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Pressemitteilung vom 27.01.2026    

Plattfüße bei Kindern sind eher die Regel als die Ausnahme

Um den Eltern eine Sorge vorweg zu nehmen: Bei Kleinkindern sind Senk- oder Plattfüße eher die Regel als die Ausnahme. "In den meisten Fällen ist diese Fußfehlstellung im Kindesalter völlig normal und kein Grund zur Besorgnis", erläutert Dr. Christian Sippel. Er ist ärztlicher Leiter des MVZ Wellersberg sowie leitender Arzt der Kinderorthopädie an der DRK-Kinderklinik Siegen.

Bei Kleinkindern sind Senk- oder Plattfüße eher die Regel als die Ausnahme. (Foto: Kinderklinik Siegen)

Siegen. Dabei ist das Krankheitsbild einfach zu erkennen: Bei einem nassen Fußabdruck fehlt die Einbuchtung an der Fuß-Innenseite. Plattfüße sind anfangs häufig symptomlos, können aber später Schmerzen auslösen. Vor allem bei Beschwerden sollten Betroffene deshalb zügig einen Arzt aufsuchen. "Die Symptome sind meistens gut und einfach behandelbar. Schuheinlagen und Übungen reichen häufig aus. Operationen sind nicht in allen Fällen notwendig", geht Christian Sippel ins Detail. Der Senkfuß ist eine der häufigsten Fußfehlstellungen. Dabei sinkt das Fußlängsgewölbe ein, sodass der Fuß flacher erscheint.

In der Kindheit ist dies ein normales Phänomen, da die Fuß-Statik, die Muskulatur und Bänder noch nicht vollständig entwickelt sind. Bis zum siebten Lebensjahr bildet sich das Fußgewölbe meist von selbst aus. "Ein flexibler Senkfuß ist daher im Kindesalter meist unproblematisch, außer er richtet sich im Zehenspitzenstand nicht vollständig auf", so der Fachmann. Aber: In manchen Fällen kann sich aus einem flexiblen Senkfuß ein starrer Plattfuß oder sogar ein Knick-Plattfuß entwickeln, der Beschwerden verursacht. Anzeichen dafür können Schmerzen nach längerem Gehen oder Stehen sein. Auch die eingeschränkte Beweglichkeit des Fußes oder eine Veränderung der Fuß-Form kann auftreten. Das hat auch Auswirkungen auf die Fußgelenke, das Knie oder die Hüfte durch Fehlbelastungen. "Sollten diese Symptome auftreten, muss eine orthopädische Abklärung erfolgen", so Christian Sippel.



Eine Therapie ist in jedem Fall empfehlenswert, wenn Fußschmerzen oder Druckstellen sich negativ auf die Gehfähigkeit auswirken. Auch durch die Fuß-Fehlstellung bedingte Fuß-, Knie- oder Rückschmerzen lassen sich durch die Behandlung von Plattfüßen lindern. "Beispielsweise können Orthesen oder Einlagen den Plattfuß korrigieren", ergänzt der Orthopäde. "Mit gezielten krankengymnastischen Übungen wird versucht, Sehnen
und Muskeln von Fuß und Wade zu stärken." Wenn auch die Kombination von Bewegung und Orthesen nicht zu einem befriedigenden Ergebnis führt, bleibt als letzte Option nur eine operative Korrektur. "Eltern sollten auf jeden Fall die Füße ihrer Kinder im Blick behalten und frühzeitig auf Veränderungen reagieren." (PM)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
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