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Pressemitteilung vom 20.01.2025    

Zuckerwatte aus Eis: Zauberhafte Eisfäden überall im Westerwald

VIDEO | In den stillen Nächten nach feuchten Tagen zeigt sich ein seltenes Naturphänomen in den Wäldern. Lange, weiße Eishaare wachsen auf Totholz und verzaubern die Umgebung. Doch was steckt hinter dieser faszinierenden Erscheinung?

Ein kleines Wunder der Natur. (Quelle: Shutterstock)

Region. Nach einer Periode feuchter Tage, gefolgt von ruhigem Wetter mit Nachtfrösten, entsteht in den Wäldern etwas ganz Besonderes: Haareis. Dieses Phänomen, das wie Zuckerwatte aussieht, ist an abgestorbenen Ästen von Laubbäumen zu finden. Die haarfeinen, gewellten Fäden bilden sich in wattebauschartigen Büscheln an rindenfreien Stellen des Totholzes. Sie dürfen nicht mit Raureif verwechselt werden.

Meteorologische Faktoren spielen eine entscheidende Rolle bei der Bildung dieser Eisfäden. "Haareis bildet sich nur bei Temperaturen knapp unter 0 Grad, hoher Luftfeuchtigkeit und Windstille", erklärt Björn Goldhausen, Meteorologe von WetterOnline. Diese Bedingungen sind meist nachts gegeben, sodass die Eisgebilde am Morgen schnell wieder schmelzen. Im Gegensatz zu anderen Eisformen wachsen die Eishaare ohne Verzweigung in eine Richtung und können bis zu 10 Zentimeter lang, aber nur 0,02 Millimeter dick werden.




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Haarwuchs dank Pilzen und nur in Laubwäldern
Die Entstehung von Haareis ist eng mit einem bestimmten Pilz verbunden, der auf Totholz wächst. Der winteraktive Schimmelpilz Exidiopsis effusa beeinflusst die Kristallisation des Eises durch die Freisetzung von Stoffen, die große Eiskristalle verhindern. Durch die fortlaufende Feuchtigkeitszufuhr aus dem Holz wachsen die Eishaare mit einer Geschwindigkeit von 5 bis 10 Millimetern pro Stunde. Solange das Holz feucht bleibt und die Temperaturen passen, kann dieses Phänomen Nacht für Nacht beobachtet werden. (PM/Red)

Video: Zeitraffer - Haareis kann in einer Nacht 10 Zentimeter wachsen
(Quelle: WetterOnline)


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