Pressemitteilung vom 13.01.2026 
IHK-Arbeitsgemeinschaft sieht Unsicherheit im US-Geschäft für Rheinland-Pfalz
Die Vereinigten Staaten bleiben ein bedeutender Absatzmarkt für die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz. Doch ein Jahr nach Beginn der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump wächst die Unsicherheit.
Koblenz. Nach Einschätzung der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz waren die USA im Jahr 2025 erneut der zweitwichtigste Exportmarkt für das Bundesland, gleich nach Frankreich. Dennoch ist das Marktumfeld zunehmend von Unsicherheit geprägt. Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, betont: "Für eine exportorientierte Wirtschaft ist anhaltende handelspolitische Unsicherheit Gift." Er fordert verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und einen konsequenten Einsatz für offene Märkte. Die regionale Wirtschaft erwartet daher eine klare strategische Ausrichtung im transatlantischen Handel, den Abbau bürokratischer Hürden und stärkere Unterstützung bei der Diversifizierung von Absatzmärkten.
Die Industrie- und Handelskammern berichten, dass die handelspolitischen Maßnahmen der US-Administration in den letzten Monaten zu spürbarer Verunsicherung der internationalen Märkte geführt haben. Für exportorientierte Regionen wie Rheinland-Pfalz bedeutet dies steigenden Planungsaufwand, höhere Kosten und wachsenden Druck in den Exportabteilungen. Zusatzzölle und erhöhter Verwaltungsaufwand in Zollverfahren belasten viele Unternehmen erheblich.
Rückläufiger Handel
Rückmeldungen aus dem Jahr 2025 zeigen, dass rheinland-pfälzische Unternehmen die US-Handelspolitik inzwischen deutlich schlechter einschätzen als zu Beginn von Trumps zweiter Amtszeit. Im USA-Geschäft überwiegen für die Mehrheit der Unternehmen klar die negativen Effekte. Währungsrisiken durch schwankende Euro-Dollar-Kurse und nachlassende Wettbewerbsfähigkeit auf dem US-Markt verstärken diese Probleme.
Diese Unsicherheit beeinflusst unternehmerische Entscheidungen zunehmend, so die IHK-Arbeitsgemeinschaft. Unternehmen berichten von rückläufigem Handel, Preisanpassungen und Weitergabe gestiegener Zollkosten. Investitionen werden häufiger verschoben, bestehende Geschäftsbeziehungen mit Vorsicht fortgeführt und erfordern erhöhten Absicherungsbedarf.
US-Markt ist strategisch wichtig
Trotz dieser Herausforderungen bleibt der US-Markt für viele Betriebe in Rheinland-Pfalz strategisch wichtig. Insgesamt reagieren die Unternehmen bislang pragmatisch und anpassungsfähig, stellen die IHKs fest. Dennoch wird die anhaltende handelspolitische Unsicherheit - verstärkt durch die dynamische geopolitische Großwetterlage - zunehmend zu einem Hindernis für Handel, Investitionen und langfristige Planung. (PM/Red)
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