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Pressemitteilung vom 16.04.2025    

Funkamateure als neue Stütze im Katastrophenschutz?

Am 10. April besuchte Stephan Wefelscheid, Landtagsabgeordneter aus Koblenz, die Amateurfunkgruppe der Hochschule Koblenz. Beeindruckt von deren technischer Ausstattung und Expertise, sieht er Potenzial für den Einsatz von Funkamateuren im Katastrophenschutz.

V.l.n.r.: Stephan Wefelscheid, Marco Leicher, Arno Herz, Uwe Weiler, Jürgen Lutz. Foto: Nadine Hörter

Koblenz. Am 10. April machte sich Stephan Wefelscheid, Landtagsabgeordneter aus Koblenz, ein Bild von der Arbeit der Amateurfunkgruppe an der Hochschule Koblenz. Die rund 80 Mitglieder starke Gruppe betreibt eine eigene Funkinfrastruktur, die es ihnen ermöglicht, deutschlandweit und sogar grenzüberschreitend zu kommunizieren - auch bei Strom- oder Mobilfunknetzausfällen. "Ich war positiv überrascht von der fachlichen Expertise der anwesenden Mitglieder, die auch beruflich überwiegend in Bereichen der Elektrotechnik und Kommunikation tätig waren oder sind", so Wefelscheid. "Und auch die dort vorgehaltene technische Ausstattung ist beeindruckend."

Arno Herz, Ortsverbandsvorsitzender des Deutschen Amateur Radio Club e.V., Ortsverband K32 Mittelrhein, begrüßte den Besuch des Abgeordneten: "Ich finde es gut und wichtig, dass die Politik uns stärker in den Blick nimmt. Als Funkamateure haben wir ein wirklich faszinierendes Hobby, das aber an vielen Stellen noch mehr in den Dienst der Allgemeinheit gestellt werden könnte." Herz berichtete von Mitgliedern im Ahrtal, die in der Flutnacht auf einen Anruf gewartet hätten, um ihre Ausrüstung und Expertise einzubringen, doch dieser Anruf kam nicht. Dabei stand alles Material sofort einsatzbereit zur Verfügung.



Stephan Wefelscheid sieht hier Handlungsbedarf: "Diese Kapazitäten können im Krisenfall sehr wertvoll sein, eine funktionierende Kommunikation wäre im Ahrtal essentiell gewesen. Daher richte ich eine Anfrage an die Landesregierung, um auszuloten, inwieweit es Möglichkeiten gibt, Funkamateure in unseren Katastrophenschutz einzubinden." In Zweibrücken gibt es bereits eine Kooperation zwischen dem dortigen Ortsverband und dem THW, was laut Wefelscheid auch in Koblenz und anderen Regionen möglich sein könnte. PM/Red


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