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Nachricht vom 08.05.2025    

Bauwirtschaft in Rheinland-Pfalz setzt auf Milliardenpaket der Regierung

Die rheinland-pfälzische Bauwirtschaft blickt mit Hoffnung auf die neue Bundesregierung und deren milliardenschweres Investitionspaket. Der Branchenverband fordert weniger Bürokratie und einen Mentalitätswandel, um die Infrastruktur effektiv zu erneuern.

Baukräne. Foto: Bernd Weißbrod/dpa

Mainz. Die Bauindustrie in Rheinland-Pfalz ist bereit, die Ärmel hochzukrempeln und loszulegen. Klaus Rohletter, Präsident des Verbands Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz, äußerte sich optimistisch über das Milliardenpaket der neuen Bundesregierung. "Abgesehen vom Geld müssten Länder und Kommunen auch in die Lage versetzt werden, notwendige Vorbereitungen für Baumaßnahmen an der Infrastruktur zu treffen", erklärte er vor dem heutigen Tag der Bauwirtschaft in Mainz. Entscheidend sei, dass genügend Fachkräfte zur Planung verfügbar seien, damit die Gelder sinnvoll eingesetzt würden. "An den Kapazitäten wird die Erneuerung der Infrastruktur nicht scheitern", betonte Rohletter. "Die Bauwirtschaft, die die Pläne umsetzen soll, die steht jedenfalls bereit. Wir haben in der Krisenphase unsere Ressourcen beisammen gehalten."

Im Hinblick auf die wirtschaftlichen Aspekte der Erneuerung der Infrastruktur unterstrich Rohletter, dass ein staatlicher Nachfrageimpuls durch das Sondervermögen nötig sei. Dies solle weitere Investitionen auslösen. Auch im Wohnungsbau müsse mehr passieren, da aktuell zu wenig private Investitionen fließen. "Es müsste mit vereinten Kräften daran gearbeitet werden, dass private Vorhabenträger wieder bereit zu Investitionen seien", so Rohletter. Dies könne durch Anpassungen bei Herstellungskosten und planerischen Vorgaben erreicht werden. Eine entscheidende Rolle spiele jedoch auch die Zinsentwicklung.



Rohletter kritisierte die bisherige Regulierungsdichte: "Von der alten Bundesregierung sei eine Regulierungswut entfacht worden, vieles sei in Verwaltungsvorschriften reingepackt und wieder geändert worden." Diese habe zu Verunsicherung und einer Verlangsamung von Wachstum und Entscheidungen geführt. Die neue Regierung solle Vertrauen in den Markt und die Unternehmen setzen. "Manche Projekte dauern fünf Jahre, manche dauern 50 Jahre, bis sie genehmigt werden", sagte Rohletter. "Das ist etwas, was in unserer Gesellschaft, glaube ich, niemandem mehr zu vermitteln ist." Es sei wichtig, dass das gemeinsame Interesse über Einzelinteressen stehe.

Grundsätzlich fordert der Verbandspräsident einen Mentalitätswechsel. Schon seit Angela Merkels Kanzlerschaft werde in Deutschland zu viel gejammert. Mehr Engagement und Entscheidungsfreude seien gefragt. "Da ist jeder gefragt: Jeder Konsument, jeder Verbraucher und auch jeder Gewerbebetrieb und natürlich auch die öffentliche Hand auf verschiedenen Ebenen." (dpa/bearbeitet durch Red)


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