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Nachricht vom 19.12.2025    

Gastronomie in Rheinland-Pfalz: Gaststätten hoffen trotz Krise auf Weihnachtswunder

Das Gastgewerbe in Rheinland-Pfalz steht vor großen Herausforderungen. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Gereon Haumann, äußert sich besorgt über die aktuelle Lage, sieht aber auch Chancen im bevorstehenden Jahresendgeschäft.

Gaststättenbranche. Foto: Wolf von Dewitz/dpa

Mainz. Das rheinland-pfälzische Gastgewerbe blickt mit Sorge auf seine Geschäfte. "Wir haben ein schlechtes Jahr hinter uns", sagte der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Gereon Haumann, der Deutschen Presse-Agentur. "Das kann man an den Umsatzzahlen, Insolvenzen und der Zahl der Betriebe ablesen. Wir haben nach wie vor real ein dickes Minus."

Haumann erklärte, dass die Konsumzurückhaltung der Bürgerinnen und Bürger ein wesentlicher Faktor sei. "Das liegt daran, dass wir ein Jahr mit einer sehr zurückhaltenden Konsumlage haben, dass die Bürger und Bürgerinnen sehr genau darauf achten, für was sie das aus ihrer Sicht weniger gewordene Geld im Portemonnaie ausgeben", so Haumann. "Und da landen wir mit unseren Angeboten, egal ob das die Getränke- und Speisegastronomie oder das Übernachtungsgewerbe ist, hinter dem täglichen Lebensmitteleinkauf."

Viele Betriebe müssen schließen
Die Folge sei ein anhaltender Verlust von Betrieben in Rheinland-Pfalz, sagte Haumann. "Wir sind keine Branche, die wenige große Gaststätten hat, sondern das ist eine Branche mit vielen ganz, ganz kleinen Betriebsstätten." Vor allem die Fläche von Rheinland-Pfalz sei betroffen. "Und das Schlimme ist, da wird halt einfach abgeschlossen, ohne dass das viele mitbekommen."

Im vergangenen Jahr seien rund 500 Betriebe im Land in die Insolvenz gegangen. Bis zum dritten Quartal des laufenden Jahres habe es erneut etwa 400 Schließungen gegeben. Die verbliebenen Hotels und Gaststätten kämpften mit stark gestiegenen Kosten für Energie und Lebensmittel, was auch höhere Preise für Gäste zur Folge habe. Die Branche verbuche das sechste Verlustjahr in Folge.




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Weniger Restaurantbesuche
Bei den Gästen seien zwei Tendenzen zu beobachten: Sie gingen seltener aus, gönnten sich bei Besuchen aber häufiger hochwertiges Essen. Beruflich bedingte Restaurantgäste beschränkten sich zudem oft auf einen Hauptgang. Häufig entfielen Dessert oder Nachtisch, wodurch Gäste weniger Zeit in der Gastronomie verbrächten und weniger Getränke bestellten. Insgesamt kämen deutlich weniger Familien als noch vor der Corona-Pandemie in die Restaurants. Die größte Gästegruppe seien Menschen über 40 und 50 Jahre.

Gans als Klassiker in der Weihnachtszeit
Einen Schub erhofft sich der Dehoga-Präsident vom Jahresendgeschäft. "Wir Deutschen sind Kalendermenschen, was die Ausgaben betrifft." Nach dem ganzen Jahr Konsumzurückhaltung sei er der festen Überzeugung, dass sich Menschen in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel etwas gönnen werden. Die Gans sei wieder ein Klassiker in der Weihnachtszeit. Wem die Gans zu teuer ist, greife auf die etwas günstigere Ente zurück. Grundsätzlich gebe es einen klaren Trend zur regionalen Küche und regionalen Produkten. Die Branche strebe außerdem einen Schulterschluss mit der Weinwirtschaft an, damit der Rebensaft aus Rheinland-Pfalz ganz vorne auf der Weinkarte platziert wird. (dpa/bearbeitet durch Red)


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