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Pressemitteilung vom 13.12.2025    

Neues Landesnaturschutzgesetz stärkt Artenvielfalt in Rheinland-Pfalz

Mit der Verabschiedung des novellierten Landesnaturschutzgesetzes setzt Rheinland-Pfalz ein deutliches Zeichen für den Naturschutz. Umweltministerin Katrin Eder betont die Notwendigkeit dieser strukturellen Veränderungen, um den Herausforderungen der Klima- und Artenkrise zu begegnen.

Stieglitz (Foto: Lothar Lenz)

Mainz. Der Landtag von Rheinland-Pfalz hat das novellierte Landesnaturschutzgesetz verabschiedet. "Die Klima- und Artenkrise stellen große Herausforderungen dar, die uns zwingen, die bisherigen Strukturen auf den Prüfstand zu stellen. In Rheinland-Pfalz liegt die Durchschnittstemperatur bereits bei 1,8 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Das zeigt, wie dringlich Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung sind. Zugleich schreitet der Verlust der biologischen Vielfalt weiter voran. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, ist eine Stärkung des Naturschutzes notwendig. Diese Stärkung erreichen wir durch den Aufbau der Naturschutzstationen - zunächst als Modellprojekte. Diese Neuausrichtung bedeutet die größte strukturelle Veränderung im Naturschutz der vergangenen Jahrzehnte. Um diese Strukturveränderung auf rechtlich sichere Füße zu stellen, war eine Novellierung des Landesnaturschutzgesetzes erforderlich", erklärte Umwelt- und Klimaschutzministerin Katrin Eder. "Daher freue ich mich, dass die Novelle des Landesnaturschutzgesetzes die letzte parlamentarische Hürde genommen hat."

Die bisherige Organisationsstruktur in den Bereichen Biotoppflege und Vertragsnaturschutzberatung ist aufgrund der vielfältigen Aufgabenmehrung - zum Beispiel durch die Umsetzung der Maßnahmen in den europäischen Schutzgebieten (NATURA 2000) - an ihre Grenzen gestoßen. Daher sollen Aufgaben wie Biotopbetreuung und Beratungsleistungen künftig von regional verankerten Naturschutzstationen übernommen werden. Hierfür schafft das Gesetz die notwendigen Voraussetzungen.



Neue Naturschutzstationen für Rheinland-Pfalz geplant
"Mit den Naturschutzstationen entstehen regionale Anlaufstellen, die den kooperativen Naturschutz stärken und gleichzeitig zur Wertschöpfung vor Ort beitragen, da sie auch Drittmittel einwerben können", so Umweltministerin Eder. In den nächsten zehn Jahren sollen zehn bis zwölf Naturschutzstationen landesweit entstehen. Sie machen Naturschutz in der Fläche sichtbarer. Derzeit gibt es die Modellstation Süd "Mittelhaardt-Donnersberg" und die Modellstation Nord "Vulkaneifel".

Notwendig wurde die Novellierung auch, weil sich seit der letzten Änderung des Landesnaturschutzgesetzes im Jahr 2020 Anpassungsbedarf gezeigt hat. Gleichzeitig waren Neujustierungen beim Vogelschutz und mit Blick auf die Verwendung von Ersatzzahlungen notwendig. (PM/Red)



Mehr dazu:   Naturschutz  
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