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Pressemitteilung vom 08.09.2025    

Afrikanische Schweinepest rückt näher: Maßnahmen im Kreis Altenkirchen

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) nähert sich den Grenzen des Landkreises Altenkirchen. Eine Informationsveranstaltung in Harbach brachte Jäger, Landwirte und weitere Akteure zusammen, um über Präventionsmaßnahmen zu diskutieren. Die Beteiligten betonten die Notwendigkeit einer koordinierten Reaktion auf einen möglichen Ausbruch.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Harbach. Unter dem Motto "Vorbereitung und Vorbeugung ist alles" trafen sich auf Einladung des Kreisbauernverbandes und der Kreisverwaltung Altenkirchen verschiedene Interessengruppen im Bürgerhaus Harbach. Anlass war das Vorrücken der Afrikanischen Schweinepest bis auf dreißig Kilometer an die Grenze des Landkreises Altenkirchen.

Josef Schwan, Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Altenkirchen, warnte vor erheblichen Einschränkungen für Landwirtschaft, Jagd und Bürger im Falle eines ASP-Ausbruchs. Er betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit aller Beteiligten: "Mit dieser Veranstaltung wollen wir zu einer Vernetzung aller Akteure beitragen, damit wir im Ernstfall nicht kalt erwischt werden."

Hochansteckende Tierseuche
Kreisveterinär Dr. Grünau erläuterte die Merkmale und den aktuellen Stand der hochansteckenden Tierseuche. Er wies darauf hin, dass im Falle eines Ausbruchs ordnungsbehördliche Maßnahmen erforderlich würden. Dazu gehöre unter anderem der Einsatz von Drohnen mit Wärmebildkameras zur Überprüfung landwirtschaftlicher Flächen vor der Ernte.



Dr. Wettlaufer-Zimmer vom Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz erklärte, dass der Erreger hauptsächlich durch infizierte Körperflüssigkeiten und kontaminierte Gegenstände verbreitet wird. Sie rief Landwirte und Jäger dazu auf, Hygieneprinzipien wie "Trennen, Säubern und Desinfizieren" strikt einzuhalten, um eine Verschleppung des Virus zu verhindern.

Ein Elektrozaun an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen soll das Eindringen infizierter Wildschweine verhindern. Dennoch bleibt die Gefahr eines Eintrags durch infizierte Wurstwaren oder genutzte Gegenstände bestehen. Wettlaufer-Zimmer appellierte an alle Beteiligten, durch bewusstes Verhalten die Biosicherheit zu gewährleisten. (PM/Red)


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