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Nachricht vom 28.01.2026    

Personalmangel in Kitas: Rheinland-Pfalz unter Druck

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung offenbart erhebliche Defizite bei der Personalausstattung in den Kindertagesstätten von Rheinland-Pfalz. Nur ein Bruchteil der Einrichtungen erfüllt die empfohlenen Standards.

Personalausstattung in Kitas . Foto: Boris Roessler/dpa

Mainz/Gütersloh. Nur sechs Prozent der Kitas in Rheinland-Pfalz verfügen über die empfohlene Personalausstattung, wie eine bundesweite Studie der Bertelsmann-Stiftung zeigt. Die sogenannte Personalausstattungsquote entspricht lediglich in sechs von 100 Einrichtungen den fachlichen Empfehlungen für qualitativ hochwertige Bildung und Betreuung. Gleichzeitig haben etwa 16 Prozent der Kitas weniger als 60 Prozent der benötigten Ressourcen, während bei weiteren 21 Prozent die Ausstattung knapp unter den Empfehlungen liegt. In rund 57 Prozent der Kitas werden die Empfehlungen zu etwa zwei Dritteln erfüllt.

Die Personalausstattungsquote wurde in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Institut für Familienforschung an der Universität Wien entwickelt. Sie soll die Personalsituation in Kitas anhand der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik differenziert abbilden. Im Bundesländervergleich schneidet Rheinland-Pfalz mit einer mittleren Quote von 0,71 durchschnittlich ab, was bedeutet, dass die Kitas im Mittel über 71 Prozent der notwendigen Personalressourcen verfügen.



Mehrere Faktoren bestimmen den Personalbedarf in Kitas. "Ausreichende Personalkapazitäten sind unabdingbar, wenn es um die notwendigen zeitlichen Ressourcen für die individuelle Bildungs- und Entwicklungsförderung des einzelnen Kindes geht", betont das Studienteam. Der Bedarf hängt unter anderem von der Größe der Kita, dem Alter der betreuten Kinder sowie deren besonderen pädagogischen Anforderungen ab. Erstmals wurden nicht nur die Anzahl der Erzieherinnen und Erzieher in Relation zur Zahl der betreuten Kinder und deren Alter gesetzt, sondern auch die Zahl der Kinder mit nichtdeutscher Muttersprache oder einer körperlichen, geistigen oder (drohenden) seelischen Behinderung berücksichtigt, da diese intensivere Begleitung benötigen.

In Rheinland-Pfalz sprechen in 32 Prozent der Einrichtungen mehr als ein Viertel der Kinder nicht Deutsch in der Familie. Zudem besuchen 25 Prozent der Einrichtungen Kinder mit Eingliederungshilfe. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Kinder & Jugend  
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