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Nachricht vom 14.04.2012    

Neue Broschüre zur Weiterbildung

"Wer mehr weiß, hat bessere Chancen" - so der Titel der neuen Broschüre der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) des Kreises Altenkirchen, die jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Die Broschüre gibt Hinweise zu Bildungsmaßnahmen und Anbietern im AK-Land.

WFG-Geschäftsführer Berno Neuhoff, Landrat Michael Lieber und Koordinator Florian Deutz von der WFG (von links) stellten die neue Broschüre vor. Foto: WFG

Altenkirchen. Nie war das lebenslange Lernen wichtiger als heute und es gibt viele Möglichkeiten sich beruflich weiterzubilden. Umso schwieriger gestaltet sich die Wahl der passenden Weiterbildungsmaßnahme und des richtigen Anbieters in der Vielzahl von Schulungen, Lehrgängen und Qualifikationen. Die Transparenz soll nun durch die neue Broschüre „Wer mehr weiß, hat bessere Chancen“ der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Altenkirchen mbH (WFG) erhöht werden. „Die Angebote und Bedürfnisse sind vielfältig. Die Broschüre bietet einen guten Überblick über die Weiterbildungsanbieter im Landkreis Altenkirchen und Umgebung“, hält WFG-Geschäftsführer Berno Neuhoff fest.

Bei der Vorstellung der Broschüre erklärte Florian Deutz, Weiterbildungskoordinator bei der WFG, dass die Fortentwicklung der fachlichen und persönlichen Kompetenz zum einen den eigenen Arbeitsplatz sichere und zum anderen den Unternehmen einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil im Kampf um die knappen Fachkräfte verschaffe.

Landrat Michael Lieber zitiert Benjamin Britten mit den Worten „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Sobald man aufhört, treibt man zurück“. Er ergänzt, dass sich der interregionale Wettbewerb um Fachkräfte zusehends verschärfe und dieser besonders bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen im ländlichen Raum zu spüren sei. „Die Investition in das Humankapital in Form von beruflichen Weiterbildungen ist daher für die Unternehmen unerlässlich“ betont Landrat Michael Lieber.

Florian Deutz führt aus: „Hier kommt die WFG ins Spiel. Bei der Suche nach der richtigen Weiterbildungsmaßnahmen beraten wir die Unternehmen und vermitteln zu den Weiterbildungsanbietern. Wenn keine passende Maßnahme existiert, dann organisieren wir bei Bedarf auch Schulungen bei den Unternehmen vor Ort.“

Die Infobroschüre stellt somit nur eine erste gute Orientierung dar. Im Detail berät der Koordinator der beruflichen Weiterbildung in Person von Florian Deutz (02681/81-3909 oder florian.deutz@wfg-kreis-ak.de) bei der WFG Unternehmen und Einzelpersonen zu allen Fragen der beruflichen Weiterbildung. Das Druckwerk entstand im Haus der WFG im Rahmen des vom Land RLP geförderten Modellprojektes „Kooperation im vorwettbewerblichen Bereich der integrierten Weiterblidungsregion Altenkirchen; one-stop-agency“.


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Kommentare zu: Neue Broschüre zur Weiterbildung

3 Kommentare
Weiterbildung ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor für den Kreis Altenkirchen und die Idee von Herrn Becher ist richtig, akademische Angebote vor Ort auszubauen. Die praktische Umsetzung ist leider angesichts des demografischen Wandels schwierig. Es gab bereits verschiedene Initiativen hierzu. Der Kreis hat 2011 einen Kooperationsvertag mit der Universität Siegen geschlossen. 2007 gab es einen "Bildungsgipfel" zur beruflichen Weiterbildung in dessen Folge u.a. Kreis bzw. Wirtschaftsförderungsgesellschaft in 2008 versucht haben, eine Außenstelle der Hessischen BA im Kreis zu etablieren. Hierzu wurden die Unternehmen zu einem Gespräch eingeladen, ob sie entsprechende Angebote nutzen würden. Leider war die Resonanz nicht groß genug, um dauerhaft eine Außenstelle mit 1-2 konkreten Angeboten im Kreis betreiben zu können. Durch den Bildungsgipfel und die Gründung des Technologieinstituts für Metall- und Engineering in Wissen (2009) soll u.a. erreicht werden, dass Studierende der Uni Siegen dort einmal "Scheine" erwerben können. Seitens der Uni Siegen bemüht man sich darum. So könnte eine Art "Außenstelle" der Uni Siegen im Kreis erreicht werden. In Sachen "Duale Studiengänge", gerade im technischen Bereich, arbeiten die Unternehmen eng mit der Uni Siegen (Bereich Maschinenbau, Elektrotechnik) und der FH Koblenz zusammen. Die Zahl der Dual-Studierenden aus dem Kreis AK in diesem Bereich wächst. Daneben gibt es im benachbarten Technologiezentrum Siegen ein Studien-Angebot für Berufstätige und Azubis zum Thema Ingenieur-Studim Maschinenbau, Elektrotechnik und Mechatronik der Hessischen BA. Insoweit werden die regionalen Angebote in der Nachbarschft bereits intensiv genutzt.
#3 von Berno Neuhoff, WFG Kreis Altenkirchen/Regional- und Kreisentwicklung , am 19.04.2012 um 12:13 Uhr
Teil 2: ...wir jedoch um hiesige „Aus- und Weiterbildungsplätze“ auf Hochschulniveau nicht umhin. Ein Ressourcen schonender Ansatz (denn ein erhebliches Engagement des Landes in Zeiten der Haushaltssicherung ist vlt. doch eher unwahrscheinlich) könnten Kooperationsangebote des Landkreises gegenüber Filialhochschulen oder privaten Hochschulketten darstellen. Hier könnten auch wirtschaftsfreundliche „Duale Studiengänge“ entstehen, an denen (bzw. an deren Kosten) sich Unternehmen beteiligen. Die Kosten entsprechender Bildungsangebote bleiben sicher überschaubar und vergleichbar denen anderer Weiterbildungsangebote. Zusätzlich könnten durch die Ansiedlung von Hochschule(n) weitere Gewinne erreicht werden. Hier zu nennen wären neben der insgesamt gesteigerten Attraktivität der Region ein Zuzug von Lernenden und Lehrenden, damit verbunden eine Stärkung der Wirtschaftskraft und ein Anwachsen der Arbeitsplätze. Auch zusätzliche Gewerbeansiedlungen wären dann lediglich eine Frage der Zeit.
#2 von Christopher Becher, am 16.04.2012 um 07:32 Uhr
Teil 1: Eine langfristig gute Position im, sich sicher verschärfenden, „interregionalen Wettbewerb um Fachkräfte“ ist zweifelsohne ein wichtiges Ziel und es gibt unbestritten sehr gute Bildungsangebote vor Ort. Angesichts aktueller Trends am Arbeitsmarkt, wie z.B. Höher- und Hochqualifizierung, einem steigenden Bedarf an akademisch ausgebildeten Fachkräften auch in KMU sowie Gefahren des „Ausblutens“ von Regionen durch sogenannten „Brain-Drain“ sollte aber über bestehende Angebote hinaus gedacht werden. Hier fehlt mir zurzeit ein engagierter Diskurs über die direkte Ansiedlung von akademischen Bildungsangeboten unmittelbar im Kreisgebiet, das ja diesbezüglich leider (noch) einen weißen Fleck markiert. Kreis und Land (sowie deren Bildungsplaner und -experten) sind hier gefragt, zeitnah echte Perspektiven zu entwickeln. Überregional bestehende Kooperationen sind sicherlich ein wichtiger und guter erster Schritt. Zur nachhaltigen Sicherung einer guten Position im o.g. Wettbewerb kommen...
#1 von Christopher Becher, am 16.04.2012 um 07:32 Uhr

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