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Nachricht vom 25.01.2025    

Hochwasserschutz rund um Altenkirchen: Kommunale und private Maßnahmen notwendig

Von Klaus Köhnen

Die Verwaltung und die verantwortlichen Planer hatten für Donnerstag, den 23. Januar, zum Thema "Hochwasserschutz" in das Altenkirchener Rathaus eingeladen. Joachim Schuh von der VG-Verwaltung begrüßte die Gäste und erläuterte kurz den Ablauf. VG-Bürgermeister Fred Jüngerich ging kurz auf den Verlauf des Konzeptes ein.

Das Konzept wurde in einer Abschlussveranstaltung vorgestellt (Bilder: kkö)

Altenkirchen. Eckehard Hölzemann zeigte in seinen Ausführungen verschiedene Maßnahmen und Schwerpunkte auf. Wichtig sei in allen Bereichen: "Das Wasser muss durchs Dorf", so Hölzemann. Er erläuterte die unterschiedlichen Gefahrenpotentiale und wie ihnen begegnet werden kann. Besonders wichtig sei, dass bei neu zu errichtenden Baugebieten, unabhängig ob Wohn- oder Gewerbegebiet, der Schutz vor Hochwasser, Starkregen und sogenannten Sturzfluten, bedacht werde. Es gibt in vielen Orten, so Hölzemann, gefährdete Bereiche, die durch die Bebauung aus früherer Zeit nicht geschützt werden können. Hier sind, laut Hölzemann, die Anwohner gefragt, um ihr Anwesen zu sichern.

Wie er aufzeigte, können bereits wenige Zentimeter starke Erhöhungen vor den Lichtschächten von Kellerräumen das Risiko der Überflutung minimieren. Besonders zu bedenken sei aber, dass Kellerräume, wenn die Gefahr des Wassereinbruches besteht, nicht der Aufstellungsort für elektrische Geräte sei. Elektrische Versorgungsleitungen sollten in Kellern immer in Deckenhöhe angebracht werden, so Hölzemann weiter.

Die Referenten zeigten auf, dass rund 1400 Maßnahmen erforderlich seien. Davon liegen rund 550 in Kommunaler Verantwortung, also bei der Orts- und der Verbandsgemeinde. Die Zuläufe zu, im Normalfall ruhig fließenden, kleinen Bächen und die Unterquerung von Straßen sind fast überall die kritischen Punkte, so Hölzemann. Es müsse auf die Größe der Durchlässe Einfluss genommen werden, um die Überflutung von Straßen zu vermeiden oder mindestens zu minimieren.



Die Maßnahmen, die vorgestellt wurden, liegen in der Summe bei rund 7 Millionen Euro, wovon 60 Prozent förderfähig seien. Für die Bereitschaft, den gesamten Prozess zu begleiten, dankte Jüngerich den anwesenden Vertretern der SGD Nord. Jüngerich sagte als Schlusswort: "Starkregenvorsorge ist vor dem Hintergrund des Klimawandels zu einer essenziellen Aufgabe der Kommunen geworden. Daher war es richtig, sich dieser Thematik anzunehmen und auf die Ebene der Verbandsgemeinde zu heben. Ich bin dankbar, dass das Land Rheinland-Pfalz sowohl die Konzepte als auch die Maßnahmen finanziell unterstützt. Für die Zukunft wünsche ich mir eine Sensibilisierung in der Bevölkerung, aber auch ein Umdenken in den kommunalen Räten. Großräumige Flächenversiegelungen, insbesondere in Hanglagen, müssen der Vergangenheit angehören – ansonsten verfehlen die Maßnahmen der Starkregenvorsorge ihre Wirkung".

Nach den Vorträgen konnten sich Vertreter der Ortsgemeinden und anwesende Bürger anhand der Karten über die Maßnahmen informieren. Hölzemann und Schuh standen für Fragen zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Verbandsgemeinde unter: Hochwasser und unter Wasserportal. (kkö)


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