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Nachricht vom 12.05.2012    

Fenster zu den Vorfahren geschaffen

Rund 20 Jahre Arbeit stecken in den beiden Bänden, die jetzt der evangelischen Kirchengemeinde Hamm übergeben wurde. Es sind die Aufzeichnungen aus den alten Kirchenbüchern der vergangenen Jahrhunderte, die jetzt das hoch interessante Nachschlagewerk entstehen ließen.

Die ersten beiden Bände überreichte Heinrich Strombach (links) an Pfarrer Prof. Dr. Dr. Klein von der evangelischen Kirchengemeinde Hamm. Fotos: Rolf-Dieter Rötzel

Hamm. Kirchenbücher gehören mit zu den wichtigsten Quellen bei personenstandsrechtlichen Nachforschungen in vergangene Jahrhunderte. Heinrich Strombach von den Heimatfreunden im Hammer Land hat mit Wilhelm Geilhausen und weiteren Mitarbeitern über zwei Jahrzehnte aufwendet und aus Hammer lutherischen Kirchenbüchern die Geburten von 1690 bis 1904, Eheschließungen von 1669 bis 1915 und Sterbefälle von 1669 bis 1900 in zwei Bänden mit insgesamt 2.300 Seiten zusammen gefasst.

Mit dem Werk von 45.000 personenstandsrechtlichen Datensätzen aus über drei Jahrhunderten stellt der Herausgeber der heutigen und den nachfolgenden Generationen umfassende und unersetzliche Grundlagen für die Orts- und Regionalgeschichte zur Verfügung. Die „Fenster zu den Vorfahren“ und damit auch in vielen Fällen zu den eigenen Wurzeln sind nunmehr schnell geöffnet.

Zum evangelischen Kirchspiel gehörten ehemals auch die Ortschaften Bellingen, Halscheid, Hausen, Gansau, Geilhausen, Wiedenhof sowie jeweils hälftig Niederhausen und Opperzau, die dann alle verwaltungsmäßig durch den Siegburger Vertrag von 1607 zur heutigen Gemeinde Windeck und kirchlich ab 1780 zum Kirchspiel Rosbach kamen.

Wer einmal in Kirchenbüchern gelesen hat, kann ermessen, welch ein Aufwand für solche Transkriptionen (Übertragungen) notwendig sind. Die Informationen aus Kirchenbuch-Eintragungen sind unterschiedlich. Je weiter man in der Zeit zurück blickt, desto schwieriger wird es, Personen richtig zuzuordnen. Hinzu kommt, dass die damalige Schrift, mit denen die Pfarrer ihre Eintragungen vornahmen, in der heutigen Zeit nur noch von Wenigen gelesen werden kann.



„In die Schrift und Sprache der Jahrhunderte“, so Heinrich Strombach, „habe ich mich im Laufe der Jahre eingearbeitet. Ich hoffe, dass mit dem Nachschlagewerk für Familienforscher und an Historie interessierte Menschen Fenster in vergangene Jahrhunderte geöffnet werden.“ Aus den Erläuterungen Strombachs erfuhren die Anwesenden bei der Präsentation im Hammer Kulturhaus, welche detaillierte Arbeit aufgewendet werden musste.

Im Namen der Hammer Heimatfreunde sprach Vorsitzender Klaus Thiesbonenkamp von einem wichtigen Beitrag für die Kultur- und Sozialgeschichte. Die Eintragungen der lutherischen Kirchen seien nunmehr zusammengefasst, „schön wäre es natürlich, wenn dies auch für die Datensätze der katholischen und reformierten Kirchenbücher geschehen würde.“

Dank übermittelte auch Pfarrer Prof. Dr. Dr. Klein von der evangelischen Kirchengemeinde an Heinrich Strombach und dessen Mitarbeiter für die jahrelangen und aufwendigen Bemühungen. „Schließlich können wir einen großen Nutzen aus dem neuen Familienbuch ziehen.“
Informationen zum Familienbuch geben Heinrich Strombach, Wickhausen, Telefon 02682-1665 und Wilhelm Geilhausen, Hurst, Telefon 02292-1783, die auch Bestellungen entgegen nehmen. (rö)


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