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Pressemitteilung vom 19.04.2025    

Beliebt, bewegt und manchmal geplündert: Der Pilgerweg rund ums Daadener Land

Der Pilgerweg rund ums Daadener Land hat sich längst zu einem echten Anziehungspunkt für Menschen aus der Region und darüber hinaus entwickelt. Ob als Gruppe oder allein unterwegs: Immer mehr Pilger und Wanderfreunde begeben sich auf die rund 20 Kilometer lange Strecke – auf der Suche nach Ruhe, Reflexion oder einfach einer besonderen Form der Entschleunigung.

Michael Bender und Thorsten Bienemann kümmern sich regelmäßig um die Pflege des Pilgerweges in Daaden. (Foto: Veranstalter)

Daaden. Dass der Weg überhaupt so gut begehbar und erlebbar bleibt, ist alles andere als selbstverständlich. Die Unterhaltung und Instandhaltung des Pilgerweges ist ein Gemeinschaftsprojekt – getragen von der Stadt Daaden, der Haubergsgenossenschaft, dem Evangelischen Kirchenkreis sowie dem Westerwaldverein Daaden. Letzterer übernimmt mit seinen Ehrenamtlichen viele praktische Arbeiten am und rund um den Weg. Allen voran Michael Bender, Wanderwart des Vereins, der regelmäßig unterwegs ist, um Schäden zu beheben, Markierungen zu erneuern oder verwachsene Abschnitte freizuschneiden. Auch Thorsten Bienemann, der Initiator des Weges, schaut immer wieder persönlich nach dem Rechten und legt Hand an.

Ein unübersehbares Zeichen für die wachsende Beliebtheit des Pilgerweges sind die "Sorgensteine", die sich an mehreren Stellen entlang der Strecke auftürmen – kleine, persönliche Zeichen derer, die ein Stück ihrer Last symbolisch ablegen. Solche Orte kennt man von bekannten Pilgerwegen, und dass sie nun auch in Daaden sichtbar werden, spricht für den besonderen Charakter der Route.



Mit einem Augenzwinkern nehmen die Wegbetreuer jedoch eine andere Folge des Erfolgs wahr: Die kleinen, liebevoll gestalteten Wegweiser mit dem Logo des Pilgerweges verschwinden immer häufiger. Offenbar landen sie nicht selten als Souvenir in Rucksäcken statt an Wegkreuzungen. "So sehr das auch für die Attraktivität des Weges spricht – wir müssen regelmäßig nachrüsten, sonst finden die Leute nicht mehr ans Ziel", sagt Bender. Die Unterhaltung werde dadurch nicht einfacher – aber umso wichtiger.

Denn eines ist klar: Der Pilgerweg ist nicht nur spirituelles und touristisches Angebot, sondern ein echtes Stück regionaler Identität. Und das soll auch so bleiben. (PM)


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