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Nachricht vom 22.05.2025    

VG-Werke Altenkirchen-Flammersfeld: Neue Trinkwasserleitungen für vier Ortsnetze

Die Werke der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld lassen sozusagen in einem fort neue Wasser- und Kanalleitungen verlegen oder ersetzen die in die Jahre gekommenen Systeme. Deswegen wundert es nicht, dass der zuständige Ausschuss in praktisch jeder seiner Sitzungen Aufträge vergibt, die teils einen großen finanziellen Umfang haben.

Fast ohne Unterlass lassen die VG-Werke Rohrleitungen ins Erdreich verlegen. (Foto: Pixabay)

Altenkirchen. Hier mal eine Millionen Euro, dort mal „nur“ 500.000 Euro: Die Werke der Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen-Flammersfeld sind grundsätzlich bestrebt, ihr Wasser- und Kanalleitungsnetz um erforderliche neue Verbindungen zu ergänzen oder alte zu sanieren. So lag der Fokus der Mitglieder des Werkausschusses in deren Zusammenkunft am späten Mittwochnachmittag (21. Mai) auch auf dem Neubaugebiet „Im Rusterflur/Ober der Lay“ in Willroth, das die Ortsgemeinde gerne erschließen möchte. Der Bebauungsplan hat Rechtskraft erlangt, das Umlegungsverfahren ist abgeschlossen. Es erfolgte eine gemeinsame Ausschreibung der Straßen-, der Kanalbauarbeiten, der Arbeiten zur Herstellung der Trinkwasserleitung, der Erdarbeiten für den Energieversorger EAM und der Arbeiten für die Deutsche Glasfaser (schnelles Internet), so dass lediglich eine Firma arbeiten wird, womit auch im Falle eines Falles die Frage der Gewährleistung einfacher zu beantworten sein dürfte. Bei dem Vorhaben der Werke handelt es sich um ein Kanaltrennsystem mit einer Gesamtlänge von rund 900 Metern und um die Herstellung von Hausanschlüssen für insgesamt 24 Bauplätze. Es sind ein Regenrückhaltebecken mit einem Volumen von rund 600 Kubikmetern vorgesehen und rund 500 Meter an Trinkwasserleitung zu verlegen. Um diesen Part innerhalb der Gesamtmaßnahme wird sich die Firma Jungbluth und Feick Tiefbau GmbH (Großmaischeid) nach einstimmigem Votum für 724.423 Euro kümmern. Die Kostenschätzung hatte 949.711 Euro (!) ergeben.

1700 Meter Trinkwasserleitung
Ebenfalls ohne Einwände erteilte das Gremium der Werkleitung die Ermächtigung, den Auftrag für die teilweise Erneuerung des Trinkwassernetzes in den Ortsgemeinden Oberlahr, Burglahr, Obersteinebach und Bürdenbach zu vergeben, wenn die Kostenschätzung um nicht mehr als zehn Prozent überschritten wird. Es handelt es sich um rund 1700 Meter an Rohrleitung und rund 55 Hausanschlüsse. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 1.000.494 Euro. Das identische Verfahren mit dem Pro-Forma-Okay kommt ebenfalls für die Vergabe der Ingenieurleistungen zum Umbau des Rückschlammpumpwerks der Kläranlage Peterslahr zur Anwendung. Derzeit beläuft sich die Kostenschätzung für die favorisierte Variante auf rund 1.120.000 Euro. Ad-hoc-Arbeiten an beiden Netzen liegen vom 1. Juli an für die Alt-VG Altenkirchen in Händen der Firma Kabelbau Schumacher GmbH (Höchstenbach), die Kostenschätzung wurde mit rund 803.847 Euro errechnet, nachdem im Jahr 2024 rund 500.000 Euro zusammengekommen waren. In der Alt-VG Flammersfeld wird die Firma Barten GmbH (Flammersfeld) tätig, die - ebenfalls ohne Widerspruch - für rund 584.960 Euro den Zuschlag erhielt (2024: rund 250.000 Euro). Beide Kontrakte können vom Auftraggeber jeweils um dreimal ein Jahr verlängert werden, und beide haben ein Aufgebot von jeweils zehn Prozent inkludiert.




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Neue Kunden in anderen Kreisen
In den kommenden Jahren wird die Wasserversorgung Kreis Altenkirchen (WKA) mit Nachdruck daran arbeiten, über die Grenzen des AK-Landes hinweg neue Kunden mit Trinkwasser zu beliefern, das ebenfalls aus der Wiehltalsperre des Aggerverbandes stammt. Weit gediehene Pläne, die Verbandsgemeinden Hachenburg und Puderbach sowie das Kreiswasserwerk Neuwied zu versorgen, erläuterten Manuel Kaiser und Dominik Meier, die in „Doppelfunktion“ für die Stadtwerke Wissen und den WKA arbeiten, da der kommunale Betrieb als Betriebsführerin für den Zweckverband fungiert. Die Abnehmer in spe möchten mit dem Anschluss grundsätzlich ihre jeweilige Versorgungssicherheit erhöhen. „Wir sind im Wege der interkommunalen Zusammenarbeit bei unseren Nachbarn ein verlässlicher und gern gesehener Partner“, merkte Fred Jüngerich als Bürgermeister der VG an. Der WKA, 1972 gegründet, versorgt im Kreis Altenkirchen fast alle Einwohner mit dem wertvollsten Lebensmittel überhaupt. Hin und wieder gibt es noch örtliche Wasservereine. Er ist zudem der größte Kunde des Aggerverbandes und erhält pro Jahr rund 5,3 Millionen Kubikmeter, wovon rund 34 Prozent in die VG Altenkirchen-Flammersfeld fließen. Der Sprung über die Kreisgrenzen hinweg soll geschätzte 18,5 Millionen Euro kosten. In diesem Betrag enthalten sind auch Sanierungen und Vergrößerungen bestehender Leitungen, wobei finanzielle Förderungen noch beantragt werden müssen. Kaiser und Meier gingen davon aus, dass „in fünf bis zehn Jahren alles fertig ist. Läuft es gut, könnte in diesem Jahr noch der Strang für Puderbach gebaut, vielleicht sogar auch angeschlossen werden“. (vh)


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