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Pressemitteilung vom 27.03.2025    

Krankenhausplan 2027: Minister Hoch gibt Einblick in die Zukunft der Kliniklandschaft Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz steht eine Neuordnung der Krankenhauslandschaft bevor. Gesundheitsminister Clemens Hoch hat erste Eckpunkte des neuen Krankenhausplans skizziert, der nach der Landtagswahl 2026 konkretisiert werden soll.

(Foto: Andreas Arnold/dpa)

Rheinland-Pfalz. Die medizinische Versorgung in Rheinland-Pfalz wird sich bis 2027 verändern, wie Gesundheitsminister Clemens Hoch betonte. Trotz der anstehenden Reformen sollen alle bestehenden Klinikstandorte erhalten bleiben. "Es wird sich für jedes Krankenhaus wahnsinnig viel ändern", erklärte der SPD-Politiker in Mainz. Die Herausforderungen wachsen mit einer alternden und wachsenden Bevölkerung, weshalb weniger Patienten nicht zu erwarten sind.

Ziel der bundesweiten Krankenhausreform ist es, die Versorgung patientengerechter zu gestalten, Krankenhäuser finanziell zu stabilisieren und spezialisierte Behandlungen zu fördern. Gleichzeitig soll die flächendeckende Versorgung, besonders in ländlichen Regionen, gesichert werden. Hoch kritisierte jedoch das bisher vorgesehene Finanzvolumen als unzureichend und forderte mehr Beachtung des ländlichen Raums.

Medizinische Versorgung
Aktuell gebe es kein Versorgungsproblem im Land, so Hoch. Fast alle Rheinland-Pfälzer erreichen innerhalb von 30 Minuten ein Krankenhaus der Grundversorgung. Dies solle auch zukünftig gewährleistet sein, obwohl der Bund 40 Minuten toleriere. Das zugrunde liegende Gutachten zeigt jedoch, dass Veränderungen notwendig sind, um Patientenströme zu optimieren und den ambulanten Bereich auszubauen.



Eine wichtige Rolle bei der Neustrukturierung sollen Regiokliniken spielen, die sowohl ambulante als auch stationäre Versorgung bieten. Diese Einrichtungen könnten je nach regionalem Bedarf unterschiedlich ausgestaltet sein. Der rechtliche Rahmen und die genaue Definition dieser Kliniken stehen jedoch noch aus.

Wie ist der Fahrplan bis zum neuen Krankenhausplan?
Der Fahrplan zum neuen Krankenhausplan sieht offene Gespräche mit Krankenhausträgern, Krankenkassen und dem medizinischen Dienst vor. Erste Konferenzen verliefen vielversprechend. Mit der Bundesverordnung für Leistungsgruppen wird bis Ende Juni gerechnet, während Strukturprüfungen ab 30. September beginnen sollen.

Die Kranken- und Pflegekassen begrüßten die Einführung verbindlicher Qualitätsvorgaben, äußerten jedoch Kritik an der Finanzierung durch Beitragszahlende der gesetzlichen Krankenversicherung. Sie fordern eine vollständige Steuerfinanzierung des Transformationsfonds.

Entscheidungen über den endgültigen Krankenhausplan fallen erst nach der Landtagswahl am 22. März 2026. "Es wird an vielen Stellen in einem Aushandlungsprozess enden", sagte Hoch. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
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