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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 07.04.2013    

Handwerk mit dem neuen Jahr 2012 bisher zufrieden

Positive Einschätzung der Geschäftslage im Bezirk der Handwerkskammer Koblenz – Aber es wird weniger investiert

KOBLENZ. Die Beurteilung der Geschäftslage im Handwerk des nördlichen Rheinland-Pfalz fällt für das erste Quartal 2012 weiter positiv aus. Nach der aktuellen Frühjahrsbefragung schätzen 83 Prozent der Betriebsinhaber ihre Geschäftslage als gut oder befriedigend ein, im Vorjahr waren es 82 Prozent.

Auch die Erwartungen für das nächste Quartal sind im Kammerbezirk positiv. Die Handwerkskammer Koblenz hat 2.800 Betriebe befragt.

Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage im Handwerk zeigen zufriedenstellende Werte einzelner Konjunkturindikatoren wie Auftragsbestand und Betriebsauslastung. Dagegen sind die Umsatzzufriedenheit, die Investitionstätigkeit und die Beschäftigungsentwicklung leicht rückläufig.

Geschäftsklima nach Branchen und Regionen

In den einzelnen Branchen schwankt die positive Beurteilung der Geschäftslage im Frühjahr 2012 in einer Bandbreite von 68 bis 91 Prozent. Bei den Ausbauhandwerken wie Tischler, Maler, Installateure und Heizungsbauer, Elektrotechniker oder Fliesenleger geben 91 Prozent (Vorjahreswerte in Klammern: 84 Prozent) eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage an. Dies ist aktuell der höchste Wert im Handwerk. Unter den Bauhandwerkern sind 81 Prozent (83 Prozent) mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Von den Betrieben für den gewerblichen Bedarf wie Feinwerkmechaniker, Metallbauer oder Elektromaschinenbauer geben dies 86 Prozent (91 Prozent) an.

In der Kfz-Branche hat sich die Beurteilung der Geschäftslage leicht eingetrübt. Hier geben 73 Prozent (78 Prozent) eine positive Beurteilung ab. Von den Betrieben personenbezogener Dienstleistungen wie Friseure, Fotografen oder Schneider melden 71 Prozent (76 Prozent) eine gute oder zufriedenstellende Geschäftslage. Von den Befragten der Nahrungsmittelhandwerke melden dies nur 68 Prozent (76 Prozent).

Bei den Betrieben der Gesundheitsgewerbe hat sich die Beurteilung der Geschäftslage wieder verbessert. Sie geben zu 83 Prozent (71 Prozent) eine positive Einschätzung ab – ein deutlich besseres Geschäftsklima als vor einem Jahr.

Die Stimmung in den einzelnen Landkreisen unterliegt einer Bandbreite von 74 bis 91 Prozent. Das beste Geschäftsklima melden über alle Handwerke die Betriebe in den Kreisen Altenkirchen und Cochem-Zell mit 91 Prozent (Vorjahr 71 bzw. 79 Prozent). Den niedrigsten Wert weist der Rhein-Lahn-Kreis mit 74 Prozent (88 Prozent) auf.

Bei der Kapazitätsauslastung geben im Frühjahr 2012 wie im Vorjahr 59 Prozent der Handwerksbetriebe in der Wirtschaftsregion Mittelrhein an, zu mindestens 70 Prozent ausgelastet zu sein. Im Landesdurchschnitt sind es 60 Prozent (59 Prozent). Die höchste Auslastung gibt es bei den Betrieben aus den Kreisen Rhein-Hunsrück mit 71 Prozent und Ahrweiler mit 70 Prozent. Am stärksten ausgelastet sind die Betriebe der Gesundheitshandwerke mit 85 Prozent. Beim Auftragsvorlauf liegen die Betriebe im nördlichen Rheinland-Pfalz mit 7,4 Wochen nur leicht unter dem Landesdurchschnitt von 7,6 Wochen.

Während vor einem Jahr 74 Prozent der befragten Betriebe im Kammerbezirk Koblenz einen konstanten oder gestiegenen Auftragsbestand gegenüber dem Vorquartal angaben, sinkt dieser Wert geringfügig auf 72 Prozent. Einen konstanten oder gestiegenen Auftragseingang geben aktuell 71 Prozent (73 Prozent) der befragten Handwerker an.

Die Umsatzentwicklung in den Handwerksbetrieben zeigt sich in diesem Frühjahr stabil und ist weiter positiv. Im Landesdurchschnitt geben 66 Prozent (67 Prozent) der Befragten höhere oder zumindest gleiche Werte an, im Kammerbezirk Koblenz sind dies 64 Prozent (66 Prozent). 36 Prozent (34 Prozent) müssen Umsatzeinbußen hinnehmen.

Investitionsvolumen geringer – Beschäftigungsentwicklung leicht rückläufig

Zwar hat sich die Investitionsbereitschaft leicht erhöht, der Anteil investierender Betriebe im Kammerbezirk Koblenz steigt von 37 Prozent auf jetzt 38 Prozent. Dagegen sinkt die durchschnittliche Investitionssumme pro Betrieb von 38.000 Euro auf 20.000 Euro. Insgesamt hat sich damit das Investitionsvolumen im nördlichen Rheinland-Pfalz verringert. Auch im Land ist die durchschnittliche Investitionssumme zurückgegangen, sie beträgt 28.000 (41.000) Euro, der Anteil der investierenden Betriebe liegt bei 34 Prozent (32 %).

Nach der aktuellen Umfrage entwickelt sich der Personalbestand im Kammerbezirk Koblenz derzeit leicht rückläufig. 77 Prozent (78 %) der befragten Betriebe nehmen im ersten Quartal dieses Jahres keine personellen Veränderungen vor, 8 Prozent (12 %) stellen Mitarbeiter ein und 15 Prozent (11 %) müssen Mitarbeiter entlassen. Zukünftig denken 11 Prozent (12 %) über Einstellungen nach. Gleichbleibend 7 Prozent der Befragten befürchten, in den nächsten drei Monaten Stellen abbauen zu müssen.

Geschäftsklimaindex nochmals verbessert – Zukunftsaussichten sind optimistisch

Die Entwicklung des Geschäftsklimaindex, in dessen Berechnung die aktuelle Geschäftslage und die Zukunftserwartungen der Betriebe einfließen, belegt nochmals eine Verbesserung. So liegt der Geschäftsklimaindex mit aktuell 86 Prozent (84 %) im Kammerbezirk Koblenz so hoch wie seit langem nicht. Bei den Befragungen im Frühjahr 2008 bis 2010 betrug er unter 70 Prozent, im Landesdurchschnitt aktuell 85 Prozent (86 %).

Für den kommenden Sommer rechnen 85 Prozent (84 %) der befragten Handwerker im nördlichen Rheinland-Pfalz mit Wachstumsimpulsen, 15 Prozent (16 %) befürchten Umsatzrückgänge. Ähnlich dem Vorjahr rechnen 24 Prozent (23 %) in den nächsten drei Monaten mit einem steigenden Auftragsvolumen, 66 Prozent (67 %) gehen von Konstanz aus. Die zukünftige Investitionsbereitschaft wird von 68 Prozent (69 %) der Betriebe als konstant oder steigend angegeben.

„Das Handwerk im nördlichen Rheinland-Pfalz blickt optimistisch in die Zukunft. 88 Prozent der Betriebe in unserem Kammerbezirk gehen von einer zukünftig zufriedenstellenden Geschäftslage aus“, stellt die HwK-Spitze erfreut fest. „Die Handwerksbetriebe können ihre Stärken gegenüber Massenprodukten und Internethandel in individuellen Lösungskonzepten von hoher Qualität für den einzelnen Kunden herausstellen. Hier liegt die Stärke des Handwerks. Sowohl im Inland als auch auf ausländischen Märkten.“ Der Service für den Kunden und ein hoher Qualitätsanspruch werden aus Kammersicht zukünftig immer stärker gefragt sein – dazu entsprechend aber auch die Bereitschaft der Kunden, dafür mehr zu bezahlen. Dies wird zwar nicht auf allen Märkten und bei allen Kunden gelingen, aber bei einem Großteil. Hier liegen die Potenziale des Handwerks.

Informationen zu Einzelheiten der Frühjahrsbefragung 2012 bei der Handwerkskammer Koblenz, Tel. 0261/ 398-161, Fax -996, presse@hwk-koblenz.de, www.hwk-koblenz.de


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