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Pressemitteilung vom 16.12.2025    

FDP und CDU-Spitzenkandidat Schnieder im Dialog: Neue Bündnisse möglich?

Der FDP-Kreisverband Neuwied lud den CDU-Spitzenkandidaten Gordon Schnieder zu einem Kaminabend nach Leutesdorf ein. Im Fokus standen der Austausch über landespolitische Themen und die Möglichkeit neuer politischer Bündnisse.

Teilnehmer des Kaminabends mit Gordon Schnieder (Foto: Simon Rehm / FDP-Kreisverband Neuwied)

Neuwied. Der FDP-Kreisverband Neuwied empfing den CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, zu einem Kaminabend im Gut Hubertusburg in Leutesdorf. Ziel der Veranstaltung war es, sich persönlich kennenzulernen und offen über zentrale landespolitische Herausforderungen zu sprechen.

Alexander Buda, Kreisvorsitzender der FDP Neuwied, betonte zu Beginn, dass die Freien Demokraten ihre Politik an Inhalten orientieren und nicht an starren Koalitionsmustern: "Trotz zehn Jahren Ampel in Rheinland-Pfalz sind wir nicht mit Rot-Grün verheiratet. Wir können uns auch andere Bündnisse vorstellen." Diese Aussage verdeutlicht das Bestreben der FDP, neue Mehrheiten dort zu suchen, wo Reformbereitschaft besteht.

Der Impulsvortrag von Gordon Schnieder und die anschließende Fragerunde brachten viele inhaltliche Übereinstimmungen zwischen FDP und CDU zutage. Insbesondere in der Bildungspolitik teilen beide Parteien die Ansicht, dass verbindliche Sprachstandserhebungen im frühkindlichen Alter notwendig sind, um gleiche Bildungschancen zu schaffen. Beide stehen kritisch dem Trend zur Einheitsschule gegenüber. Auch die Situation an der Karolina-Burger-Realschule in Ludwigshafen wurde diskutiert.



In der Gesundheitspolitik sind sich FDP und CDU einig, dass eine Weiterentwicklung der Krankenhauslandschaft erforderlich ist, um Qualität und Effizienz zu steigern. Gleichzeitig darf die flächendeckende Notfallversorgung, besonders im ländlichen Raum, nicht vernachlässigt werden. Ein weiteres gemeinsames Ziel ist die bessere finanzielle Ausstattung der kommunalen Ebene. Anstelle eines komplizierten Förderdschungels wird eine solide Grundfinanzierung gefordert, die mehr Eigenverantwortung und Planungssicherheit für die Kommunen ermöglicht. PM/Red

Buda fasste den Abend zusammen: "Der FDP-Kreisverband Neuwied bewertet den Abend als sehr gelungen und politisch ermutigend. Die offene Atmosphäre, die klaren Reformansätze und die spürbaren Schnittmengen mit der CDU zeigen, dass bürgerliche Politik in Rheinland-Pfalz neue Perspektiven haben kann." Für die FDP vor Ort sei klar, dass inhaltliche Nähe und wirtschaftliche Vernunft eine Basis für zukünftige Zusammenarbeit darstellen könnten. Der Kreisverband sieht dies als Signal an die Landespartei, alle demokratischen Optionen mutig zu prüfen.


Mehr dazu:   Landtagswahl 2026  
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