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Pressemitteilung vom 13.01.2025    

Erster Fischotternachweis im Westerwald seit 1988

Der Fischotter, ein Symbol für gesunde Gewässer und eine vielfältige Natur, hat den Westerwald nach Jahrzehnten zurückerobert. Ein herausragender Erfolg des Projekts „Otterland Rheinland-Pfalz“ wurde Ende 2024 erzielt, als erstmals seit 1988 ein Fischotter in dieser Region nachgewiesen werden konnte. Der Nachweis wurde durch die Hilfe von Artenspürhunden des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) erbracht und ist ein bedeutender Schritt für den Schutz dieser bedrohten Art.

Symbolbild (Quelle: pixarbay)

Region. Der Fischotter war früher weit verbreitet und an vielen Gewässern in Rheinland-Pfalz heimisch. Doch durch menschliche Eingriffe, wie Lebensraumzerstörung und Verschmutzung, geriet die Art zunehmend in Gefahr und verschwand aus vielen Regionen. Der aktuelle Nachweis eines Fischotters im Westerwald ist daher ein Erfolg für die Natur- und Umweltpolitik des Landes und ein wichtiges Signal für die Qualität der dortigen Gewässer. Der Nachweis erfolgte anhand einer Losung (Kot), die eindeutig als die eines Fischotters identifiziert wurde. Dies zeigt, dass sich diese Tierart auf natürliche Weise wieder in der Region ansiedelt.

Das Projekt „Otterland Rheinland-Pfalz“
Das Projekt „Otterland Rheinland-Pfalz“, das Anfang 2024 ins Leben gerufen wurde, verfolgt das Ziel, den Fischotter in seiner natürlichen Umgebung zu unterstützen und seine Rückkehr in die heimischen Gewässer langfristig zu sichern. Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) ist Träger des Projekts und setzt dabei auf eine umfassende Datenerhebung. Dies beinhaltet nicht nur die Dokumentation und Analyse der Gefährdungen für den Fischotter, sondern auch die aktive Suche nach Nachweisen seiner Präsenz. Zudem wird die Öffentlichkeit über die Bedeutung des Fischotters und den Fortschritt des Projekts informiert.

Schutzmaßnahmen und Herausforderungen
Der Nachweis eines Fischotters im Westerwald verdeutlicht die Notwendigkeit, die Lebensräume des Tieres weiter zu schützen und auszubauen. Umweltministerin Katrin Eder, die auch Vorsitzende der SNU ist, betont, dass der Rückkehr des Fischotters eine größere Bedeutung zukommt: „Dass sich größere Säuger wie der Fischotter wieder ansiedeln, ist ein Zeichen für ein ausgewogenes und gesundes Ökosystem." Eder unterstreicht, dass die Rückkehr der Art die Qualität der Gewässer und Flusslandschaften widerspiegelt. Der Erfolg des Projekts erfordert nun die kontinuierliche Zusammenarbeit mit verschiedenen Stakeholdern, wie Kommunen und Bauträgern, um den Fischotterschutz langfristig in Planungen und Maßnahmen zu integrieren.




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Das Vorhaben geht weiter
Das Projekt „Otterland Rheinland-Pfalz“ setzt auf eine schrittweise und nachhaltige Entwicklung der Fischotterpopulation. Dabei ist die Vernetzung der Lebensräume eine zentrale Maßnahme. Ein wichtiges Ziel des Projekts ist es, den Dialog zwischen den verschiedenen Akteuren, wie Kommunen und Umweltorganisationen, zu fördern, um die Bedingungen für die Rückkehr des Fischotters weiterhin zu verbessern.

Der Blick in die Zukunft
Der Fischotter wird als eine der am stärksten gefährdeten Säugetierarten in Mitteleuropa bezeichnet, doch die fortschreitenden Schutzmaßnahmen haben zu einer erfreulichen Ausbreitung geführt. Seit 2016 wurde in Rheinland-Pfalz kein Fischotter mehr an der Nahe gesichtet, was die Bedeutung des jüngsten Nachweises in der Region unterstreicht. Das Projekt zeigt, dass mit gezielten Maßnahmen und gemeinschaftlicher Zusammenarbeit der Fischotter wieder seinen Platz in den Gewässern finden kann.

Weitere Informationen zum Projekt sind unter folgendem Link zu finden: Fischotter Projekt Rheinland-Pfalz. (PM/Red)


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