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Pressemitteilung vom 11.12.2025    

Kinderrechte in Rheinland-Pfalz unter der Lupe: Wo es hakt und wo das Land punktet

Rheinland-Pfalz steht beim aktuellen "Kinderrechte-Index 2025" des Deutschen Kinderhilfswerks im Fokus. Der Bericht zeigt auf, dass das Bundesland im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands Defizite bei der Umsetzung von Kinderrechten aufweist.

Symbolbild (Quelle: Pixabay)

Rheinland-Pfalz. Bei der Durchsetzung von Kinderrechten hat Rheinland-Pfalz erheblichen Nachholbedarf. Laut dem am Donnerstag (11. Dezember) vorgestellten "Kinderrechte-Index 2025" hat das Bundesland im bundesweiten Vergleich an Boden verloren. Die Vizepräsidentin des Kinderhilfswerks, Anne Lütkes, äußerte die Hoffnung, dass Rheinland-Pfalz den Index als Anstoß nehmen werde, um seine Bemühungen zu intensivieren. Insbesondere die Senkung des Wahlalters bei Landtags- und Kommunalwahlen sowie die Verbesserung der Versorgung mit Kinderärzten, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten und Schulpsychologen seien notwendig. Auch die Ausgaben für öffentliche Schulen und Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sollten erhöht werden. Kinder und Jugendliche bewerten diese Angebote derzeit eher schlecht.

Trotz dieser Herausforderungen kann Rheinland-Pfalz laut dem Bericht in bestimmten Bereichen punkten. Das Recht auf Schutz und Bildung wird positiv hervorgehoben. Besonders das "Landesgesetz zum Schutz von Kindeswohl und Kindergesundheit", das ein landesweites System für Früherkennungsuntersuchungen vorsieht, und die "Servicestelle Kindesschutz" werden lobend erwähnt. Die gesetzlich verankerten "Kinderschutzdienste" bieten betroffenen Kindern und Jugendlichen direkte Hilfe. Im Bildungsbereich fallen die guten technischen Voraussetzungen für digitales Lernen im Bundesvergleich positiv auf.



Kriterien der Analyse
Der Report analysiert die Umsetzung verschiedener Rechte, wie sie in der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 festgeschrieben sind. Diese Konvention garantiert jedem Kind das Recht, gesund und ohne Gewalt aufzuwachsen. Für den Index wurden Aspekte wie das Recht auf Beteiligung, Schutz, Gesundheit, Bildung und Freizeit untersucht. Dabei wurde bewertet, was Länder und Kommunen für Kindertagesbetreuung ausgeben, wie viele Kinderärzte verfügbar sind und welche Mitbestimmungsmöglichkeiten Kinder haben.

Rheinland-Pfalz ist unterdurchschnittlich
Im Ländervergleich schneiden Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Thüringen überdurchschnittlich ab. Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Sachsen liegen im Durchschnitt. Neben Rheinland-Pfalz wurden auch das Saarland, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt unterdurchschnittlich bewertet.
(dpa/bearbeitet durch Red)


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