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Pressemitteilung vom 11.09.2025    

Schweitzer gegen Altersgrenze für Social Media - Schutz und Teilhabe im Fokus

Die Debatte um eine Altersgrenze für soziale Medien gewinnt an Fahrt. Während die EU-Kommission über mögliche Regelungen nachdenkt, spricht sich der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer klar dagegen aus.

Smartphone-Nutzung bei Kindern. (Foto: Annette Riedl/dpa)

Mainz. Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Alexander Schweitzer (SPD), lehnt ein pauschales Verbot von Social Media für bestimmte Altersgruppen ab. "Wir müssen unsere Kinder in der digitalen Welt besser schützen", erklärte Schweitzer in Mainz. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung der digitalen Teilhabe: "Zugleich wollen wir ihnen auch digitale Teilhabe ermöglichen und wir müssen feststellen, dass Social Media Angebote mittlerweile fester Bestandteil ihrer Lebenswirklichkeit sind."

Ein generelles Verbot würde erheblich in diese Teilhabe eingreifen. Schweitzer setzt auf altersgerechte und sichere Nutzungsmöglichkeiten und fordert die Umsetzung bestehender Instrumente und Regelungen auf nationaler und europäischer Ebene.

Europaparlament wird sich damit beschäftigen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuvor in einer Rede im Europaparlament in Straßburg eine Altersgrenze für soziale Medien ins Gespräch gebracht. Sie plant, bis Ende des Jahres eine Expertengruppe zu beauftragen, um das beste Vorgehen für Europa zu erarbeiten.



Von der Leyen verglich mögliche Vorgaben mit den bestehenden Regelungen für Tabak und Alkohol: "Zu meiner Zeit haben wir als Gesellschaft unseren Kindern beigebracht, dass sie bis zu einem bestimmten Alter nicht rauchen und trinken dürfen", so die Kommissionspräsidentin. Sie sieht Handlungsbedarf, um ähnliche Maßnahmen für soziale Medien zu ergreifen.

Mehrheit in Umfrage für Mindestalter
Von der Leyen verwies auch auf die Sorgen vieler Eltern bezüglich des ungehinderten Zugangs ihrer Kinder zu sozialen Medien, insbesondere wegen der Algorithmen, die Schwächen von Kindern ausnutzen könnten. "Wenn es um die Sicherheit unserer Kinder im Internet geht, glaubt Europa an Eltern, nicht an Gewinne", sagte sie.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov in Deutschland ergab, dass mehr als 70 Prozent der Befragten ein Mindestalter für den Zugang zu sozialen Medien befürworten. 57 Prozent sprachen sich für ein Mindestalter von 16 Jahren aus, während 16 Prozent sogar ein Mindestalter von 18 Jahren bevorzugen würden.
(dpa/bearbeitet durch Red)


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