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Pressemitteilung vom 30.01.2025    

Erwin Rüddel fordert umfassende Reformen im Gesundheitssystem

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel sieht das deutsche Gesundheitssystem vor großen Herausforderungen, insbesondere in ländlichen Regionen. Die aktuelle Krankenhausreform der Bundesregierung könnte die Situation weiter verschärfen.

Foto: Bürgerbüro AK, Erwin Rüddel MdB

Region. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel warnt vor den Folgen der aktuellen Krankenhausreform für ländliche Gebiete, wie seine Wahlkreise Altenkirchen und Neuwied. "Besonders in überwiegend ländlich geprägten Wahlkreisen wird die Sicherstellung einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung in diesem Jahr eine der größten Herausforderungen sein", erklärt Rüddel.

Der medizinische Fortschritt führt zwar dazu, dass weniger stationäre Betten benötigt werden, was für größere Kliniken Vorteile bringt. Doch kleinere Krankenhäuser auf dem Land stehen vor erheblichen Problemen. Rüddel betont die Notwendigkeit von Versorgungssicherheit, Flexibilität, Empathie und zusätzlichen finanziellen Mitteln, um den Reformprozess zu bewältigen. "Es ist entscheidend, auf Ausnahmeregelungen für ländliche Regionen zu drängen", so der langjährige CDU-Gesundheitsexperte. Eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung sei unerlässlich, insbesondere angesichts der alternden Bevölkerung, die mehr Gesundheitsleistungen benötigt.

Die Überlastung der Notaufnahmen ist ein weiteres Problem. "Patienten warten oft stundenlang, obwohl viele Fälle ambulant behandelt werden könnten", kritisiert Rüddel. Lösungen wie gemeinsame Notfallzentren oder zentrale Leitstellen mit einheitlicher Notrufnummer könnten hier Abhilfe schaffen. Auch eine zentrale Leitstelle mit einheitlicher Notrufnummer kann mit standardisierten Verfahren die Dringlichkeit beurteilen und Patienten zielgerichtet zur passenden Behandlung weiterreichen. Digitalisierung, Telemedizin und Künstliche Intelligenz bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Verbesserung des Prozesses.



Rüddel fordert auch mehr Medizinstudienplätze, deren Wirkung allerdings erst in zehn bis 15 Jahren spürbar sein wird. Bis dahin müssen bestehende Strukturen besser verzahnt und Anreize für die Niederlassung in ländlichen Regionen geschaffen werden. Hausärzte sollten eine Steuerungsfunktion übernehmen, um Patienten effizienter durch das System zu leiten.

"Digitalisierung und Prävention werden für die Zukunft wichtige Schlüsselrollen einnehmen", ergänzt Rüddel. Er fordert eine Stärkung der Apotheken vor Ort, die durch zusätzliche Leistungen wie Arzneimitteltherapie und Diagnostik zur Stabilisierung des Systems beitragen können. Entbürokratisierung sei ebenfalls entscheidend, um Ärzte und Pflegekräfte zu entlasten und die Effizienz des Systems zu steigern.

Abschließend betont Rüddel: "Die Herausforderungen im Gesundheitssystem erfordern Mut, Flexibilität und konsequente Reformen." (PM/Red)


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