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Pressemitteilung vom 06.05.2025    

Rheinland-Pfalz startet Initiative gegen Einsamkeit

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat eine umfassende Strategie vorgestellt, um der Einsamkeit entgegenzuwirken. Neben der Stärkung bestehender Angebote wird ein neues Förderprogramm eingeführt.

Einsamkeit. (Foto: Michael Matthey/dpa)

Mainz. Nachbarschaftscafés, Plauderbänke, Bewegungsgruppen und digitale Unterstützungsangebote - das rheinland-pfälzische Sozialministerium plant die Förderung von rund 400 lokalen Projekten mit jeweils bis zu 500 Euro. Sozialministerin Dörte Schall (SPD) präsentierte in Mainz die neue Einsamkeitsstrategie: "Das Programm zeigt, wie wir durch einfache und unbürokratische Unterstützung vor Ort aktiv gegen Einsamkeit vorgehen können."

Das Förderprogramm trägt den Titel "Miteinander statt einsam - Ehrenamt stärken in Rheinland-Pfalz".

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Fortbildung von Pflegekräften. Diese sollen besser in der Lage sein, Einsamkeit und die Bedürfnisse älterer Menschen zu erkennen. Geplant sind Fortbildungen mit Unterstützung der Pflegekammer, so Schall. Auch der Arbeitsschutz wird verstärkt berücksichtigt: Ab diesem Jahr soll die Gewerbeaufsicht bei der Beurteilung psychischer Gefährdungen am Arbeitsplatz vermehrt soziale Beziehungen einbeziehen.

Anlaufstellen für Senioren
Zusätzlich setzt die Landesregierung auf bewährte Programme wie das Landesnetzwerk "Anlaufstellen für ältere Menschen". Projekte, die sich als effektiv gegen soziale Isolation erwiesen haben, werden ebenfalls gefördert. Beispiele hierfür sind Digitalbotschafter und die Gemeindeschwester plus, beide speziell für ältere Menschen konzipiert. Weitere Initiativen wie das Projekt Neue Nachbarschaften, das die Gemeinschaft im Quartier stärken soll, sowie Lesebotschafter, die kulturelle Angebote in ländliche Räume bringen, wurden ebenfalls hervorgehoben.



Einordnung durch die CDU
Die CDU-Landtagsfraktion gab dazu kritisch zu bedenken, dass ein bunt gewürfelter Baukasten von Modellprojekten noch keine Strategie sei: Gemeindeschwester plus, Digitalbotschafter, Transformationsbegleiter, Neue Nachbarschaften RLP oder Bürgergemeinschaften seien im Einzelfall gut gemachte Angebote, würden aber nicht strukturell und flächendeckend helfen.

Während Einsamkeit ein Zustand sei, der uns traurig mache und gesundheitliche Folgen haben könne, sei das Alleinsein nicht per se etwas Negatives. Im Gegenteil: Wenn Phasen des Alleinseins bewusst und selbst gewählt würde, könne das positive Effekte haben.

Die CDU weist darauf hin, dass sie sich als erste Partei in Rheinland-Pfalz bereits 2021 im Landeswahlprogramm mit Unterstützung von Experten mit dem Thema auseinandergesetzt habe.

Es gäbe Kommunen, die seither vorbildliche Lösungen umgesetzt hätten. Beispielhaft sei zum Beispiel ein Angebot in Wirges.
(dpa und PM/bearbeitet durch Red)


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