Werbung

Pressemitteilung vom 04.04.2025    

Krebs in der Schwangerschaft: Behandlungsmöglichkeiten und Herausforderungen

Eine Krebserkrankung während der Schwangerschaft ist selten, aber sie stellt sowohl die betroffenen Frauen als auch ihre Familien und das medizinische Personal vor besondere Herausforderungen. Dennoch gibt es Behandlungsoptionen, die Mutter und Kind schützen können. Der Krebsinformationsdienst bietet hierzu Unterstützung.

Symbolbild (Foto: Pixabay)

Region. Schätzungen zufolge erkrankt eine von 1.000 bis 1.500 Schwangeren an Krebs, mit einer leicht steigenden Tendenz. Dies liegt daran, dass das Krebsrisiko mit dem Alter zunimmt und Frauen in westlichen Ländern immer später Kinder bekommen. Häufige Krebsarten sind Brustkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Lymphome und Schwarzer Hautkrebs. Da unspezifische Symptome oft als normale Begleiterscheinungen der Schwangerschaft missverstanden werden, können erste Krankheitszeichen möglicherweise übersehen werden.

Behandlungen
Im ersten Drittel der Schwangerschaft, wenn alle Organe des ungeborenen Kindes angelegt werden, können Medikamente besonders schädlich sein. Ab dem zweiten Trimester sind viele gängige Krebsbehandlungen möglich. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes, erklärt: "Für das zweite und dritte Trimester liegen die meisten Erfahrungswerte vor. Zu diesem Zeitpunkt sorgt die Blut-Plazenta-Schranke dafür, dass viele Chemotherapeutika im Fruchtwasser und auch beim ungeborenen Kind in einer deutlich geringeren Konzentration ankommen."

Die Therapie sollte zeitnah beginnen, um den Therapieerfolg nicht zu gefährden. Viele Chemotherapeutika können während der Schwangerschaft verabreicht werden, manche jedoch nur eingeschränkt. Je nach Krebserkrankung kann eine vaginale Geburt möglich sein. Falls die Schwangere eine Chemotherapie erhält, wird diese in der Regel wenige Wochen vor der Geburt abgesetzt. In manchen Fällen wird die Geburt früher eingeleitet, um die Krebstherapie fortsetzen zu können. Eine Entbindung in einem Perinatal-Zentrum kann empfehlenswert sein, da diese Einrichtungen viel Erfahrung mit Risikoschwangerschaften haben. Operationen, einschließlich Bauchoperationen, können grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft durchgeführt werden, wobei das zweite Trimester besonders empfohlen wird. Bestrahlungen sollten erst nach der Entbindung erfolgen oder besonders sorgfältig geplant werden.



Was ist mit dem Stillen?
Die Frage, ob Krebspatientinnen ihr Kind stillen können, hängt unter anderem von der gewählten Therapie ab. Wird die Chemotherapie nach der Geburt fortgesetzt, wird in der Regel vom Stillen abgeraten, da viele Chemotherapeutika in die Muttermilch gelangen können. Nimmt die Mutter keine Krebsmedikamente mehr ein, kann sie stillen, benötigt jedoch möglicherweise Unterstützung durch Stillberaterinnen, insbesondere wenn die Brust operiert oder bestrahlt wurde. Stillen ist auch mit nur einer Brust möglich. (PM/Red)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

AK-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.



Aktuelle Artikel aus Rheinland-Pfalz


Warnung vor Bakterien in Zwiebelmettwurst: Rückruf bei Aldi Süd

Kunden von Aldi Süd sollten beim Kauf bestimmter Zwiebelmettwurst-Produkte aus Rheinland-Pfalz und anderen ...

Bildungsministerin Eiling-Hütig: Weniger Bildschirme, mehr Pausenhof

Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) setzt sich für eine klare Trennung ...

Smartphones kindersicher machen: Web-Seminar der Verbraucherzentrale

Zum bundesweiten Digitaltag am 26. Juni lädt die Verbraucherzentrale Eltern zu einem Web-Seminar ein. ...

Westerwald beteiligt sich an landesweitem Projekt zur Klimaanpassung im Tourismus

Der Klimawandel stellt den Westerwald vor neue Herausforderungen im Tourismus, bietet jedoch auch Chancen. ...

Rheinland-Pfalz setzt auf Innovationsagentur als Wirtschaftsmotor

Der neue Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz, Michael Ebling, hat seine Pläne zur Förderung der Ansiedlung ...

Hitzewelle rollt an: Bis zu 35 Grad in Rheinland-Pfalz erwartet

Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für Donnerstag eine extreme Hitzewelle mit Temperaturen bis ...

Weitere Artikel


Von der Bühne bis zum ehemaligen Ratszimmer: Vorschulkinder besuchen die Stadthalle Altenkirchen

Ein besonderer Tag erwartete die Vorschulkinder der Katholischen Kindertagesstätte St. Jakobus in Altenkirchen. ...

Insolvenzversteigerung eines Fenstermontage-Unternehmens am 12. April 2025

ANZEIGE | Wenn ein Unternehmen wie die Perfect Vertriebs GmbH insolvent wird, stellt sich die Frage, ...

Förderverein Alten- und Pflegeheim Niederfischbach e.V.: "Ehrenamt ist unbezahlbar"

Bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins Alten- und Pflegeheimes Niederfischbach e.V. am 2. April ...

Waldbrand in Nauroth: Schnelles Eingreifen verhindert weitere Ausbreitung des Feuers

Am Freitagnachmittag (4. April) kam es am Ortsrand von Nauroth zu einem Bodenfeuer, das sich aufgrund ...

Warnung vor Fake-Bußgeldbescheiden vom Kraftfahrt-Bundesamt

Mit dieser persönlichen Warnung möchte unser Redakteur Wolfgang Rabsch auf eine besonders perfide Masche ...

Neuer Schulreferent stärkt Grundschulen in der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld

Die Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen-Flammersfeld hat einen neuen Schulreferenten: Jens Fleck übernimmt ...

Werbung