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Nachricht vom 29.12.2025    

Bistum Trier setzt weiter auf Aufarbeitung von Missbrauchsfällen

Vor 15 Jahren begann die Aufdeckung des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche. Nun steht das Bistum Trier vor einer entscheidenden Phase der Aufarbeitung.

Trierer Bischof Stephan Ackermann. Foto: Harald Tittel/dpa

Trier. Das Bistum Trier wird sich auch in den kommenden Jahren intensiv mit dem Thema sexueller Missbrauch durch Priester auseinandersetzen. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die Arbeit der Unabhängigen Aufarbeitungskommission im Jahr 2027 zwar enden werde, aber die individuelle Aufarbeitung fortgesetzt werde. Noch immer melden sich Betroffene und stellen Anträge auf Anerkennung des Leids, sowohl als Erst- als auch als Folgenanträge. Neue Zahlen zu Prävention, Intervention und Aufarbeitung sollen im Jahresbericht 2025 veröffentlicht werden, der im ersten Quartal 2026 erscheint.

Ein weiterer Schwerpunkt wird künftig auf der Erinnerungskultur liegen, so Ackermann. Denkbar sei eine "aktivierende Erinnerungskultur", die nicht nur durch Gedenktafeln, sondern auch durch die Beteiligung von Zeitzeugen und Betroffenen gestaltet werden könnte. Eine mobile multimediale Ausstellung könnte die Erinnerung an das Geschehene wachhalten. "Wenn man Menschen im O-Ton hört, hat das eine ganz andere emotionale Qualität", betonte Ackermann.




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Die historische Studie der Universität Trier dokumentiert für den Zeitraum von 1946 bis 2021 bisher 734 Opfer und 246 Beschuldigte. Die meisten Fälle ereigneten sich zwischen 1950 und 1990. Aktuell untersucht das Forschungsteam Missbrauchsfälle aus den Amtszeiten der früheren Bischöfe Franz Rudolf Bornewasser und Matthias Wehr (1946-1967). Die Ergebnisse sollen im Verlauf des Jahres 2026 in den Abschlussbericht der Unabhängigen Aufarbeitungskommission einfließen, die seit Mitte 2021 arbeitet.

Derzeit unterziehen sich alle 27 Bistümer in Deutschland einer unabhängigen Aufarbeitung durch eingerichtete Kommissionen. Zum Bistum Trier gehören gut 1,1 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Kirche & Religion  
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