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Pressemitteilung vom 15.04.2025    

Arbeitskreis Jüdisches Museum Hamm knüpft wertvolle Kontakte

Der Arbeitskreis für das geplante jüdische Museum in Hamm an der Sieg setzt seine Bemühungen fort, die regionale Geschichte zu dokumentieren. Durch Besuche und Treffen mit anderen Einrichtungen und Gemeinden werden wertvolle Anregungen gesammelt.

Die Grabsteine der Familie Alberti auf dem jüdischen Friedhof in Koblenz. Die Familie hat wichtige Wurzeln in Hamm. (Fotoquelle: Arbeitskreis Jüdisches Museum Hamm)

Hamm. Der Arbeitskreis für die Schaffung eines jüdischen Museums in Hamm an der Sieg hat kürzlich wichtige Schritte unternommen, um sein Projekt voranzutreiben. Nach der Übernahme der Sammlung Horst Moog trifft sich die Gruppe regelmäßig, um Texte und Fotos für die geplante Ausstellung aufzubereiten. Dabei ist der Austausch mit anderen Einrichtungen von großer Bedeutung.

Kürzlich besuchte die Gruppe sowohl das Kulturzentrum des Landschaftsverbandes Rheinland in Pulheim als auch die Gedenkstätte "Landjuden an der Sieg" in Windeck. Diese Besuche boten wertvolle Einblicke in die dortigen Ausstellungen und Arbeitsweisen und gaben dem Arbeitskreis umfangreiche Anregungen für die eigene Vorgehensweise.

In der Region an der mittleren Sieg existiert nach den Ereignissen der Nazizeit keine eigenständige jüdische Gemeinde mehr
Vor einigen Wochen fand ein erstes Treffen mit der Jüdischen Kultusgemeinde Koblenz im Haus David in Hamm statt, bei dem der Arbeitskreis unter der Leitung von Karlernst Stosch gemeinsam mit Ortsbürgermeister Thomas Christmann Vertreter der Koblenzer Gemeinde begrüßte.

Während des Treffens stellten die Gemeindemitglieder aus Koblenz ihre Kultusgemeinde vor, einschließlich der Pläne für eine neue Synagoge und einer projektierten Dokumentation. Die Hammer Gruppe berichtete über den Stand ihrer Arbeiten. Beide Seiten erkannten den Nutzen einer zukünftigen Zusammenarbeit und beschlossen, in gegenseitiger Abstimmung vorzugehen. Zudem wurde ein Kontakt zwischen dem "Museum of Eternal Faith and Resilience" in Tel Aviv und dem Haus David in Hamm hergestellt.



Grab der Familie Alberti entdeckt
Anfang April reisten Mitglieder des Arbeitskreises nach Koblenz, um die Beziehungen weiter zu vertiefen. Bei diesem Besuch wurde auch auf die Familie Abraham aufmerksam gemacht, die 1880 von Hamm nach Koblenz zog und unter den Namen Abraham und Alberti in der jüdischen Gemeinde an Rhein und Mosel bedeutende Beiträge leistete. Gemeinsam besuchte man den jüdischen Friedhof in Koblenz, wo das Grab der Familie Alberti gefunden wurde.

Wer hat noch potenziell relevante Gegenstände zu Hause?
Die neu gewonnenen Erkenntnisse fließen bereits in die Arbeit im Haus David ein. In diesem Zusammenhang bittet der Arbeitskreis die Bevölkerung entlang der Sieg, potenziell relevante Gegenstände oder Schriftstücke für die Dokumentation des regionalen Judentums der Ortsgemeinde Hamm zur Ansicht zur Verfügung zu stellen. (PM/Red)


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