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Pressemitteilung vom 03.04.2025    

Handyverbot an Schulen in Rheinland-Pfalz: Kontroverse Diskussion im Landtag

Das Thema Handyverbot an Schulen sorgt derzeit für hitzige Diskussionen in Rheinland-Pfalz. Während Hessen bereits ein weitgehendes Verbot plant, sind die Lehrergewerkschaften im Nachbarland uneins über den richtigen Umgang mit Smartphones im schulischen Alltag.

KI im Klassenzimmer. (Foto: Roland Weihrauch/dpa)

Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz gibt es unterschiedliche Ansichten zu einem möglichen Handyverbot an Schulen. Lars Lamowski, Landesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), befürwortet eine landesweite Regelung nach hessischem Vorbild. Im Gegensatz dazu äußert sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) skeptisch. GEW-Landesvorsitzende Christiane Herz betont, dass ein pauschales Verbot nicht die wissenschaftlich belegten Nachteile intensiver Handynutzung bei Kindern und Jugendlichen löse. Sie plädiert dafür, Lösungen auf Schulebene zu entwickeln, die im Dialog mit den Schülern erarbeitet werden.

Das Thema wird im Landtag diskutiert
Derzeit ist der Gebrauch privater Smartphones in Rheinland-Pfalz nicht grundsätzlich untersagt, jedoch können Schulen deren Nutzung über die Schulordnung verbieten oder einschränken. Am Donnerstag, dem 3. April, wird der Landtag in Mainz über das Thema diskutieren. Anlass ist ein Antrag der Freien Wähler, die eine landesweit einheitliche Regelung fordern. Auch die CDU-Fraktion plant im Mai einen Vorstoß für ein weitgehendes Verbot im rheinland-pfälzischen Schulgesetz.

Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) warnt vor übereilten Entscheidungen. Sie betont, dass viele Aspekte wie Medienkompetenz und Bildschirmzeiten berücksichtigt werden müssen. "Deshalb muss man das Thema unter vielen Aspekten beleuchten", so Hubig. Der Dialog mit Lehrkräften, Schülern, Eltern und Experten sei unerlässlich, um sinnvolle Empfehlungen zu entwickeln.




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Lars Lamowski lobt das geplante Verbot in Hessen ab dem Schuljahr 2025/26 und wünscht sich eine bundesweite Lösung. Er kritisiert, dass bisher die Verantwortung auf einzelne Schulen abgewälzt wurde. Christiane Herz von der GEW sieht hingegen Probleme bei der Umsetzung eines pauschalen Verbots ohne schulinternes Konzept.

Regelungen für konfiszierte Handys
Lamowski spricht sich für ein Verbot der privaten Handynutzung in Grundschulen sowie in den Klassen fünf bis zehn aus. In höheren Klassen könne ein vernünftiger Umgang diskutiert werden. Wichtig sei, dass ein landesweites Verbot nicht die Medienerziehung ausschließe. Schulgeräte für alle könnten Ungleichheiten beseitigen. Sollte ein Verbot kommen, fordert Lamowski klare Regelungen für den Fall, dass eingezogene Handys beschädigt werden. Lehrkräfte dürften nicht für Schadenersatz haftbar gemacht werden.
(dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Kinder & Jugend  
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