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Nachricht vom 03.04.2012    

Drei Ortsgemeinden machten "Dreck weg!"

Der Umwelttag in den Ortsgemeinden Birkenbeul, Pracht und Etzbach in der VG Hamm aktivierte insgesamt 110 ehrenamtliche "Müllsammler", darunter viele Kinder. Sie alle sorgten dafür, dass der Dreck und der Unrat, den verantwortungslose Menschen in der Natur entsorgten, eingesammelt und ordnungsgemäß entsorgt werden konnte.

Die Amateur-Müllmänner beim Umwelttag in Birkenbeul ärgerten sich über den entsorgten Müll der allseits bekannten Fast-Food-Kette. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

VG Hamm. Die Ortsgemeinden Birkenbeul, Etzbach und Pracht führten am vergangenen Samstag ihren „Tag der Umwelt“ durch. Trotz nasskalten Wetters waren 110 freiwillige „Müllsammler“, darunter auch zahlreiche Kinder, in Wiesen und Wälder sowie an Straßenränder unterwegs, um Müll aufzuheben und das einzusammeln, was verantwortungslose Mitbürger gesetzwidrig „entsorgten“.
In die „Knie gehen“ und Aufheben waren angesagt, um alles in die von der Kreisverwaltung Altenkirchen zur Verfügung gestellten Container zu entsorgen. Die „Müll-Bilanz“ fiel in den Ortsgemeinden unterschiedlich aus. Übereinstimmend stellten die „Saubermänner“ fest, dass sich gegenüber vergangenen Jahren das Umweltbewusstsein gebessert hat. Insgesamt wurde der Wunsch geäußert, dass Fluren und Wälder zukünftig gänzlich nicht mehr als Abfalleimer missbraucht werden.

Zwei Brennpunkte mit achtlos weggeworfenem Müll wurden bei der Säuberungsaktion in der Ortsgemeinde Birkenbeul ausgemacht. An den Straßenrändern der Landesstraße 267 von Weißenbrüchen in Richtung Pracht waren es zahlreiche alkoholische Getränkeflaschen; von Birkenbeul in Richtung Beuel scheinbar aus Autos weggeworfener Verpackungs- und Plastikmüll, hauptsächlich einer ganz bestimmten Fast-Food-Kette. Weiter wurde eine erhöhte Entsorgung an Altreifen festgestellt.
Nach getaner Arbeit traf man sich zur Mittagszeit beim „Bauernlümmel“ zu einem verdienten Imbiss. Ortsbürgermeister Eckhard Voigt sprach der 30-köpfigen Helferschar einen Dank aus.

Ein kleines Jubiläum feierte der Umwelttag in der Ortsgemeinde Etzbach. Dieser fand bereits zum 40. Mal statt – dies dürfte sicherlich einmalig in der Region sein. Eingefunden hatten sich über fünfzig Umweltbewusste. Treffpunkte waren der Friedhofsparkplatz in Etzbach sowie die Fischerhütte in Pirzenthal. Festgestellt wurde, dass die Menge des achtlos weggeworfenen Mülls gegenüber den Vorjahren gleichbleibend ist. Eine Spitzenposition nehmen nach wie vor die Straßenränder ein. Erfreut zeigte man sich, dass kaum noch Getränkedosen gefunden werden, sicherlich auf die Einführung des Dosenpfands zurückzuführen. Beendet wurde der Umwelttag traditionsgemäß mit einer Stärkung; die Ortsgemeinde stiftete einen Imbiss und die Fischereigenossenschaft Etzbach/Pirzenthal die Getränke. Zuvor sprach Ortsbürgermeister Wolf-Dieter Stuhlmann allen Teilnehmern einen herzlichen Dank aus.

Die Flursäuberungsaktion in der Ortsgemeinde Pracht wurde erneut von vielen Bürgern unterstützt. Besonders engagiert zeigten sich Mitglieder der Karnevalsgesellschaft „Fidele Jongen“ und der „Strücherfahrer“. Erfreulich war auch, dass sich sehr viele Kinder und Jugendliche beteiligten, darunter Aktive des Tanzkorps und der „Fidelen Küken“ der Karnevalsgesellschaft. Alle hatten nur eines im Sinn: Wald und Straßenränder vom Unrat, den verantwortungslose Mitmenschen wieder achtlos oder gar bewusst weggeworfen hatten, zu befreien. Obwohl der gesetzwidrig entsorgte Müll nicht zunahm, hatten die freiwilligen „Müllmänner“ viel zu tun. Im Einsatz waren zwei Traktoren, mehrere Geländewagen mit Anhängern und ein Transporter, die den Müll zur Sammelstelle transportierten, um den von der Kreisverwaltung Altenkirchen zur Verfügung gestellten Container zu füllen.
Besonders ins Auge fielen die vielen entsorgten Autoreifen. Im Anschluss an die Sammelaktion trafen sich alle Helfer am Sportheim „Hohe Grete“ zur Stärkung mit einem von der Ortsgemeinde Pracht sowie der Jägerschaft gestifteten Imbiss und Getränken. Ortsbürgermeister Udo Seidler dankte allen Beteiligten für den engagierten Einsatz und sprach die Hoffnung aus, dass die illegalen Müllentsorgungen in Zukunft unterbleiben. (rö)



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