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Nachricht vom 06.04.2012    

Zwischenbilanz: 15 Jahre Arbeit für Jugendliche in der Region

Die Evangelische Jugendhilfe Friedenshort GmbH mit Sitz in Betzdorf leistet seit 15 Jahren Hilfen zur Erziehung für Jugendliche. Eine Zwischenbilanz zog der Leiter der Einrichtung, Lothar Heinrichs. Kindern und Jugendlichen in Krisensituationen helfen und Heimat bieten, ist und bleibt eine der Herausforderungen, die auch in den ländlichen Regionen zunimmt. Dringend gesucht wird eine Immobilie im Raum Betzdorf, wo eine Wohngruppe für Kinder installiert werden soll.

Lothar Heinrichs verantwortet seit 1998 die Arbeit der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort GmbH im Kreis Altenkirchen und benachbarter Kreise. Fotos: pr

Kreis Altenkirchen. "Wir sind sicherlich eine der jüngsten Einrichtungen im Friedenshort, aber nach meinem Empfinden auch sehr dynamisch", sagt Lothar Heinrichs. Er ist Leiter der Einrichtung Altenkirchen der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort GmbH. Von Betzdorf aus koordiniert er die Jugendhilfeangebote des Friedenshortes für den Kreis Altenkirchen, den Westerwald-kreis sowie den Kreis Neuwied.

Vor 15 Jahren eröffnete der Friedenshort ein erstes Angebot in Rheinland-Pfalz. Es war eine Tagesgruppe in Betzdorf, in der 1997 Kinder nach Schulschluss bis zum frühen Abend betreut wurden. Seitdem hat sich in der Tat viel Neues entwickelt. Im Jahr 2000 begann die sozialpädagogische Familienhilfe, bei der Familien ambulant mit Hilfen zur Erziehung unterstützt werden. Zwei Jahre später bündelte der Friedenshort im Klosterhof in Betzdorf Tagesgruppe, Soziale Gruppenarbeit und eine stationäre Jugendwohngemeinschaft unter einem Dach.
Zwischen 2005 und 2010 kamen auch stationäre Jugendhilfeangebote – auch im Westerwaldkreis – hinzu und der Friedenshort wurde vor fünf Jahren mit Sozialer Gruppenarbeit an diversen Grundschulen beauftragt. Erziehungshilfen an Grundschulen in dieser Form waren seinerzeit ein Novum.

Aktuell gehören rund 50 Mitarbeitende zur Einrichtung Altenkirchen. „Wir haben ein junges, einsatzfreudiges Team, auf das ich sehr stolz bin“, betont Heinrichs. Die positive Entwicklung der Einrichtung sei auch Teil der guten Zusammenarbeit, die mit den so genannten Leistungsgewährern bestehe, hebt Heinrichs hervor. Dies sind die beteiligten Jugendämter, die Jugendhilfeleistungen unter anderem an freie Träger wie den Friedenshort delegieren.
Am längsten, nämlich seit dem Beginn der Arbeit in 1997, besteht der Kontakt zum Jugendamt des Kreises Altenkirchen. Der Bedarf an Jugendhilfeleistungen bleibt laut Heinrichs jedenfalls auch im hiesigen Raum eine Herausforderung. „Der bundesweite Trend macht vor den eher ländlich geprägten Lebensräumen nicht halt“, so Heinrichs. Dabei sei festzustellen, dass die Altersstruktur der Kinder, die aufgrund familiärer Problemlagen sozialpädagogisch betreut werden müssen, immer jünger werde.
„Aktuell ist der Bedarf einer stationären Wohngruppe für jüngere Kinder vorhanden, wir suchen derzeit nach einer geeigneten Immobilie im Raum Betzdorf“, berichtet Heinrichs. Außerdem wird mit dem Westerwaldkreis zur Zeit eine so genannte Inobhutnahme und Clearingstelle für etwas ältere Kinder geplant. Hier werden Kinder aus familiären Krisensituationen aufgenommen, die nicht mehr in ihrer Familie verbleiben können. Neue Herausforderungen für den Friedenshort-Einrichtungsleiter, die er aber – so sein deutliches Signal – gerne annimmt.

Hintergrund: Die Evangelische Jugendhilfe Friedenshort GmbH – Heimat für Heimatlose - ist eine diakonisch-gemeinnützige Tochtergesellschaft der Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort mit Sitz in Freudenberg. An bundesweit rund 70 Standorten bieten ca. 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das gesamte Spektrum zeitgemäßer Betreuung, Beratung und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern an.


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