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Nachricht vom 21.06.2025    

Peter Maffay feierte mit 18.000 Fans auf der Loreley Nostalgie- und Rockparty

Von Wolfgang Rabsch

Wenn das Management mitteilt, die Loreley-Bühne ist ausverkauft ist, dann befinden sich etwa 18.000 Besucher auf der wunderschönen Anlage. Das ist sicherlich nicht immer so, war anscheinend bei den Konzerten von Peter Maffay der Fall.

Fotos: Wolfgang Rabsch

Sankt Goarshausen. Wenn man auf den überfüllten Parkplätzen auf die Kennzeichen schaute, war feststellbar, dass tatsächlich Fans aus der gesamten Bundesrepublik nach St. Goarshausen strömten. Das hat einzig und allein den Grund, Peter Maffay noch einmal live zu erleben, denn er hatte angekündigt, dass er sich auf Abschiedstour befindet und nur noch zwei Konzerte geben wird: Samstag (21. Juni) noch einmal auf der Loreley-Bühne und sein letztes Konzert, Anfang Juli in der Schweiz. Das heißt nicht, dass er der Bühne total Adieu sagt, jedoch keine Tourneen mehr durchführen wird.

Romantische Atmosphäre auf der Loreley

Dementsprechend positiv aufgeheizt war die Stimmung vor dem Konzert, es schwebte ein spürbar positives Feeling über der Loreley. Wie Maffay, der sich gerne als Rocker sieht, waren viele Besucher in entsprechender Lederkleidung erschienen, die jedoch nur eines im Sinn hatten, Party zu machen, um mit Maffay zu feiern. Die äußeren Bedingungen hätten nicht besser sein können, hohe Außentemperaturen und praller Sonnenschein bescherten den Getränkeständen sicherlich Rekordumsätze, was ihnen auch gegönnt sei. Nach Beginn des Konzerts zeichnete sich ein wunderschönes, idyllisches Landschaftsbild ab, als die langsam untergehende Sonne die Bühne über den Wäldern des gegenüberliegenden Hunsrücks anstrahlte. So entstand ein Bild, dass ein Maler nicht ausdrucksvoller hätte gestalten können.

Sanfter Start mit Schmusesongs

So, nun aber endlich zum Konzert: Ein wahrer Jubelorkan fegte über die Loreley-Bühne hinweg, als Maffay mit seiner Band die Bühne betrat. Wenn überhaupt eine Steigerung möglich gewesen wäre, dann gelang das Maffay gleich zu Beginn des Konzerts, als er mit zwei seiner Superhits aus den 70-er-und 80-er Jahren, praktisch als Warm-up, startete: "Du" und "Sonne in der Nacht". Viele lagen sich beseelt in den Armen und hatten bestimmt zu diesen Songs schöne Erinnerungen. Getragen von seiner unfassbar guten Band, die sich aus hervorragenden Instrumentalisten zusammensetzte, wobei einige auch bereits bei Udo Lindenberg und Helene Fischer zum Einsatz kamen, konnte sich Maffay komplett auf seinen Part konzentrieren. Obwohl Maffay der Star auf der Bühne ist, hängt er diesen nicht raus, ganz im Gegenteil, jedes Mitglied der Band hatte die Gelegenheit, seine musikalische Qualität bei Soloeinlagen unter Beweis zu stellen.



Maffay und seiner Band war anzumerken, dass sie von der unfassbaren Atmosphäre, die auf der Loreley herrschte, fasziniert waren und vor Spielfreude regelrecht explodierten. An dieser Stelle eine kleine Auswahl der Songs, die Maffay, auch mit der Unterstützung von anderen Gesangspartnern, für sein Publikum spielte: "Gib die Liebe nie auf", "Liebe wird verboten", "Gelobtes Land", "Weil es dich gibt", und "Samstagabend in unserer Straße". Als die Gitarren "Und es war Sommer" anstimmten, brach wieder unendlicher Jubel aus, weil der schluchzende Gitarrensound (piu, piu, piu) den meisten Besuchern durch Mark und Bein ging und sich wieder große Emotionen Raum und Platz verschafften.

Als Maffay ins Publikum fragte, wer von ihnen Tattoos tragen würde, reckten sich viele Hände nach oben. Er selbst, dessen Körper auch von vielen Tattoos verziert ist, hatte ihnen einen Song gewidmet, nämlich "Schwarze Linien", der vielstimmig mitgesungen wurde. Weiterhin durften nicht "Eiszeit" und "Über sieben Brücken musst du gehn" fehlen, wobei Maffay vor "Eiszeit" einen flammenden Friedensappell an die Mächtigen der Welt richtete "Mit Waffen schafft man keinen Frieden".

Verdienter Jubel am Ende des Konzerts

Bevor das fast dreistündige Konzert stimmungsvoll mit "Dafür dank ich dir" und "Halt dich an mir fest" beendet wurde, ging der letzte Ton im brausenden Jubel unter. Nach dem auch für die Musiker sicherlich anstrengendem Konzert, durchgehend ohne jede Pause, hatte sich die Band eine kühle Erfrischung oder Dusche absolut verdient.

Als Fazit des Konzerts ist festzustellen, dass Peter Maffay das Image des Schmuserockers abgelegt hat und selbst die frühen Hits, die er mit Herz-Schmerz gesungen hat, sich der Zeit angepasst haben und mit teilweise hartem Rock interpretiert werden. Dem Publikum scheint der Wandel gut gefallen zu haben, denn seine Songs luden nicht nur zum Schmusen, sondern auch zum Mittanzen ein. (Wolfgang Rabsch)


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