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Nachricht vom 12.05.2012 - 10:11 Uhr    

Henkelpark feiert 100jährigen Geburtstag

Das Weltunternehmen Lohmann und Rauscher unterhält den Park in Rengsdorf - Viele seltene Pflanzen sind dort zu sehen

Rengsdorf. In dem Westerwaldort Rengsdorf schrieb man das Jahr 1912, als Fritz Henkel der Seniorchef der Henkel & Compagnie ein Landhaus errichten ließ. Es war als Gästehaus und Werkswohnung mit zwei Garagen konzipiert. Unterhalb des Hauses, an der Kaiser-Wilhelm-Straße gelegen, entstand eine firmeneigene Gärtnerei.

Der Blick von der Terrasse der Villa Henkel in den Park. Fotos: Wolfgang Tischler

Den heutigen Bewohnern aus Rengsdorf ist dieses Anwesen als Villa Henkel und Henkel-Park bekannt. Die Straße heißt heute Westerwaldstraße. Nach dem Tod des letzten Besitzers Jost Henkel im Jahre 1964 wurde das Anwesen vom Land Rheinland-Pfalz übernommen. Im Jahre 1985 wurden die Villa und ihre Parkanlage unter Denkmalschutz und die Anpflanzungen unter Naturschutz gestellt.

Im September 1986 wurde der 11760 Quadratmeter große Park mit der Villa von der heutigen Firma Lohmann und Rauscher übernommen. Der Weltkonzern hat im Park seine Zentrale und beschäftigt dort 180 Mitarbeiter. Die Villa wird als Schulungszentrum genutzt. „Dort finden jährlich 500 Meetings, Schulungen und Workshops für Mitarbeiter, Partner und Kunden statt“, erzählt der Vorsitzende der Geschäftsführung Wolfgang Süßle.

Weltweit beschäftigt das Unternehmen 3.500 Mitarbeiter, das aus zwei familiengeführten Traditionsunternehmen entstand. Heute ist Lohmann und Rauscher ein führender internationaler Anbieter für Medizinprodukte. Zur Philosophie des Unternehmens führt Wolfgang Süßle aus: „Mir persönlich ist es wichtig, die über Jahrzehnte erworbenen Kompetenzen in Technologie und Fertigung, unsere soziale Kompetenz mit Effizienz und die Familientradition mit globalem Denken zu verbinden.“

Tradition wird auch in der Parkanlage ganz groß geschrieben. Das Unternehmen hat einen exzellenten Experten, der jede Pflanze und jeden Baum im Park kennt. Der Hümmericher Martin Petry schwärmt: „Ein echtes Kleinod!“ Oft führt er Gäste und Besucher durch die gepflegte Anlage und erklärt wo die Sicheltanne oder der Fächerblattbaum seine Heimat hat. „Hier links sehen sie die Blaufichte, die in den amerikanischen Rocky Mountains beheimatet ist“, erklärt der Fachmann den Besuchern. Gerne führt er gerade in der jetzigen Jahreszeit die Gäste durch den Rhododendronhain. Es geht unter riesigen, alten Büschen hindurch. Für die Allermeisten ein erst- und einmaliges Erlebnis.

Der Park, der zum heutigen 100jährigen Geburtstag (12.5.) für die Öffentlichkeit von 10.00 bis 18.00 Uhr zugänglich ist, weist eine Vielzahl von Besonderheit aus. Ein Muss für den Naturliebhaber. Wolfgang Tischler



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