Werbung

Pressemitteilung vom 03.01.2025    

Wiederholte DRK-Insolvenzen: CDU-Politiker stellen Anfrage an Gesundheitsminister Clemens Hoch

Am Freitag (6. Dezember 2024) wurde bekannt gegeben, dass die DRK-Kliniken in Altenkirchen, Kirchen, Hachenburg, Neuwied und Alzey erneut Insolvenzanträge stellen müssen. Daraufhin haben Ellen Demuth, Jennifer Groß, Dr. Matthias Reuber und Michael Wäschenbach (alle CDU) eine kleine Anfrage an Gesundheitsminister Clemens Hoch gestellt, welche nun beantwortet wurde.

Symbolbild

Region. Die erneute Insolvenzkrise der DRK-Kliniken in Altenkirchen, Kirchen, Hachenburg, Neuwied und Alzey wirft viele Fragen auf, so auch bei Ellen Demuth, Jennifer Groß, Dr. Matthias Reuber und Michael Wäschenbach, die sich mit ihren Fragen an Gesundheitsminister Clemens Hoch wandten.

Welche Gespräche zwischen der Landesregierung und der DRK-Trägergesellschaft über die wirtschaftliche Situation des Trägers haben in den letzten drei Monaten stattgefunden? Wann hat die Landesregierung die ersten Informationen über ein mögliches erneutes Insolvenzverfahren der DRK-Trägergesellschaft erhalten? Am Dienstag (8. Oktober 2024) haben sowohl Vertreter der gemeinnützigen DRK-Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz mbH als auch Minister Hoch an der Sitzung des Kreistags Altenkirchen teilgenommen, in der die Versorgung im Landkreis Altenkirchen nach dem Ende der Insolvenz in Eigenverwaltung der DRK-Gesellschaft diskutiert wurde.

Drei Wochen später hat am Dienstag (29. Oktober 2024) ein Treffen von Minister Hoch mit Vertretern der DRK-Gesellschaft stattgefunden, in dem über die schwierigen Verhandlungen mit der Zusatzversorgungskasse und über die im Hinblick auf das Jahresende kritischen Zeitabläufe informiert wurde. In diesem Kontext wurde auch erörtert, dass eine Insolvenz die Folge wäre, wenn keine Verständigung mit der Zusatzversorgungskasse gefunden wird. Die Verhandlungen mit der Zusatzversorgungskasse liefen aber weiterhin mit einer realistischen Erfolgschance.

Minister Hoch wurde schließlich am Mittwoch (4. Dezember 2024) informiert, dass die DRK-Gesellschaft auf die betroffenen Landkreise zugehe, um über die dann zugespitzte Lage beziehungsweise das Scheitern der Verhandlungen mit der Zusatzversorgungskasse zu sprechen. Am Donnerstag (5. Dezember 2024) wurde von der DRK-Gesellschaft ein Entwurf für eine Pressemitteilung übersandt, die die Insolvenzantragstellung bekannt geben sollte.

Im Vorfeld der Termine gab es Kontakte zur Terminvereinbarung und -vorklärung. Insbesondere gab es Ende September mehrere Kontakte zur Aufklärung der seinerzeit aufkommenden Gerüchte über eine beabsichtigte Schließung der Pädiatrie im Krankenhaus Kirchen.

Welche konkreten Auswirkungen hat das erneute Insolvenzverfahren auf die genannten Krankenhausstandorte?
Da die Bundesagentur für Arbeit auch in diesem Insolvenzverfahren das Insolvenzgeld zahlen wird, geht der Betrieb an allen Standorten für die Dauer der Zahlung des Insolvenzgeldes weiter. Das Insolvenzgeld wird für drei Monate gezahlt. Während dieser Zeit wird der Insolvenzverwalter die Voraussetzungen für eine Fortführung des Betriebs der Standorte prüfen und Lösungen suchen. Insoweit gibt es keine Unterschiede bezüglich einzelner Standorte.




Stellenanzeigen | WesterwaldJobs

Sachbearbeiter (m/w/d) Organisation und Verwaltung

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Gruppenleitung (m/w/d) in der Werkstatt

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Pädagogische Fachkraft (m/w/d) für die Tagesförderstätte

Lebenshilfe im Landkreis Altenkirchen GmbH
57632 Flammersfeld

Mitarbeiter für Wasserzählerwechsel (m/w/d)

Verbandsgemeindeverwaltung Altenkirchen-Flammersfeld
57610 Altenkirchen (Westerwald)

Mehr Westerwald Jobs entdecken    |    ⇒ Stellenanzeige schalten


Bezogen auf den Standort Neuwied wurde bereits mitgeteilt, dass der Insolvenzverwalter konstruktive Gespräche mit dem Träger des Marienhaus Klinikums St. Elisabeth Neuwied aufgenommen habe, um eine Fortführung zu sichern. Hinsichtlich der Fortführung der Krankenhäuser in Kirchen, in Hachenburg und auch der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Altenkirchen hat das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit gegenüber dem Insolvenzverwalter zum Ausdruck gebracht, dass die Häuser für die Versorgung im Westerwald benötigt werden. Insbesondere die Geburtshilfe und die Pädiatrie in Kirchen, aber auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Altenkirchen müssen aufrechterhalten werden.

Welche konkreten Auswirkungen hat das erneute Insolvenzverfahren auf die geplante Errichtung eines großen Westerwaldklinikums?
Nach wie vor erscheint es für die künftige Versorgung des Westerwaldes sinnvoll, an einem zentralen Ort im Westerwald einen größeren Neubau anzusiedeln. Inwieweit der bisherige Träger nach Beendigung des Insolvenzverfahrens die Fortführung des Neubauprojektes beabsichtigt oder dazu wirtschaftlich in der Lage ist, kann derzeit noch nicht abschließend bewertet werden.

Hat die Landesregierung in den vergangenen Monaten Gespräche mit anderen Trägern über die Zukunft der genannten Krankenhäuser geführt?
Selbstverständlich wurde bei Gesprächen mit anderen Trägern die Versorgungssituation im Westerwald auch thematisiert. Da aber nur der bisherige Träger bzw. jetzt der Insolvenzverwalter Verhandlungen mit anderen Trägern über mögliche Kooperationen oder Übernahmen sprechen kann, ging es dabei nie um konkrete Veränderungen in der Trägerschaft eines der von der Insolvenz betroffenen Häuser.

Wie hat sich die Landesregierung in den vergangenen Monaten auf ein mögliches erneutes Insolvenzverfahren der DRK-Trägergesellschaft vorbereitet? Welche Auswirkungen auf die gesundheitliche Versorgung im nördlichen Rheinland-Pfalz erwartet die Landesregierung durch das Insolvenzverfahren der DRK-Trägergesellschaft?
Es gibt insbesondere zur Versorgungslage im Westerwald eine sehr klare Einschätzung der Versorgungssituation. Wie oben zu Frage drei ausgeführt, hat das Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit gegenüber dem Landkreis Altenkirchen deutlich gemacht, wie wichtig die Sicherstellung der Versorgung ist und welche Verpflichtungen sich auch für diese Kommunen daraus ergeben kann.

Im Landkreis Neuwied stellt sich die Situation dergestalt dar, dass in der Stadt Neuwied neben dem DRK-Krankenhaus in unmittelbarer Nachbarschaft zu Koblenz ein weiteres Krankenhaus existiert. Hier wurden bereits Gespräche mit einem anderen Träger aufgenommen.

In Alzey befinden sich ebenfalls mit Worms und Kirchheim-Bolanden weitere Krankenhäuser in erreichbarer Nähe. Darüber hinaus zeigen die Erkenntnisse aus dem bisherigen Verfahren, dass die Rahmenbedingungen dort eher den wirtschaftlichen Betrieb eines Krankenhauses erlauben als im nördlichen Westerwald.

(PM/red)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung   CDU   Insolvenz DRK Trägergesellschaft  
Lokales: Hamm & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Region


Strom sparen leicht gemacht - auch in den Sommerferien: Tipps zum Energiesparen während des Urlaubs

Die Verbraucherzentrale NRW gibt wertvolle Ratschläge, wie man während des Urlaubs Energie und Geld sparen ...

Kurs zur ambulanten Hospizbegleitung startet im Oktober 2026

Der Ambulante Hospizdienst für den Oberkreis Altenkirchen plant ab Oktober 2026 einen neuen Kurs, um ...

Deutschlands schönster Wanderweg 2026: Bätzing-Lichtenthäler gratuliert zum Druidensteig-Erfolg

Der Druidensteig im Westerwald hat eine bedeutende Auszeichnung erhalten. Beim Wandermagazin wurde er ...

Zeugen gesucht: Streit auf Parkplatz in Betzdorf

In Betzdorf kam zu einem lautstarken Streit zwischen vier jungen Menschen. Die Polizei ermittelt wegen ...

Unfallflucht in Wissen: Unbekannter beschädigt Firmenfahrzeug

In der Nacht von Montag auf Dienstag (13./14. Juli 2026) kam es in Wissen zu einer Unfallflucht. Ein ...

Verkehrskontrollen in Steimel und Altenkirchen: Mehrere Verstöße festgestellt

Am Montag (13. Juli 2026) führten Beamte der Bereitschaftspolizei Koblenz Verkehrskontrollen im Bereich ...

Weitere Artikel


Freie Wähler nominieren Carsten Zeuch als Direktkandidaten für den Bundestag

Die Freien Wähler im Kreis Altenkirchen und Kreis Neuwied haben auf ihrem Kreissonderparteitag einstimmig ...

Gemeldeter Dachstuhlbrand in Altenkirchen: Zahlreiche Rettungskräfte wurden alarmiert

Am Freitag (3. Januar) wurde der Leitstelle Montabaur, gegen 16.23 Uhr, über den Notruf 112, ein Dachstuhlbrand ...

Nach JHV des Fördervereins der FFW Katzwinkel: Neuer PickUp kann besichtigt werden

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Katzwinkel e.V. veranstaltet am 17. Januar seine Jahreshauptversammlung. ...

Westerwaldwetter: Dauerfrost, Schnee und Glatteisregen

Mit einer nordwestlichen Strömung fließt kalte Meeresluft polaren Ursprungs in den Westerwald und leitet ...

Maxwäll-Energie Genossenschaft fördert regionale Projekte im Westerwald

Die Maxwäll-Energie Genossenschaft eG zeigte Engagement für die Region Westerwald. Im Jahr 2024 unterstützt ...

Daniel Mannweiler erreicht Podestplatz beim Silvesterlauf in Bad Kreuznach

Beim traditionellen Silvesterlauf in Bad Kreuznach sicherte sich Daniel Mannweiler vom SRS e.V. Altenkirchen ...

Werbung