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Nachricht vom 19.12.2025    

Schüsse auf der A3 bei Dernbach: Fünf Männer wegen Busüberfalls verurteilt

Im Februar dieses Jahres ereignete sich ein dramatischer Überfall auf einen türkischen Reisebus auf der A3 bei Dernbach. Das Landgericht Koblenz hat nun fünf Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Symbolbild Landgericht Koblenz.

Koblenz/Dernbach/Heiligenroth. Das Landgericht Koblenz hat fünf Männer aus Belgien und den Niederlanden für schuldig befunden, im Februar 2025 einen Reisebus auf der A3 bei Dernbach überfallen zu haben (Wir berichteten).

Wie der SWR mitteilte, hatten die Männer im Alter von 38 bis 44 Jahren laut Staatsanwaltschaft mindestens geplant, regelmäßig Reisebusse zu überfallen. Sie sollen sogar GPS-Tracker genutzt haben, um bestimmte Busse verfolgen zu können, von denen sie sich reiche Beute versprachen. Auch sollen sie in weiteren Fällen die Insassen mit Waffen bedroht haben.

Vor dem Gericht wurde jedoch nur der Vorfall vom Februar bei Dernbach verhandelt.

Planänderung: Täter greift zur Schusswaffe
Die Richterin des Landgerichts stellte fest, dass die Tat detailliert geplant war. Der Anführer der Gruppe hatte eine Bande zusammengestellt, um einen Bus auf seiner Route von Dortmund nach Istanbul auszurauben. Während einer Pause auf einer Raststätte sollte in dem Bus nach vermeintlich versteckten Wertsachen und Bargeld gesucht und dieses dann entwendet werden.



Der Plan wurde aber auf freier Strecke zwischen Ransbach-Baumbach und Heiligenroth in Fahrtrichtung Frankfurt kurzfristig geändert: Mit Gewalt sollte der Bus stattdessen auf der Autobahn zum Anhalten gezwungen werden. Aus einem Transporter mit belgischem Kennzeichen schoss der Haupttäter auf den Hinterreifen des Busses, traf jedoch nicht.

Filmreife Verfolgung gefährdet den Verkehr
Ein zweites Fahrzeug bedrängte den Bus von der anderen Seite, doch dem Busfahrer gelang es, bis zur Raststätte Heiligenroth weiterzufahren. Die alarmierte Polizei nahm alle fünf Täter dort fest.

Urteil:
Der Haupttäter wurde zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt, während seine Mittäter Strafen zwischen fünf und drei Jahren erhielten. (Red)


Mehr dazu:   Blaulicht   Gerichtsartikel  
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