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Pressemitteilung vom 02.08.2025    

Imker in Rheinland-Pfalz feiern Rekordernte trotz Bienenkrankheit

Dank eines außergewöhnlich guten Frühjahrs verzeichnen die Imker in Rheinland-Pfalz die beste Honigernte seit Jahren. Doch eine ernste Bienenseuche trübt die Freude.

Biene mit Blütenpollen. (Foto: Arne Dedert/dpa)

Rheinland-Pfalz. Die Imker in Rheinland-Pfalz haben im Frühjahr eine außergewöhnlich reiche Honigernte erzielt. "2025 ist ein gutes Honigjahr", erklärte Christoph Otten, Leiter des Fachzentrums Bienen und Imkerei in Mayen, der Deutschen Presse-Agentur. Jedes Bienenvolk brachte im Schnitt 20 Kilogramm Honig ein. Mit Ausnahme von 2022 sei dies das beste Ergebnis der letzten 15 Jahre, so Otten weiter. Im Norden des Landes lag der Durchschnitt bei knapp 22 Kilogramm, während im Süden 17 Kilogramm erreicht wurden. Der Wassergehalt des Honigs betrug durchschnittlich 16,8 Prozent, was auf das trockene, warme und sonnige Wetter zurückzuführen sei, erläuterte Otten.

Die sogenannte Frühtracht, die von Mitte März bis Mitte Mai dauert, war besonders ertragreich. Für die Sommerernte liegen noch keine Zahlen vor, jedoch erwartet Jochen Dörr vom Imkerverband Rheinland-Pfalz ebenfalls einen hohen Ertrag von rund 20 Kilogramm pro Bienenvolk. In Rheinland-Pfalz gibt es etwa 6.500 Imker, die meist als Hobby acht bis neun Bienenvölker halten. Das Fachzentrum Bienen und Imkerei führt jährlich eine Branchenumfrage durch, an der bundesweit Tausende Imker teilnehmen - in Rheinland-Pfalz waren es rund 780.

Preise mit Spielraum nach oben
Rheinland-pfälzische Hobbyimker verkaufen ihren Honig hauptsächlich direkt ab Haustür oder im beruflichen Umfeld, seltener auf Wochenmärkten oder in Hofläden. Der Preis für ein 500-Gramm-Glas liegt zwischen sechs und acht Euro, wobei es Schwankungen gibt. "Ein fairer Preis wären eigentlich elf bis zwölf Euro", sagte Dörr vom Imkerverband. "Wir dürfen uns bei der Preisgestaltung nicht am Weltmarkt orientieren."



Amerikanische Faulbrut im Landkreis Bad Dürkheim
Überschattet wird das erfolgreiche Honigjahr von der hochinfektiösen Amerikanischen Faulbrut, die sich im Landkreis Bad Dürkheim ausgebreitet hat. Die Kreisverwaltung hat vier Sperrbezirke eingerichtet, um die Krankheit einzudämmen. Mehrere Bienenvölker wurden positiv getestet, wie der Imkerverband berichtete. Alle Imker müssen ihre Bienenvölker nun auf Sporen untersuchen lassen. Weder tote Bienen noch Waben, Honig oder benutzte Imkereigeräte dürfen bewegt oder aus dem Gebiet gebracht werden. Zudem dürfen keine neuen Bienen in das betroffene Gebiet gebracht werden. Auslöser war laut Imkerverband ein Imkerpaar, das über 120 Bienenvölker illegal auf Privatgrundstücken aufgestellt hatte.

Die Amerikanische Faulbrut ist eine bakterielle Erkrankung der Bienenbrut, verursacht durch den Erreger "Paenibacillus larvae". Sie führt dazu, dass die Brut im Bienenstock abstirbt, wodurch sich das Bienenvolk langfristig nicht mehr regenerieren kann. Für Menschen ist die Krankheit ungefährlich und der Honig bleibt genießbar, jedoch stellt sie eine ernsthafte Gefahr für die Bienengesundheit und die Bestäubung vieler Kulturpflanzen dar. Ihre Bekämpfung ist gesetzlich vorgeschrieben.
(dpa/bearbeitet durch Red)


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