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Nachricht vom 05.06.2012    

Ehrenamtstag bot ein buntes Programm

Der Ehrenamtstag des Evangelischen Kirchenkreises fand in Kirchen im evangelischen Gemeindehaus und der Lutherkriche statt. Es zeigte sich deutlich: ohne das ehrenamtliche Engagement in den Gemeinden die Arbeit nicht zu leisten wäre. Ein Tag für Ehrenamtlichen mit Infos, Workshops und Unterhaltung.

Eine Rose als symbolisches Dankeschön gab es für die kirchlichen Ehrenamtlichen in der Kirchener Lutherkirche zum Abschluss des Tages. Fotos: Petra Stroh

Kreis Altenkirchen. Sie arbeiten als Jungscharleiter, Gemeindebrief-Austräger oder im Besuchsdienst. Ohne Ehrenamtliche wären Ausschüsse, Kindergottesdienste, Jugendfreizeiten, Seniorenkreise und viele weitere kirchliche Arbeitsgebiete kaum zu stemmen.

Rund 1000 Menschen sorgen im Evangelischen Kirchenkreis an verschiedensten Stellen entscheidend dafür, dass „ihre Kirche“ lebendig ist und bleibt. Daran zu erinnern, den vielfältig Aktiven zu danken, ihnen Zurüstung und Informationen zu liefern und Gelegenheit zum Austausch zu bieten, sind einige Ansätze des kreiskirchlichen Ehrenamtstages, der am Samstag zum zweiten Mal (nach 2008 in Hamm) in Kirchen gefeiert wurde.

Das Team des synodalen Ehrenamtsausschusses mit seinem Vorsitzenden Pfarrer Eckhard Dierig (Kirchen) hatte dazu ein buntes Programm rund um die Kirchener Lutherkirche und das Gemeindehaus vorbereitet.

In der Andacht zum Auftakt des Ehrenamtstages dankte Superintendentin Andrea Aufderheide den Ehrenamtlichen für ihren Dienst als „Arbeiter im Weinberg des Herrn“ und unterstrich, dass all dieses Engagement auch „heilsame Unterbrechungen“ brauche, solche wie ein Ehrenamtstag, die zum „Atemholen“ und „Auftanken“ nötig seien.

Sie dankte den Organisatoren des Tages, die dies ermöglicht hatten und erinnerte daran, dass sich Haupt- und Ehrenamt gegenseitig brauchten und gemeinsam zur Beantwortung entscheidender Zukunftsfragen und zur Realisierung ihrer Vision von „Missionarisch Volkskirche sein“ aufgefordert seien.

Gemeinsame Mahlzeiten, klangvolles Singen und viel Austausch quer über alle Arbeitsbereiche, waren für die Ehrenamtlichen, die eine Altersspanne von Jungscharleitern bis Seniorenkreis-Verantwortliche umfassten und aus den 16 evangelischen Kirchengemeinden im Kreis kamen, ein „unbedingtes Muss“, wie sie unterstrichen. Gelobt wurden von ihnen auch die fünf verschiedenen Workshops, in denen sie (geleitet von Eckhard Dierig/Kirchen, Paul Seifen/Flammersfeld, Heike Koch/Birnbach, Melanie Sühnhold/Isert und Hans-Jörg Ott/Birnbach) wertvolle Informationen für ihre Arbeit vor Ort mitnehmen konnte. Dabei ging es u.a. um versicherungsrechtliche Fragen, Tipps zur Öffentlichkeitsarbeit in Gemeinden und Gruppen, aber auch um Herausforderungen wie das Erkennen von „Kindeswohlgefährdung“.



In Kirchenkreis, Landeskirche und von der Evangelischen Erwachsenenbildung werden zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten angeboten, die Ehrenamtliche in ihren Wirkungsbereichen hilfreich sein können. Auch Besuchsdienst und Frauenhilfe offerieren Zahlreiches. Diese Angebote beim Ehrenamtstag mal in gebündelter Form wahrzunehmen, erstaunte selbst langjährige Ehrenamtler und mancher Tipp schaffte es auf die Notizzettel, die im Laufe des Ehrenamtstages immer länger wurden.

1995 beschäftigte sich eine Kreissynode in Wissen ausführlich mit dem Ehrenamt. Damals wurden „Selbstverständlichkeiten“ im Umgang mit Ehrenamtlichen, Fortbildung, rechtliche Ansprüche oder Begleitung formuliert. Eine Arbeitsgruppe beim Kirchener Ehrenamtstag spürte nach, was von den zehn Thesen in den vergangenen 17 Jahren wirklich selbstverständlich geworden ist, zog ein insgesamt positives Fazit, mahnte aber auch Wachsamkeit an, insbesondere darauf, dass Ehrenamtliche darin bestärkt werden auch „Nein sagen“ zu können, wenn die Ansprüche an sie Grenzen überschreiten.

Eine Rose als Dankeschön, die noch einige Tage die schöne Erinnerung an den Ehrenamtstag wach halten soll, bekamen die „Weinberg-Arbeiter“ ebenso als Dankeschön zum Abschied wie ein musikalisches „Bonbon“. „Donnabella“ – ein Quintett mit vier Frauenstimmen und Klavierbegleitung – aus der Kirchengemeinde Mehren, bereicherte beeindruckend klangstark die Abschlussandacht in der Lutherkirche, die passend zum Thema des Tages von einem Ehrenamtlichen, Prädikant Reinhard Krüger aus Betzdorf, gestaltet wurde. (PES)


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