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Nachricht vom 14.09.2025    

Ein Jahr Grenzkontrollen in Rheinland-Pfalz: Pendlerfrust und politische Kritik

Seit einem Jahr sind Grenzkontrollen an Deutschlands Außengrenzen wieder Realität. In Rheinland-Pfalz sorgt dies für Diskussionen und Anpassungen im Alltag der Pendler. Die Verlängerung dieser Maßnahmen bis März 2026 wirft Fragen auf.

Ein Jahr Grenzkontrollen (Foto: Harald Tittel/dpa)

Rheinland-Pfalz. Luisa Firmenich, eine 24-jährige Pendlerin aus Kenn bei Trier, ist von den andauernden Grenzkontrollen genervt. "Sie stören wirklich", sagt sie. Um Staus auf der A 64 zu vermeiden, hat sie ihre Arbeitszeiten geändert, andernfalls muss sie 25 bis 30 Minuten Verzögerung durch die Kontrollen einplanen. Firmenich arbeitet in Strassen, Luxemburg, bei einer Lebensversicherung. Sie hofft auf eine Aufhebung der Kontrollen, die nun jedoch bis Mitte März 2026 verlängert werden.

Illegale Einreisen wurden verhindert und Haftbefehle durchgeführt
Seit Wiedereinführung der Kontrollen wurden in Rheinland-Pfalz bis Ende August rund 4.500 illegale Einreisen festgestellt. Laut Bundespolizei kamen 2.840 Menschen aus Frankreich, 1.419 aus Luxemburg und 253 aus Belgien. Rund 2.068 Personen wurden nach Frankreich zurückgewiesen, 907 nach Luxemburg und 156 nach Belgien. Die Zahlen könnten sich noch geringfügig ändern. Zudem wurden 143 Schleuser vorläufig festgenommen, und 526 Personen mit offenen Haftbefehlen wurden erfasst.

Kritik von Pendlern und Politikern
Kritik kommt von Pendlern und Politikern. Stationäre Kontrollen wie auf der A 64 nach Luxemburg stoßen auf Widerstand. Mehr als 50.000 deutsche Grenzgänger arbeiten in Luxemburg. Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) äußerte sich gegen dauerhafte Kontrollen: "Unser Ziel muss es bleiben, die europäische Freizügigkeit zu bewahren." Er betonte, dass punktuelle Maßnahmen effektiver seien und dauerhafte Kontrollen die Wirtschaft belasten würden.




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Bundespolizei setzt auf möglichst wenig Beeinträchtigung
Die Bundespolizei versucht, die Beeinträchtigungen minimal zu halten. "95 Prozent verstehen diese Kontrollen", sagte Stefan Döhn, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Trier. Dennoch sei vielen die zusätzliche Fahrzeit ein Ärgernis. In Trier gibt es zwei stationäre Kontrollstationen: auf der A 64 und an der Grenze zu Belgien, wobei auch andere Stellen im 30-Kilometer-Bereich kontrolliert werden.

Die Herausforderungen der Grenzkontrollen sind ohne Unterstützung von externen Kräften der Bundespolizei kaum zu bewältigen.

(dpa/bearbeitet durch Red)


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