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Pressemitteilung vom 09.05.2025    

50 Jahre nach dem tragischen Tod des Polizisten Walter Pauli: Ein stilles Gedenken

Am Freitag (9. Mai) jährt sich der Todestag des jungen Polizisten Walter Pauli zum 50. Mal. Die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain erinnert an diesen Tag und würdigt alle, die täglich für unsere Sicherheit sorgen.

Anlässlich der Goldkommunion in Gebhardshain gedachten die Anwesenden in stiller Andacht den Verstorbenen aus der Gemeinschaft – darunter auch dem jungen Polizeibeamten Walter Pauli, der im Dienst sein Leben ließ. (Archivfoto: Privat)

Betzdorf-Gebhardshain. Am 9. Mai 1975 wurde der junge Polizeibeamte Walter Pauli während seines Dienstes erschossen. Anlässlich seines 50. Todestages gedenkt die Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain seinem viel zu frühen Tod und setzt ein Zeichen der Wertschätzung für all jene, die tagtäglich für Sicherheit und Ordnung eintreten.

Bürgermeister Joachim Brenner betont: "Ob Polizei, DRK, Ordnungsamt, Feuerwehr oder THW - die Angehörigen der sogenannten Blaulichtfamilie stehen in allen Notlagen bereit, wenn Hilfe gebraucht wird. Sie verdienen unseren vollen Respekt, denn sie übernehmen Verantwortung dort, wo andere Schutz suchen. Walter Pauli steht sinnbildlich für all jene, die im Dienst für unsere Gemeinschaft Opfer von Gewalt wurden." Die Erinnerung an ihn sei nicht nur ein persönliches Gedenken, sondern auch ein Ausdruck von Respekt und gelebter Erinnerungskultur, gerade in einer Zeit, in der Menschen immer wieder sinnloser Gewalt zum Opfer fallen.

Walter Pauli wuchs in Gebhardshain auf
Walter Pauli wurde 1953 in Ochtendung geboren und wuchs in Gebhardshain auf. Nach einer Schornsteinfegerlehre entschied er sich für eine Karriere bei der Polizei, um neue Perspektiven zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Nach seiner Ausbildung in Münster und Wuppertal begann er Anfang 1975 seinen Dienst beim Polizeipräsidium Köln. Sechs Wochen später wurde er im Alter von nur 22 Jahren bei einem Einsatz getötet.




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Mit nur 22 Jahren im Dienst erschossen
In der Nacht zum 9. Mai 1975 war Pauli an einer Personenkontrolle im Kölner Stadtteil Gremberg beteiligt, als die Situation eskalierte. Ein bewaffneter Mann aus dem Umfeld der "Bewegung 2. Juni" eröffnete das Feuer und traf Walter Pauli tödlich. Auch ein Kollege erlitt schwerste Verletzungen.

Zu Ehren seines Bruders ist Günter Pauli am 9. Mai dieses Jahres gemeinsam mit seiner Familie beim offiziellen Gedenken im Kölner Polizeipräsidium anwesend. Im Gespräch mit der Verbandsgemeinde schilderte er, wie sehr ihn die Ereignisse bis heute bewegen. "Es ist, als wäre es gestern passiert. Der Schmerz bleibt. Was mich besonders trifft, ist, dass Gewalt gegen Polizeibeamte seitdem noch zugenommen hat. Diese Leute halten für uns den Kopf hin - das sollte man nie vergessen."

Mehr Achtung vor Polizei gefordert
Günter Pauli verbindet seinen Besuch in Köln mit einem Appell: "Wir müssen wieder mehr Achtung denen gegenüber zeigen, die sich für unsere Sicherheit einsetzen. Sie sind keine Gegner - sie sind für uns da."

Seit 2001 trägt der Straßenring rund um das neue Kölner Polizeipräsidium den Namen Walter Paulis - ein bleibendes Zeichen der Würdigung. Bereits 2015 wurde zusätzlich eine Gedenktafel am Ort des Geschehens angebracht. Die Erinnerung an Walter Pauli bleibt lebendig. (PM/Red)


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