihre Wertschätzung zu steigern - darum geht es im Projekt. Weitere Veranstaltungen sollen folgen und es soll einen Wiesenwettbewerb geben.

Dipl. Biologin Jutta Schreiner vom BUND Mainz und die Organisatoren Harry und Gabriele Neumann (v.links) informierten zum Projekt. Foto: Wolfgang Tischler

Hachenburg. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Rheinland-Pfalz bietet ab diesem Frühjahr ein neues Projekt für ehrenamtliches Engagement und persönliche Weiterbildung an. Die erste Auftaktveranstaltung zum Projekt „Blumen- und Schmetterlingswiesen in Rheinland-Pfalz" fand am vergangenen Freitag in Hachenburg im Forstlichen Bildungszentrum statt.

Die Organisatoren Gabriele und Harry Neumann vom BUND Westerwald freuten sich, über 50 interessierte Besucher begrüßen zu können. Engagierte BUND-Mitglieder aus den Kreisgruppen Westerwald, Altenkirchen, Neuwied und Mayen-Koblenz folgten den Ausführungen der für das Projekt zuständigen Diplombiologin Jutta Schreiner. Sie begründete die Projektauswahl mit der Tatsache, dass Kulturgraslandschaften zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas gehören und in Deutschland mehr als 2000 Pflanzenarten auf Grünland vorkommen. Das sind 52 Prozent des Artenbestands überhaupt. In Rheinland-Pfalz sind 34,7 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Dauergrünland.

Blumenbunte Wiesen und farbenprächtige Schmetterlinge werden als schön empfunden, was Harry Neumanns Fotoschau von einheimischen blumenbunten Wiesen eindrucksvoll bewies. Sie sind für die Landschaft unverzichtbar und als touristische Attraktion nicht zu unterschätzen. Der BUND verfolgt das Ziel, ihre Wertschätzung zu steigern und Landwirte oder Flächeneigner als Kooperationspartner zu gewinnen, damit möglichst viele der schönen artenreichen Mähwiesen mit kleinräumig wechselnden Standortbedingungen für kommende Generationen erhalten bleiben.

Außer den Fortbildungsveranstaltungen für „Wiesenbotschafter“ wird es für Landwirte und Flächeneigener einen Wiesenwettbewerb in der Region Westerwald/Altenkirchen geben. Zudem soll die Öffentlichkeit durch eine Wanderausstellung und eine Projektmappe informiert werden. Weitere Informationen liefert die Internetseite www.blumenwiesen-rlp.de. (Wolfgang Tischler)



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