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Nachricht vom 03.06.2012    

Aktionstag der Frauenhilfe zum Thema Singen

Die evangelischen Frauenhilfegruppen aus Birnbach, Flammersfeld, Mehren und Schöneberg kamen zum Aktionstag in der Schöneberger Kirche zusammen. Das Thema Reformation und Musik, vor allem das Singen stand im Mittelpunkt. Initiatorin Renate Walterschen sah den Aktionstag auch als Werbung für Frauenhilfen vor Ort.

Renate Walterschen, Vorsitzende der Frauenhilfegruppe in Schöneberg, hatte den gemeinsamen Aktionstag der Gruppen aus der Region initiiert. Sie unterstrich, dass solch ein Miteinander auch die stete inhaltliche Arbeit der Frauenhilfe-Gruppen eindrucksvoll unterstreicht. Fotos: Petra Stroh

Schöneberg. „Die Seelen werden fröhlich“ befand einst Martin Luther als Notwendigkeit für eine „singende Gemeinde“. Mit „seiner Reformation“ brachte er den Gemeindegesang (zurück) in die Gottesdienste. Über die Lieder – so Luther – lernten die Menschen die Inhalte der biblischen Geschichten, würden davon angerührt und zum Weitererzählen angeregt.

Kreiskantor Alexander Kuhlo hatte zum Aktionstag der vier Frauenhilfegruppen aus Birnbach, Flammersfeld, Mehren und Schöneberg, nicht nur allerhand Wissenswertes rund um das Thema „Reformation und Musik“ zusammengetragen, sondern selbstverständlich auch ganz viele Liedbeispiele parat und so ertönten mehr als hundertfach glaubensstärkende Choräle durch die Schöneberger Kirche.

Zeitgleich mit vielen Frauen im gesamten Gebiet der rheinischen Landeskirche beschäftigten sich die heimischen Aktiven aus der Frauenhilfe mit dem Zusammenspiel von Reformation und Musik.

„Genau wie beim Weltgebetstag, wo sich viele Frauen gleichzeitig überall mit einem Thema beschäftigen, sind wir heute alle eingebunden“ unterstrich Renate Walterschen, Vorsitzende der Frauenhilfe in Schöneberg und Initiatorin des gemeinschaftlichen Aktionstages bei ihren Begrüßungsworten in der gut gefüllten Auferstehungskirche. Sie unterstrich, dass das Thema der Reformationsdekade wunderbar zur Frauenhilfe passe. So wie das Singen in der Gemeinde seit der Reformation zentrale Bedeutung habe und seitdem ein Markenzeichen der evangelischen Kirche geworden sei, werde auch in den evangelischen Frauenhilfen gerne und viel gesungen. „Das Singen ist Ausdruck für die Lebendigkeit unseres Glaubens“.
Walterschen betonte, dass der Aktionstag auch als Werbung für die Arbeit der Frauenhilfen vor Ort gedacht sei und dass man dabei mit Mut und Selbstbewusstsein zeigen wolle „wer wir sind“.




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Dass die Frauenhilfe wahrlich singstark ist, wurde bereits bei der Andacht deutlich, die Kreiskantor Kuhlo in Form einer „Liedandacht“ zum Choral „Du meine Seele singe“ aufgebaut hatte. Die Aussagen der acht Strophen des Paul Gerhardt-Chorals wurden dadurch deutlich, dass die Liedverse jeweils auf die Melodien andere Choräle quer durchs Kirchenjahr gesungen wurden. Eine Klavierbegleitung brauchte der Frauenhilfe-Chor bei diesen musikalischen Quersprüngen nicht und setzte die textlichen Inhalte gekonnt in die entsprechende Musikstimmung um.

Kreiskantor Alexander Kuhlo nutzte diese Singfreude dann auch mehrfach in seinen Vortrag über die lutherischen Gedanken rund um die Musik in den Gottesdiensten.

Da es anfangs wenige Choräle für seine „Gottesdienst-Idee“ gab, wurde der Reformator selbst als Liedschreiber aktiv, komponierte oder nutzte bekanntes Liedgut und füllte es mit für ihn passenden Texten. 43 Lieder sind von Luther bekannt und nicht nur mit dessen persönliches Glaubenslied „Nun freut euch, lieben Christen g’mein“ von 1523 beschäftigten sich die Frauenhilfe-Gruppen der Region in der Auferstehungskirche inhaltlich und musikalisch.

Viel Wissens- und Nachdenkenswertes hatte der Kantor für den Aktionstag zusammengestellt und gab tiefe Einblicke in den reichen Liederschatz der Reformation. Nach seinen ausführlichen und anregenden Inhalten stärkten sich Frauen an der von den Schönebergern vorbereiteten Kaffeetafel im nahe gelegenen Gemeindehaus und nutzten dabei auch die Gelegenheit zum Austausch. (pes)


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